Anzeige
Mehr »
Dienstag, 17.03.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
China drosselt, Preise explodieren: Wird dieser kaum bekannte Rohstoff zum nächsten Milliarden-Play?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
366 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen interessiert nicht

DJ MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen interessiert nicht

DOW JONES--Europas Börsen drehen bis Dienstagmittag leicht ins Plus. Ein offenbar erfolgreicher Drohnenangriff des Irans auf ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat nur kurz belastet, offenbar halten sich die Schäden in Grenzen, der Ölpreis reagierte nur kurzfristig stärker. Ein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten ist derzeit nicht in Sicht, dem Iran gelingt es vielmehr, kritische Energieinfrastruktur im Persischen Golf anzugreifen. US-Präsident Donald Trump hat derweil das geplante Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi Jinping kurzfristig wegen des Krieges abgesagt, das eigentlich in zwei Wochen hätte stattfinden sollen.

An den Börsen überwiegt aber weiterhin die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges. Sichtbar ist das laut QC Partners am Ölmarkt. "Der Future der Öl-Sorte Brent befindet sich weiterhin in einer ausgedehnten Backwardation. Für kurzfristig lieferbares Öl müssen aktuell 103 Dollar pro Barrel gezahlt werden. Bei einer Lieferung im September sind es 87 Dollar. Das zeigt, dass die Börsen weiterhin eine schnelle Beruhigung des Ölmarktes preisen", so Vermögensverwalter Thomas Altmann. Auch am Aktienmarkt scheinen Akteure mit einem raschen Ende zu rechnen. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen. Das zeigen die niedrigen Handelsumsätze, die zum gestrigen Wochenstart erneut deutlich unter den historischen Mittelwerten lagen."

Praktisch keine Reaktion zeigen die Börsen auf den Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen. Diese sind im März auf minus 0,5 von plus 58,3 im Vormonat regelrecht eingestürzt. Die Erwartung lag bei einer Lesung von 38,5 Punkten. Die Konjunkturlage verbesserte sich leicht auf minus 62,9 von minus 65,9. Die ausbleibende Marktreaktion dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Anleger auf eine rasche Erholung der Erwartungskomponente setzen, sobald der Irankrieg beendet ist.

Der DAX gewinnt 0,4 Prozent auf 23.661 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,5 Prozent zu. Am Devisenmarkt steigt der Euro auf 1,1520 Dollar, ein Zeichen der Entspannung. Die Anleihemärkten zeigen sich wenig bewegt. Der Goldpreis notiert kaum verändert bei 5.007 Dollar die Feinunze.

Zunehmend rücken die Zentralbanken in den Fokus. Die australische Notenbank hat am Morgen den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über ihre Geldpolitik. In allen Fällen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher der jeweilige geldpolitische Ausblick. Wie es in den kommenden Monaten weiter geht, dürfte in entscheidendem Maße von der Dauer des Irankriegs und der damit verbundenen Inflationsentwicklung abhängen.

Sartorius mit Mittelfristzielen gesucht

Für die Sartorius-Aktie geht es nach Veröffentlichung neuer Mittelfristziele 5 Prozent nach oben. Wie JP Morgan anmerkt, impliziert das angestrebte Umsatzwachstum bis 2030 Erlöse von 5,387 Milliarden Euro, was 1 Prozent unter der Marktschätzung liege, sowie ein EBITDA von 1,767 Milliarden Euro, was 4 Prozent unter der Erwartung liege. Allerdings hatte sich die Aktie vor der Zahlenvorlage schwach entwickelt. Laut RBC dürften die neuen Mittelfristziele bei Anlegern gut ankommen und eine starke Kursreaktion auslösen - auch wenn sie die Konsenserwartungen voraussichtlich nicht wesentlich beeinflussen würden.

