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MÄRKTE EUROPA/Börsen setzen Erholung fort

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen setzen Erholung fort

DOW JONES--Europas Börsen haben ihre Erholungsbewegung am Dienstag fortgesetzt. Ein offenbar erfolgreicher Drohnenangriff des Irans auf ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten belastete nur kurz, offenbar hielten sich die Schäden in Grenzen, der Ölpreis reagierte nur kurzfristig stärker. Ein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten ist derzeit nicht in Sicht, dem Iran gelingt es vielmehr, kritische Energieinfrastruktur im Persischen Golf anzugreifen. US-Präsident Donald Trump hat derweil das geplante Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi Jinping kurzfristig wegen des Krieges abgesagt, das eigentlich in zwei Wochen hätte stattfinden sollen.

An den Börsen überwiegt aber weiterhin die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges. Sichtbar ist das laut QC Partners am Ölmarkt. "Der Future der Öl-Sorte Brent befindet sich weiterhin in einer ausgedehnten Backwardation. Für kurzfristig lieferbares Öl müssen aktuell 103 Dollar pro Barrel gezahlt werden. Bei einer Lieferung im September sind es 87 Dollar. Das zeigt, dass die Börsen weiterhin eine schnelle Beruhigung des Ölmarktes preisen", so Vermögensverwalter Thomas Altmann. Auch am Aktienmarkt scheinen Akteure mit einem raschen Ende zu rechnen. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen. Das zeigen die niedrigen Handelsumsätze, die zum gestrigen Wochenstart erneut deutlich unter den historischen Mittelwerten lagen."

Praktisch keine Reaktion zeigten die Börsen auf den Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen. Diese sind im März auf minus 0,5 von plus 58,3 im Vormonat regelrecht eingestürzt. Die Erwartung lag bei einer Lesung von 38,5 Punkten. Die Konjunkturlage verbesserte sich leicht auf minus 62,9 von minus 65,9. Die ausbleibende Marktreaktion dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Anleger auf eine rasche Erholung der Erwartungskomponente setzen, sobald der Irankrieg beendet ist.

Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 23.731 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,5 Prozent zu. Am Devisenmarkt stieg der Euro auf rund 1,1530 Dollar, ein Zeichen der Entspannung. An den Anleihemärkten kamen die Renditen etwas zurück. Der Goldpreis notierte knapp behauptet bei rund 5.000 Dollar die Feinunze.

Zunehmend rücken die Zentralbanken in den Fokus. Die australische Notenbank hat am Morgen den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über ihre Geldpolitik. In allen Fällen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher der jeweilige geldpolitische Ausblick. Wie es in den kommenden Monaten weiter geht, dürfte in entscheidendem Maße von der Dauer des Irankriegs und der damit verbundenen Inflationsentwicklung abhängen.

Für die Sartorius-Aktie ging es nach Veröffentlichung neuer Mittelfristziele 7,9 Prozent nach oben. Wie JP Morgan anmerkte, impliziert das angestrebte Umsatzwachstum bis 2030 Erlöse von 5,387 Milliarden Euro, was 1 Prozent unter der Marktschätzung liege, sowie ein EBITDA von 1,767 Milliarden Euro, was 4 Prozent unter der Erwartung liege. Allerdings hatte sich die Aktie zuletzt schwach entwickelt.

Fraport hat nach Einschätzung von JP Morgan starke Viertquartalszahlen vorgelegt. Das EBITDA liege knapp 4 Prozent über den Konsensschätzungen. Der EBITDA-Ausblick von 1,5 Milliarden Euro für 2026 impliziere eine Aufwärtsrevision bei den Marktschätzungen um etwa 2 Prozent. Positiv hoben die Analysten den freien Cashflow von 24,4 Millionen Euro für das zu Ende gegangene Jahr hervor. Die Prognose enthalte allerdings keinerlei größere Auswirkungen durch den Krieg im Nahen Osten. Fraport gewannen 5,9 Prozent.

