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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA I

Die australische Notenbank hat die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr erhöht. Nach einer 5:4-Entscheidung steigt der Leitzins auf 4,10 von 3,85 Prozent. "Der Rat ist zu dem Schluss gekommen, dass die Inflation wahrscheinlich noch einige Zeit über dem Zielwert bleiben wird und dass sich die Risiken weiter nach oben verschoben haben, einschließlich der Inflationserwartungen", so die RBA in ihrer begleitenden Erklärung und weiter: "Es war daher angemessen, das Ziel für den Leitzins anzuheben..... Die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben höchst ungewiss, könnten aber unter einer Vielzahl möglicher Szenarien zur globalen und inländischen Inflation beitragen". Die australische Inflationsrate lag bereits vor Beginn des Iran-Kriegs bei 3,8 Prozent im Jahresvergleich. Die Zielspanne der Notenbank beträgt 2 bis 3 Prozent.

TAGESTHEMA II

Die USA haben um eine Verschiebung des Gipfeltreffens mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gebeten. US-Präsident Trump hatte eine Reise nach Peking vom 31. März bis zum 2. April geplant. "Wegen des Krieges möchte ich hier sein. Ich muss hier sein", sagte er. "Deshalb haben wir gebeten, dass wir es um etwa einen Monat verschieben."

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

14:00 US/Nvidia Corp, Entwicklerkonferenz mit Finanzanalysten

AUSBLICK KONJUNKTUR

Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.

ÜBERSICHT INDIZES

zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    6.670,75  -0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100  24.541,75  -0,5 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.614,30  +0,4 
Topix-500 (Tokio)      3.627,07  +0,5 
Kospi (Seoul)        5.093,54  +1,6 
Shanghai-Composite      4.053,25  -0,8 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.871,55  +0,2 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Freundlich - Die Aktienmärkte in Ostasien schließen sich am Dienstag der positiven Vorgabe der Wall Street vom Vortag an. Am stärksten geht es im südkoreanischen Seoul nach oben, nachdem der technologielastige Kospi bereits am Vortag freundlich tendiert hatte. An den US-Börsen hatten Technologieaktien zu den Favoriten gezählt - auch, nachdem die KI-Ikone Nvidia mit neuen Produkten, Partnerschaften und einem optimistischen Ausblick aufgewartet hatte. Die großen Treiber in Seoul sind erneut die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix mit Zuwächsen von 4,0 bzw. 2,0 Prozent. In Shanghai, wo die Tendenz wenig verändert ist, könnte etwas bremsen, dass US-Präsident Donald Trump das geplante Treffen mit Chinas Staatschef Xi verschieben will. Von den derzeit alles dominierenden Ölpreisen kommt zwar keine Entspannung, aber zumindest auch kein neues Störfeuer. In Australien ist derweil die erste einer ganzen Reihe von Zinsentscheidungen in dieser Woche gefallen. Die Reserve Bank of Australia erhöhte angesichts der weiter zu hohen Inflation die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent. Bei den Zentralbanken weltweit findet derzeit ein Umdenken bei den Zinsen statt, nachdem der Konflikt im Nahen Osten die Energiepreise massiv in die Höhe getrieben hat. Das dürfte steigende Inflationsraten zur Folge haben. Im Wochenverlauf werden noch die US-Notenbank, die EZB, die Bank of England, die Schweizerische Nationalbank und die japanische Notenbank Zinssitzungen abhalten. Ihnen wird an den Börsen mit Spannung entgegengesehen.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     46.946,41  +0,8  +387,94    46.558,47 
S&P-500    6.699,38  +1,0  +67,19    6.632,19 
NASDAQ Comp 22.374,18  +1,2  +268,82    22.105,36 
NASDAQ 100  24.655,34  +1,1  +274,61    24.380,73 
 
           Montag   Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,21 Mrd  1,23 Mrd 
Gewinner       1.890    1.058 
Verlierer       854    1.707 
Unverändert       80     68 
 

