DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
ZEW-Konjunkturerwartungen fallen im März viel stärker als erwartet
Die vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland ermittelten Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im März weitaus deutlicher als erwartet gesunken. Wie das ZEW mitteilte, sank der Index der Konjunkturerwartungen auf minus 0,5 (Februar: plus 58,3) Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 38,5 prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung verbesserte sich auf minus 62,9 (minus 65,9) Punkte. Die Prognose hatte auf minus 64,5 gelautet. "Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck. Für die deutsche Wirtschaft wächst damit das Risiko, dass der begonnene Erholungstrend der Konjunktur aus gebremst wird", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Zahlen.
Deutscher Einzelhandelsumsatz für Januar nach unten revidiert
Die Umsätze des deutschen Einzelhandels sind im Januar etwas stärker gesunken als zunächst angenommen. Wie die Bundesbank mitteilte, fielen die Umsätze gegenüber dem Vormonat preisbereinigt um 1,0 Prozent. Vorläufig war vom Statistischen Bundesamt (Destatis) ein Rückgang von 0,9 Prozent gemeldet worden. Auf Jahressicht lagen die Umsätze der Revision zufolge um 1,5 Prozent höher.
Moody's warnt vor US-Rezession bei anhaltend hohen Ölpreisen
Der Chefvolkswirt von Moody's hat davor gewarnt, dass die USA in den nächsten zwölf Monaten in eine Rezession rutschen könnten. Grund dafür seien die hohen Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran. Diese hätten das Potenzial, einen bereits schwachen Arbeitsmarkt weiter zu belasten. In einer Reihe von Beiträgen auf X schrieb Mark Zandi, dass das auf maschinellem Lernen basierende Wirtschaftsmodell von Moody's die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession auf 49 Prozent beziffert habe. Eine Rezession ist dabei als zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativem BIP-Wachstum definiert. Dieser Wert habe "bereits vor den beunruhigenden Ereignissen im Nahen Osten" gegolten.
Israel ordnet weitreichende Evakuierung im Südlibanon an
Israel hat die Bewohner des Südlibanon gewarnt, dass sein Militär Luftangriffe gegen Ziele der Hisbollah durchführen wird. Es ist die umfangreichste Evakuierungsanordnung für den Südlibanon seit dem Krieg im Jahr 2006. "Ein Verbleib südlich des Zahrani-Flusses könnte Ihr Leben und das Leben Ihrer Familien gefährden", erklärte der arabischsprachige Sprecher des israelischen Militärs. Die Anordnung drängt die Menschen jenseits des Litani-Flusses, einer wichtigen diplomatischen Grenze, und bedeutet die Räumung eines Streifens im Südlibanon in einer Tiefe von 30 bis 40 Kilometer von der israelischen Grenze, einschließlich der großen Ballungszentren Tyros und Nabatieh.
Israel nimmt iranischen Sicherheitschef Larijani ins Visier
Israel hat am Montag bei Luftangriffen den iranischen Sicherheitschef Ali Larijani ins Visier genommen und geht davon aus, dass er getötet wurde, wie aus informierten Kreisen bekannt wurde, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die iranischen Staatsmedien teilten am Dienstag mit, dass sie in Kürze eine Botschaft von Larijani veröffentlichen würden.
Israels Militär meldet Tötung von Basij-Chef Soleimani
Das israelische Militär hat mitgeteilt, es habe bei Luftangriffen Brigadegeneral Gholamreza Soleimani getötet, der seit sechs Jahren Kommandeur der Basij war. Die Basij ist eine überwiegend aus Freiwilligen bestehende paramilitärische Truppe, deren Einheiten über den gesamten Iran verteilt sind. Die israelischen Luftangriffe richteten sich vor allem gegen die iranischen Sicherheitskräfte, in der Hoffnung, die Voraussetzungen für einen Volksaufstand gegen das iranische Regime zu schaffen. Zu den Zielen zählen die Polizei des Landes, das paramilitärische Korps der Islamischen Revolutionsgarden und die in Zivil gekleidete Basij-Miliz.
DJG/DJN/apo
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March 17, 2026 08:30 ET (12:30 GMT)
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