DJ Aktien Schweiz fester - Steigender Ölpreis belastet nicht
DOW JONES--Die positive Tendenz am schweizerischen Aktienmarkt hat sich auch am Dienstag fortgesetzt. Weiterhin stand der Krieg im Nahen Osten im Fokus. Ein offenbar erfolgreicher Drohnenangriff des Irans auf ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat nur kurzzeitig belastet, offenbar halten sich die Schäden in Grenzen. Auch die wieder steigenden Ölpreise stellte keinen Belastungsfaktor dar, zumal diese von ihren Tageshochs etwas zurückkamen. Teilnehmer sprachen auch von einem Gewöhnungseffekt. Öl der Sorte Brent legte nach dem Rückgang zu Wochenbeginn um 1,7 Prozent zu auf 101,86 Dollar je Barrel.
An den Börsen überwiegt aber weiterhin die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges. Sichtbar ist das laut QC Partners am Ölmarkt. "Der Future der Öl-Sorte Brent befindet sich weiterhin in einer ausgedehnten Backwardation. Für kurzfristig lieferbares Öl müssen aktuell 103 Dollar pro Barrel gezahlt werden. Bei einer Lieferung im September sind es 87 Dollar. Das zeigt, dass die Börsen weiterhin eine schnelle Beruhigung des Ölmarktes einpreisen", so Vermögensverwalter Thomas Altmann.
Der SMI verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 12.962 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursgewinner und 4 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 19,43 (zuvor: 19,86) Millionen Aktien.
Zudem herrschte vor dem Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch Zurückhaltung. Eine Zinsänderung wird nicht erwartet. Zuletzt wurden allerdings Zinssenkungshoffnungen immer mehr ausgepreist angesichts der Gefahr einer wieder anziehenden Inflation vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Energiepreise. Laut LSEG-Daten wird derzeit nur noch eine Zinssenkung um 25 Basispunkte eingepreist, und diese erst zum Jahresende. Vor dem Krieg hatten die Märkte für 2026 noch mit zwei Senkungen gerechnet. Die US-Notenbank gerät damit in ein Dilemma, denn auf schwache Konjunkturdaten müsste sie eigentlich mit einer lockeren Geldpolitik reagieren. Der Fokus dürfte vor allem auf dem Ausblick liegen und auf Aussagen der Notenbanker dazu, wie stark sie die Gefahr eines Inflationsanstiegs bewerten.
Bei den Einzelwerten ging es für die Schindler-Aktie um 0,1 Prozent nach unten. Der finnische Aufzugshersteller Kone führt nach Informationen von Bloomberg mit den Eigentümern des Wettbewerbers TK Elevator Gespräche über dessen Übernahme. Die Eigentümer von TK Elevator, die Private-Equity-Gesellschaften Advent und Cinven, strebten bei einer Transaktion eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro einschließlich Schulden an. Parallel dazu arbeiteten Advent und Cinven an einem Börsengang für TK Elevator. Beide hatten das Unternehmen im Jahr 2020 für 17,2 Milliarden Euro vom Industriekonzern Thyssenkrupp übernommen.
Gesucht waren erneut die Versicherungswerte. Hier gewannen Swiss Life weitere 1,8 Prozent und Zurich Insurance legten um 1,6 Prozent zu. Auch die Holcim-Aktie baute ihre Aufschläge vom Wochenbeginn weiter aus und verbesserte sich um 1,5 Prozent. Die Index-Schwergewichte Roche, Nestle und Novartis legten dagegen lediglich um bis zu 0,5 Prozent zu.
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