Fester - Im Tagesverlauf wieder etwas sinkende Ölpreise vor dem Hintergrund von Bemühungen, den Verkehr durch die Straße von Hormus wieder aufzunehmen, stützten die Stimmung. Konjunkturseitig war der Empire State Manufacturing Index im März überraschend deutlich zurückgegangen und wider Erwarten in negatives Terrain abgerutscht. Dadurch könne das Zinssenkungsthema grundsätzlich wieder etwas mehr Fantasie bekommen, hieß es. Gleichwohl sieht es danach aktuell angesichts der von den gestiegenen Energiepreisen ausgehenden Inflationsgefahren nicht aus. Mit Spannung blicken die Akteure daher dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch entgegen. Bei den Einzelwerten waren die Blicke auf die Entwicklerkonferenz von Nvidia gerichtet. Nvidia-Chef Jensen Huang kündigte die nächste Generation der 3D-Grafik-Rendering-Technologie des Unternehmens an. Der Kurs von Nvidia stieg um 1,6 Prozent. Micron gewannen 3,7 Prozent. Der Chiphersteller plant den Bau einer zweiten Produktionsstätte auf dem Gelände seiner Fabrik in Taiwan. Die Speichermedienhersteller Sandisk und Western Digital verbesserten sich im Gefolge um 6,4 bzw. 5,1 Prozent.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,68 -0,06    3,72      3,67 
5 Jahre       3,81 -0,07    3,85      3,80 
10 Jahre      4,22 -0,06    4,27      4,22 
 

Die zuletzt deutlich gestiegenen Renditen fielen in einer Gegenbewegung kräftig, im Zehnjahresbereich um 6,0 Basispunkte auf 4,22 Prozent. Händler wägten den Verlauf des Iran-Konflikts ab und erwarteten die Zinsentscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte, hieß es.

DEVISEN

zuletzt +/- %     00:00    Mo, 09:00 % YTD 
EUR/USD    1,1477  -0,2     1,1503     1,1428  -2,3 
EUR/JPY    182,96  +0,0     182,95     182,05  -0,6 
EUR/GBP    0,8636  +0,0     0,8635     0,8627  -0,9 
USD/JPY    159,40  +0,2     159,06     159,28  1,8 
USD/KRW   1.491,25  +0,1    1.489,34    1.497,19  3,5 
USD/CNY    6,8887  -0,1     6,8955     6,9016  -1,5 
USD/CNH    6,8897  +0,0     6,8869     6,9051  -1,2 
USD/HKD    7,8350  +0,1     7,8303     7,8308  0,7 
AUD/USD    0,7070  +0,0     0,7069     0,7013  6,0 
NZD/USD    0,5820  -0,7     0,5860     0,5808  1,1 
BTC/USD  74.028,48  -0,3   74.235,86    73.679,73 -15,6 
 
 

Der zuletzt stark gestiegene Dollar kam zurück. Der Dollarindex fiel um 0,6 Prozent. Am Freitag war er noch auf den höchsten Stand seit mehr als neun Monaten gestiegen. Die Verluste dürften sich allerdings in Grenzen halten, hieß es mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten und die steigenden Ölpreise.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
Gold   5.013,40  +0,2      8,15    5.005,25 
Silber    80,93  +0,2      0,16      80,77 
Platin  2.130,15  +0,8     15,94    2.114,21 
 

Der Goldpreis fiel um 0,1 Prozent auf 5.013 Dollar. Für die kurzfristige Richtung des Goldpreises könnte es entscheidend sein, dass die Marke von 5.000 Dollar halte, sagte Analystin Dilin Wu von Pepperstone. Sollte die Marke entscheidend durchbrochen werden, könne der Preis bis in die Unterstützungszone von 4.850 bis 4.900 Dollar fallen. Sollte sich der Goldpreis jedoch stabilisieren, wären die nächsten Widerstandsmarken bei 5.100 und 5.250 Dollar.