Springer Nature machten nach ordentlichen Geschäftszahlen einen Sprung um 12,8 Prozent nach oben. Der Zahlenausweis ist zum Teil etwas besser als erwartet ausgefallen. Der Umsatz in der Sparte Research hat sich einen Tick besser als geschätzt entwickelt. Besser war auch der freie Cashflow von 298 Millionen Euro, die Erwartung von Morgan Stanley hatte bei nur 289 Millionen Euro gelegen. Der Medienkonzern erwartet für dieses Jahr weiteres Umsatzwachstum und eine Margenausweitung. Dieser optimistische Ausblick stehe im Zusammenhang mit den Chancen, die die KI biete, so JP Morgan.

Thyssenkrupp gewannen 5,5 Prozent. Der finnische Aufzugshersteller Kone (+2,1%) führt nach Informationen von Bloomberg mit den Eigentümern des Düsseldorfer Wettbewerbers TK Elevator Gespräche über dessen Übernahme. Die Eigentümer von TK Elevator, die Private-Equity-Gesellschaften Advent und Cinven, strebten bei einer Transaktion eine Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro einschließlich Schulden an. Parallel dazu arbeiteten Advent und Cinven an einem Börsengang für TK Elevator. Beide hatten das Unternehmen im Jahr 2020 für 17,2 Milliarden Euro vom finanzschwachen Industriekonzern Thyssenkrupp übernommen. Der hält allerdings noch eine Minderheitsbeteiligung an TK Elevator.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.769       0,53         -0,90 
Stoxx-50       5.024       0,55          1,60 
Stoxx-600        602       0,67          1,06 
DAX         23.731       0,71         -3,78 
FTSE-100 London   10.318       0,83          3,89 
CAC-40 Paris     7.936       0,49         -2,62 
AEX Amsterdam     1.008       0,50          5,94 
ATHEX-20 Athen    5.424       0,21          1,36 
BEL-20 Brüssel    5.129       0,74          1,00 
BUX Budapest    120.788       1,45          8,79 
OMXH-25 Helsinki   6.043       0,86          5,96 
OMXC-20 Kopenhagen  1.415       0,52         -12,00 
PSI 20 Lissabon    9.130       0,50         10,48 
IBEX-35 Madrid    17.089       0,93         -1,26 
FTSE-MIB Mailand   44.348       1,22         -1,33 
OBX Oslo       1.917       0,38         19,96 
PX Prag        2.529       2,15         -5,85 
OMXS-30 Stockholm   3.028       -0,14          5,02 
WIG-20 Warschau   123.591       2,20          3,15 
ATX Wien       5.298       0,85         -0,52 
SMI Zürich      12.882       0,62         -2,90 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:04 
EUR/USD     1,1529  +0,2  0,0026     1,1503   1,1491 
EUR/JPY     183,24  +0,2  0,2900     182,95  182,9800 
EUR/CHF     0,9048  -0,1  -0,0012     0,9060   0,9061 
EUR/GBP     0,8635  0,0  0,0000     0,8635   0,8632 
USD/JPY     158,91  -0,1  -0,1500     159,06  159,2300 
GBP/USD     1,3349  +0,3  0,0033     1,3316   1,3307 
USD/CNY     6,8863  -0,1  -0,0092     6,8955   6,8955 
USD/CNH     6,8826  -0,1  -0,0043     6,8869   6,8926 
AUS/USD     0,7105  +0,5  0,0036     0,7069   0,7055 
Bitcoin/USD 74.304,16  +0,1   68,30    74.235,86 73.309,72 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    95,35  +2,0   1,85      93,5 
Brent/ICE    102,22  +2,0   2,01     100,21 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     5.004,66  -0,0   -0,59    5.005,25 
Silber      79,66  -1,4   -1,10      80,77 
Platin    2.134,10  +0,9   19,89    2.114,21 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

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March 17, 2026 13:09 ET (17:09 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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