Über Katar läuft normalerweise ein sehr großer Teil des global gehandelten Heliums. Nach USGS ("United States Geological Survey": Staatliche geologische Behörde der USA) lag Katars Heliumproduktion 2025 bei 63 Mio. m³. Die Weltproduktion belief sich auf 190 Mio. m³. Das entspricht rund 33 % des Weltmarkts. "Chemical & Engineering News", ein wöchentlich erscheinendes Fachmagazin der American Chemical Society, berichtet, dass Angriffe auf Katar und die Blockade der Straße von Hormus genau dieses Volumen faktisch vom Markt genommen haben. Damit steht bei einer längeren Sperrung nicht nur Logistik unter Druck, sondern etwa ein Drittel der weltweit verfügbaren Mengen.
Helium wird vor allem in der Halbleiterindustrie, in der Medizintechnik und in industriellen Spezialanwendungen gebraucht. In der Chipfertigung ist es ein kritisches Prozessgas, weil es chemisch inert ist und Wärme sehr gut ableitet. Es hilft bei präziser Temperaturführung und bei speziellen Waferprozessen. In der Medizintechnik kühlt es supraleitende Magnete in MRT-Systemen. Daneben wird es für Schweißen, Lecksuche, Laboranwendungen und andere Kryoprozesse eingesetzt. Für kryogene Anwendungen gibt es praktisch keinen gleichwertigen Ersatz. Beim Schweißen ist die Austauschbarkeit höher.
Bleibt die Straße von Hormus länger geschlossen, steigen zuerst Preise und Zuschläge. Danach drohen möglicherweise Zuteilungsquoten. Für die Halbleiterindustrie wäre das am kritischsten. Lagerbestände und Recycling können den Mangel nur kurz abpuffern. Laut C&EN wird eine Störung von mehr als zwei Wochen schnell zu einem Problem, dessen Folgen Monate nachwirken. MRT, Forschung und Kryotechnik würden ebenfalls unter Versorgungspriorisierung leiden. In den Bereichen Schweißen und Lecksuche wäre der Effekt unkritischer. Am stärksten träfe eine lange Sperrung also Chips, Medizintechnik und andere Kryoindustrien.
Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker
Helium wird vor allem in der Halbleiterindustrie, in der Medizintechnik und in industriellen Spezialanwendungen gebraucht. In der Chipfertigung ist es ein kritisches Prozessgas, weil es chemisch inert ist und Wärme sehr gut ableitet. Es hilft bei präziser Temperaturführung und bei speziellen Waferprozessen. In der Medizintechnik kühlt es supraleitende Magnete in MRT-Systemen. Daneben wird es für Schweißen, Lecksuche, Laboranwendungen und andere Kryoprozesse eingesetzt. Für kryogene Anwendungen gibt es praktisch keinen gleichwertigen Ersatz. Beim Schweißen ist die Austauschbarkeit höher.
Bleibt die Straße von Hormus länger geschlossen, steigen zuerst Preise und Zuschläge. Danach drohen möglicherweise Zuteilungsquoten. Für die Halbleiterindustrie wäre das am kritischsten. Lagerbestände und Recycling können den Mangel nur kurz abpuffern. Laut C&EN wird eine Störung von mehr als zwei Wochen schnell zu einem Problem, dessen Folgen Monate nachwirken. MRT, Forschung und Kryotechnik würden ebenfalls unter Versorgungspriorisierung leiden. In den Bereichen Schweißen und Lecksuche wäre der Effekt unkritischer. Am stärksten träfe eine lange Sperrung also Chips, Medizintechnik und andere Kryoindustrien.
Oliver Kantimm, Redaktion Bernecker
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