ÖL

zuletzt +/- %    +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   97,47  +4,3      3,97      93,50 
Brent/ICE   103,97  +3,8      3,76     100,21 
 

Die Ölpreise zeigten sich volatil. Nach anfänglich deutlichen Aufschlägen bis auf 106,50 Dollar bei Brent-Öl, kamen die Preise im Handelsverlauf zurück. Der Preis für ein Barrel Brent reduzierte sich vor dem Hintergrund von Bemühungen, den Schiffsverkehr durch die derzeit vom Iran praktisch abgeriegelte Straße von Hormus wieder ins Laufen zu bringen, im US-Handel um 3,2 Prozent auf 99,88 Dollar.

MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR

JAPAN - Geld- und Währungspolitik

Die japanische Regierung und die Zentralbank sind alarmiert wegen unregelmäßiger Schwankungen bei Währungen sowie Anleiherenditen. Sie signalisierten ihre Bereitschaft zu Markteingriffen. Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, sagte dem Parlament, dass die Zentralbank flexibel Anleihekaufprogramme durchführen werde, um schnelle Renditeanstiege einzudämmen. Er fügte jedoch hinzu, dass die langfristigen Zinssätze durch die Marktkräfte bestimmt werden sollten. "Wir werden die Geldpolitik angemessen steuern, um das nachhaltige und stabile Erreichen unseres Inflationsziels von 2 Prozent sicherzustellen", sagte Ueda. Finanzministerin Satsuki Katayama sagte zu, die notwendigen Maßnahmen gegen eine übermäßige Yen-Schwäche zu ergreifen.

USA - Geldpolitik

Die Federal Reserve soll nach dem Wunsch von US-Präsident Trump "sofort" die Zinsen senken. Er forderte Notenbankchef Powell auf, eine Sondersitzung zur Senkung der Zinsen einzuberufen. "Was wäre ein besserer Zeitpunkt, um die Zinssätze zu senken, als jetzt? Ein Drittklässler wüsste das", sagte der Präsident. Die Fed beginnt ihre zweitägige März-Sitzung am Dienstag und wird ihre Entscheidung über die Zinssätze am Mittwoch um 19.00 Uhr MEZ bekannt geben.

USA - Wirtschaftspolitik

Die US-Börsenaufsicht will die Berichtspflichten für Unternehmen offenbar reduzieren. Die SEC (Securities and Exchange Commission) bereite einen Vorschlag vor, die Pflicht zur vierteljährlichen Veröffentlichung von Ergebnissen abzuschaffen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Unternehmen sollen stattdessen die Option haben, ihre Ergebnisse zwei Mal im Jahr mitzuteilen.

NVIDIA

CEO Jensen Huang hat auf der jährlichen GTC-Konferenz ein "Age of Inference" eingeleitet. Er stellte eine riesige Palette neuer Produkte vor, sowohl Hardware als auch Software, die alle darauf ausgelegt sind, KI-Modelle schneller und effizienter auszuführen. Er präsentierte neue Produkte, die nach seiner Darstellung jene Form des KI-Computings, das auf Nutzeranfragen reagieren kann, revolutionieren sollen. Huang sagte, Nvidia rechne damit, bis Ende 2027 Chips der Blackwell- und Rubin-Generation im Wert von 1 Billion Dollar zu verkaufen - eine Aktualisierung der bisherigen Prognose, die Verkäufe im Wert von 500 Milliarden Dollar bis Ende 2026 vorsah. Huang nutzte seine Rede auch, um eine Reihe von Partnerschaften anzukündigen, die Nvidias Geschäft im Bereich "digitale Zwillinge" und andere Simulationen stärken sollen.

SEMTECH

hat im vierten Quartal höhere Umsätze verzeichnet und erwartet, vom zunehmenden Bau von Rechenzentren zu profitieren. Der Halbleiterkonzern wies einen Verlust von 29,8 Millionen Dollar aus, verglichen mit einem Gewinn von 39,1 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um bestimmte Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 44 Cent und damit 1 Cent über den Prognosen von Analysten. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 274,4 Millionen Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von 273,2 Millionen Dollar prognostiziert. Für das laufende Quartal erwartet Semtech einen Umsatz von 283,0 Millionen Dollar in der Mitte der Zielspanne und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 45 Cent. Analysten prognostizierten zuletzt 272,6 Millionen Dollar bzw. 43 Cent je Aktie.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 17, 2026 02:47 ET (06:47 GMT)

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