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MÄRKTE ASIEN/Gewinne auf breiter Front - Seoul im Hausse-Modus

DJ MÄRKTE ASIEN/Gewinne auf breiter Front - Seoul im Hausse-Modus

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--An den Aktienmärkte in Ostasien ist es am Mittwoch auf breiter Front aufwärts gegangen, nachdem die zwischenzeitlich etwas zurückgehangenen chinesischen Börsen im Späthandel noch etwas zulegten. Klare Tagessieger waren Japan und Südkorea, wobei in Seoul Hausse-Stimmung herrschte. Der stark technologielastige Kospi machte einen Satz um 5 Prozent nach oben. Der breite Topix-500 in Tokio legte um 2,5 Prozent zu. In Singapur, Indonesien und Malaysia verbesserten sich die Leitindizes um bis zu 1,4 Prozent. In Hongkong lag der HSI im Späthandel 0,8 Prozent im Plus, der Shanghai-Composite schloss 0,3 Prozent höher. Im australischen Sydney folgte man mit einem moderaten Plus von 0,3 Prozent mehr der Vorgabe der Wall Street.

Dort, wo es nach oben geht, dürften die sinkenden Ölpreise unterstützend gewirkt haben. Brent-Öl kostete zuletzt gut 101 Dollar je Fass, entsprechend einem Minus von 2,1 Prozent. Im Handel wurde über eine eher technische Gegenbewegung spekuliert nach dem vorangegangenen Anstieg, schließlich setze der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten fort. An andere Stelle wurde auf Meldungen verwiesen, wonach Iran mit Irak Gespräche führe, irakische Tanker durch die weitgehend abgeriegelte Straße von Hormus fahren zu lassen.

Zur guten Stimmung für Aktien aus dem Technologiesegment dürften Meldungen beigetragen haben, wonach Nvidia die Produktion ihrer H200-Prozessoren für den Verkauf in China wieder aufgenommen hat. Wie Reuters berichtet, hat Nvidia von Peking die Genehmigung erhalten, ihre zweitstärksten KI-Chips nach China zu verkaufen.

In Seoul machten die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix Kurssprünge von 7,5 bzw. 8,9 Prozent. Samsung Electronics prüft laut einem Bericht von Bloomberg eine Umstellung auf mehrjährige Verträge für Speicherchips und entfernt sich damit von den derzeitig kurzfristigeren Vereinbarungen, um die Versorgung angesichts wachsender Engpässe zu stabilisieren. In Tokio gewannen die Halbleiteraktien Advantest und Renesas 6,7 bzw. 4,0 Prozent. Der Kurs des Technologieinvestors Softbank verteuerte sich um 5,8 Prozent.

Weiter gesucht waren Autoaktien, nachdem einige Autohersteller jüngst Kooperationen mit Nvidia eingegangen waren zur Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge. In Seoul legten Hyundai um 4,4 und Kia um 4,7 Prozent zu, in Tokio Isuzu und Nissan 1,2 bzw. 1,5 Prozent. In Hongkong ging es für Geely dagegen um 2,9 Prozent nach unten, nachdem der Autohersteller mit seinem Gewinn 2025 die Erwartungen verfehlt hatte. Im Sog gaben BYD um 1,7 Prozent nach.

Unter weiteren Einzelwerten zogen in Tokio Nippon Steel um 2,5 Prozent an. Das Unternehmen hat sich Kreditlinien zur Übernahme von US Steel gesichert. In Sydney schlossen die Aktien der Rohstoffriesen BHP 0,7 Prozent und Rio Tinto 0,8 Prozent fester. Die Nachricht, dass bei BHP der derzeitige Chef des Nordamerikageschäfts im Juli den Posten des CEO übernehmen wird, sorgte für keinen besonderen Impuls.

Im Fokus an den Märkten stand nun neben dem Fortgang des Kriegs im Nahen Osten, und dabei vor allem die Entwicklung des Ölpreises, der Zinsentscheid der US-Notenbank am Abend (MEZ). Eine Zinsänderung wurde nicht erwartet. Spannend wird, wie sich die Notenbanker zu den Gefahren einer steigenden Inflation und Konjunkturschwäche als Folge der gestiegenen Ölpreise und Lieferkettenprobleme durch den Krieg im Nahen Osten auslassen werden. Zinssenkungshoffnungen waren zuletzt immer weiter nach hinten verschoben worden. Längst werden nicht mehr zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr erwartet, sondern, wenn überhaupt, nur noch eine. Die Frage sei, inwieweit die Fed dies angesichts des Energiepreisschocks bestätigte, so das Team von InTouch Capital Markets.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.640,60  +0,3    -0,8      06:00 
Topix 500 (Tokio)     2.898,75  +2,5    9,0      07:00 
Kospi (Seoul)       5.925,03  +5,0    40,6      07:30 
Hang-Seng (Hongkong)   26.072,21  +0,8    1,7      09:00 
Shanghai-Composite     4.062,98  +0,3    2,4      08:00 
Straits-Times (Singapur)  4.998,72  +1,3    7,6      10:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.106,84  +1,2   -17,8      09:00 
KLCI (Malaysia)      1.726,78  +0,9    2,8      09:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Di, 12:00 % YTD 
EUR/USD           1,1544  +0,1   1,1538     1,1505  -1,7 
EUR/JPY           183,28  -0,1   183,46     183,07  -0,4 
EUR/GBP           0,8634  -0,1   0,8638     0,8634  -0,9 
USD/JPY           158,74  -0,2   158,98     159,11  1,3 
USD/KRW          1.484,89  -0,2  1.487,61    1.491,25  3,1 
USD/CNY           6,8729  -0,2   6,8863     6,8863  -1,7 
USD/CNH           6,8742  -0,1   6,8807     6,8906  -1,5 
USD/HKD           7,8377  +0,0   7,8361     7,8365  0,7 
AUD/USD           0,7117  +0,2   0,7102     0,7084  6,7 
NZD/USD           0,5864  +0,1   0,5857     0,5836  1,9 
BTC/USD          73.926,35  -0,8 74.554,85    73.751,21 -15,7 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           93,49  -2,8   -2,72      96,21 
Brent/ICE          101,64  -1,7   -1,78     103,42 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            5.011,69  +0,1    7,31    5.004,38 
Silber            80,10  +1,0    0,81      79,29 
Platin           2.117,16  -0,3   -7,28    2.124,44 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 18, 2026 03:17 ET (07:17 GMT)

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