Fraport hat nach Einschätzung von JP Morgan starke Viertquartalszahlen vorgelegt. Das EBITDA liege knapp 4 Prozent über den Konsensschätzungen. Der EBITDA-Ausblick von 1,5 Milliarden Euro für 2026 impliziere eine Aufwärtsrevision bei den Marktschätzungen um etwa 2 Prozent. Positiv heben die Analysten den freien Cashflow von 24,4 Millionen Euro für das zu Ende gegangene Jahr hervor. Die Prognose enthalte allerdings keinerlei größere Auswirkungen durch den Krieg im Nahen Osten. Fraport gewinnen 5,5 Prozent.

Springer Nature machen nach ordentlichen Geschäftszahlen einen Sprung um 8,2 Prozent nach oben. Der Zahlenausweis ist zum Teil etwas besser als erwartet ausgefallen. Der Umsatz in der Sparte Research hat sich einen Tick besser als geschätzt entwickelt. Besser war auch der freie Cashflow von 298 Millionen Euro, die Erwartung von Morgan Stanley hatte bei nur 289 Millionen Euro gelegen. Der Medienkonzern erwartet für dieses Jahr weiteres Umsatzwachstum und eine Margenausweitung. Dieser optimistische Ausblick stehe im Zusammenhang mit den Chancen, die die KI biete, so JP Morgan. KI mache Inhalte wertvoller und werde zu produktiveren Forschern, mehr Forschung, mehr Artikeln, die einem Peer-Review unterzogen werden müssen, wertvolleren Abonnements, mehr Artikelbearbeitungsgebühren und neuen Lizenzierungsmöglichkeiten führen.

Thyssenkrupp gewinnen 4,6 Prozent. Der finnische Aufzugshersteller Kone (+1,9%) führt nach Informationen von Bloomberg mit den Eigentümern des Düsseldorfer Wettbewerbers TK Elevator Gespräche über dessen Übernahme. Die Eigentümer von TK Elevator, die Private-Equity-Gesellschaften Advent und Cinven, strebten bei einer Transaktion eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro einschließlich Schulden an. Parallel dazu arbeiteten Advent und Cinven an einem Börsengang für TK Elevator. Beide hatten das Unternehmen im Jahr 2020 für 17,2 Milliarden Euro vom finanzschwachen Industriekonzern Thyssenkrupp übernommen. Der hält allerdings noch eine Minderheitsbeteiligung an TK Elevator.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.767,80  +0,5   28,79    5.739,01    16,8 
Stoxx-50    5.025,13  +0,6   28,40    4.996,73    11,9 
DAX      23.660,95  +0,4   96,94    23.564,01    19,9 
MDAX      29.180,43  +0,8   228,73    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.562,78  +0,1    4,21    3.091,28    4,8 
SDAX      16.733,48  -0,2   -32,77    13.062,07    22,4 
CAC       7.994,54  +0,7   58,57    7.935,97    10,0 
SMI      12.955,22  +0,6   73,02    12.882,20    11,4 
ATX       5.323,58  +0,5   25,09    5.298,49    38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:04 
EUR/USD      1,1520  +0,2   0,0017     1,1503   1,1491 
EUR/JPY      183,21  +0,1   0,2600     182,95  182,9800 
EUR/CHF      0,9064  +0,0   0,0004     0,9060   0,9061 
EUR/GBP      0,864  +0,1   0,0005     0,8635   0,8632 
USD/JPY      159,01  -0,0  -0,0500     159,06  159,2300 
GBP/USD      1,3331  +0,1   0,0015     1,3316   1,3307 
USD/CNY      6,8863  -0,1  -0,0092     6,8955   6,8955 
USD/CNH      6,8826  -0,1  -0,0043     6,8869   6,8926 
AUS/USD      0,7093  +0,3   0,0024     0,7069   0,7055 
Bitcoin/USD  74.127,42  -0,2  -108,44    74.235,86 73.309,72 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     96,09  +2,8    2,59      93,5 
Brent/ICE     103,48  +3,3    3,27     100,21 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      5.007,19  +0,0    1,94    5.005,25 
Silber       80,30  -0,6   -0,47      80,77 
Platin     2.140,75  +1,3   26,54    2.114,21 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

March 17, 2026 08:12 ET (12:12 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.