Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Deka-EZB-Kompass kletterte im Februar zwar geringfügig auf 9,2 Punkte, signalisierte damit aber weiterhin keinen Änderungsbedarf für die Geldpolitik, so die DekaBank.Insofern habe er zumindest bis zur Eskalation des Konflikts im Nahen Osten in Einklang mit den Aussagen Präsidentin Lagardes und anderer Ratsmitglieder gestanden, dass sich die Geldpolitik in einer guten Position befinde. Seitdem habe sich jedoch einiges geändert, denn aufgrund der stark gestiegenen Weltmarktpreise von Rohöl und Erdgas müsse einerseits mit einer höheren Inflation, andererseits aber mit einem schwächeren Wachstum gerechnet werden. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen aus dem Jahr 2022 hätten Finanzmarktteilnehmer ihre Erwartungen über die zukünftigen Leitzinsen rasch nach oben korrigiert. Im Gegensatz dazu hätten zahlreiche Mitglieder des EZB-Rats in den vergangenen zwei Wochen erklärt, dass sie auf keinen Fall überstürzt auf die neuen Entwicklungen reagieren wollten. Insofern dürfte die EZB die Leitzinsen bei dieser Sitzung unverändert lassen, aber ihre grundsätzliche Handlungsbereitschaft unterstreichen. Auf der Pressekonferenz dürften zwei Fragestellungen im Vordergrund stehen: Wovon genau werde die EZB ihre Entscheidungen abhängig machen? Und wieviel Zeit könne sie sich nehmen, um die Situation einzuschätzen? (17.03.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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