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Mittwoch, 18.03.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Geopolitik treibt Kurse: Wird dieses "unsichtbare" Metall zum nächsten Milliarden-Play?
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA I

Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank wird voraussichtlich mehrheitlich für eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus stimmen. Analysten gehen davon aus, dass die Zielspanne bei 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben wird. Auf der einen Seite zeigen sich am US-Arbeitsmarkt inzwischen klarere Abkühlungstendenzen; auf der anderen Seite erweist sich die Inflation als hartnäckig, um der von US-Präsident Donald Trump geforderten Zinssenkung einfach nachzukommen. Das makroökonomische Umfeld für die Fed - Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu gewährleisten - hat sich angesichts des Krieges gegen den Iran zuletzt spürbar eingetrübt. Der jüngste Energiepreisschock dürfte zwar nicht ausreichen, um Zinserhöhungen wieder auf die Agenda zu setzen, er zwingt die Notenbanker jedoch an die Seitenlinie. Neben den reinen Rohölpreisen blicken Analysten besorgt auf mögliche Zweitrundeneffekte durch Störungen auf den Schifffahrtswegen, die die Kosten für Düngemittel, Chemikalien und andere Industriegüter in die Höhe treiben könnten. Erschwerend kommt hinzu, dass das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß PCE sich der 3-Prozentmarke näherte - weit entfernt vom Fed-Zielwert von 2 Prozent.

TAGESTHEMA II

Thyssenkrupp Nucera hat die Umsatz- und EBIT-Prognose für den Konzern und das Segment Grüner Wasserstoff für das Geschäftsjahr 2025/26 aufgrund höherer Projektkosten gesenkt. Es wird im Segment Grüner Wasserstoff nunmehr mit einem EBIT zwischen -125 und -90 Millionen Euro gerechnet. Zuvor war das Unternehmen von einem EBIT zwischen -80 und -55 Millionen Euro ausgegangen. Das EBIT für den Konzern wird auf -80 bis -30 Millionen Euro angepasst. Zuvor war der Konzern von einem EBIT zwischen -30 Millionen Euro und null ausgegangen. Auf Konzernebene reduziert sich die Umsatzprognose auf 450 bis 550 Millionen Euro nach zuvor 500 bis 600 Millionen Euro. Grund für die Anpassung waren höher als erwartet ausgefallene Aufwendungen für spezifische Optimierungsmaßnahmen an bereits ausgelieferten Modulen der ersten Elektrolyseur-Anlagen sowie die Vertragsauflösung bei einer 20-MW-Pilotanlage. Daraus ergibt sich ein technischer, negativer Umsatzeffekt in niedriger zweistelliger Millionen-Euro-Höhe, der im zweiten Quartal 2025/26 gebucht wird. Dies führt voraussichtlich dazu, dass das Segment Grüner Wasserstoff im zweiten Quartal 2025/26 einen Umsatz rund um 0 ausweist. Die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2025/26 reduziert sich in der Folge auf 120 bis 170 Millionen Euro. Zuvor war Thyssenkrupp Nucera von Erlösen von 150 bis 220 Millionen Euro ausgegangen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 DE/Hellofresh SE, ausführliches Jahresergebnis (08:30 Analystenkonferenz)

07:45 IT/Eni SpA, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht

08:00 AT/Verbund AG, Jahresergebnis

09:00 IT/Unicredit SpA, CEO Orcel spricht bei Morgan Stanley European Financials Conference

Im Laufe des Tages:

DE/Munich Re, Geschäftsbericht

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

All for One Steeb    1,20 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- EU 
  11:00 Verbraucherpreise Februar 
     Eurozone 
     PROGNOSE:    +0,7% gg Vm/+1,9% gg Vj 
     Vorabschätzung: +0,7% gg Vm/+1,9% gg Vj 
     zuvor:     -0,6% gg Vm/+1,7% gg Vj 
     Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
     PROGNOSE:    +0,8% gg Vm/+2,4% gg Vj 
     Vorabschätzung: +0,8% gg Vm/+2,4% gg Vj 
     zuvor:     -1,1% gg Vm/+2,2% gg Vj 
- US 
  13:30 Erzeugerpreise Februar 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  +0,5% gg Vm 
     Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  +0,8% gg Vm 
 
  15:00 Auftragseingang Industrie Januar 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
     zuvor:  -0,7% gg Vm 
 
  15:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen 
     Energy Information Administration (EIA) Vorwoche 
 
  19:00 Fed, Ergebnis der FOMC-Sitzung (19:30 PK Powell) 
     Fed-Funds-Zielsatz 
     PROGNOSE: 3,50% bis 3,75% 
     zuvor:  3,50% bis 3,75% 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        23.917,00  +0,8 
E-Mini-Future S&P-500   6.761,50  +0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100 24.988,00  +0,8 
Topix (Tokio)       3.716,73  +2,5 
Hang-Seng (Hongk.)    26.050,88  +0,7 
Shanghai-Comp.       4.047,71  -0,1 
 
Dienstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        23.730,92  +0,7 
DAX-Future    23.691,00  +0,5 
XDAX       23.687,97  -0,2 
MDAX       29.481,75  +1,8 
TecDAX       3.599,19  +1,1 
SDAX       16.917,52  +0,9 
Euro-Stoxx-50   5.769,25  +0,5 
Stoxx-50      5.024,06  +0,6 
Dow-Jones     46.993,26  +0,1 
S&P-500      6.716,09  +0,3 
Nasdaq Composite 22.479,53  +0,5 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel starten. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, Washington sei noch nicht bereit, den Krieg im Iran zu beenden, man werde sich aber "in der nahen Zukunft" zurückziehen. Derweil nehmen die innerparteilichen Widerstände gegen den Krieg im Nahen Osten in den USA zu. Der Ölpreis scheint sich zunehmend um 100 Dollar einzupendeln - ein Niveau, mit dem die Märkte zumindest aktuell offenbar gut leben können. Eine Unterstützung für die Börsen macht CMC auch in dem Großen Verfall am Freitag aus. Der DAX präsentiere sich wegen der immer noch hohen Absicherungsniveaus der Investoren weiter stabil. Höhepunkt des Tages ist die geldpolitische Entscheidung der Fed - diese erfolgt allerdings nach Börsenschluss in Europa.

Rückblick: Etwas fester - Die Börsen haben ihre Erholungsbewegung fortgesetzt. Ein neuerlicher Anstieg der Ölpreise belastete nicht nachhaltig, zumal diese von ihren Tageshochs etwas zurückkamen. Praktisch keine Reaktion zeigten die Börsen auch auf den unerwartet drastischen Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen. An den Börsen überwiege weiterhin die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Irankrieges, wie es hieß. Zunehmend rückten aber die Zentralbanken in den Fokus. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über ihre Geldpolitik. In allen Fällen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher der jeweilige geldpolitische Ausblick. Wie es in den kommenden Monaten weiter geht, dürfte in entscheidendem Maße von der Dauer des Irankriegs und der damit verbundenen Inflationsentwicklung abhängen.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Freundlich - Angeführt wurde der DAX von eher defensiven Titeln wie Eon (+3,2%). Gefragt waren ferner Hannover Rück (+4%) und Munich Re (+2,5%). Merck KGaA verzeichneten ein Plus von 2,5 Prozent. Sartorius gewannen am Kapitalmarkttag 7,9 Prozent. Die ausgegebenen Mittelfristziele kamen gut an, wie Analysten anmerkten. Der Aktie dürfte auch zugutegekommen sein, dass sie zuletzt einen schwachen Lauf gehabt hatte. Fraport (+5,9%) hatte im vergangenen Jahr bei einer soliden Geschäftsentwicklung weniger verdient. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Fraport einen weiteren Anstieg des operativen Ergebnisses. Die Aktie legte um 5,9 Prozent zu. Nach überzeugenden Geschäftszahlen verteuerten sich Springer Nature um 12,8 Prozent. Thyssenkrupp gewannen 5,5 Prozent. Der finnische Aufzugshersteller Kone (+2,1%) führt laut Berichten mit den Eigentümern des Wettbewerbers TK Elevator, an dem Thyssenkrupp eine Minderheitsbeteiligung hält, Gespräche über dessen Übernahme.

XETRA-NACHBÖRSE

Thyssenkrupp Nucera verloren bei Lang & Schwarz 7 Prozent - belastet von der gesenkten Prognose.

USA - AKTIEN

Etwas fester - Die Erholung an der Wall Street hat sich mit moderatem Tempo fortgesetzt. Die Indizes gaben einen Großteil ihrer Gewinne im Verlauf wieder ab. Grund waren die erneut deutlicher gestiegenen Ölpreise. Auch zeichnet sich weiterhin kein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten ab. Dem Iran gelingt es vielmehr, kritische Energie-Infrastruktur im Persischen Golf anzugreifen. Zudem herrschte Zurückhaltung vor der Bekanntgabe des Zinsentscheids der Fed am Mittwochabend. Für Uber ging es um 4,2 Prozent nach oben. Uber und Nvidia bauen ihre Partnerschaft im Bereich selbstfahrende Fahrzeuge aus. Delta Air Lines stiegen um 6,5 Prozent. Die Fluggesellschaft bekräftigte ihre Gewinnprognose und hob ihre Umsatzprognose an. Nebius verloren 10,4 Prozent. Grund waren Pläne, durch eine Privatplatzierung von Wandelanleihen 3,75 Milliarden US-Dollar zu erlösen, um den KI-Ausbau weiter voranzutreiben. Mastercard (-0.3%) kauft das Stablecoin-Startup BVNK für bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar.

USA - ANLEIHEN

Die Renditen gaben erneut nach. Am Vortag hatten sie die jüngste Aufwärtstendenz beendet und waren deutlicher gesunken. Die Zehnjahresrendite fiel um 2,0 Basispunkte auf 4,20 Prozent.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 18, 2026 02:34 ET (06:34 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
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Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

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