Derzeit bestätigen sich in der aktuellen Dynamik leider viele Einschätzungen, die wir hier in der Vergangenheit bereits angesprochen hatten. Egal, ob sie den POTUS betreffen, die Problematik eines fragmentierten Europas oder die inflationstreibende Wirkung der Rohstoffentwicklung. Die Eskalation im Nahen Osten hat uns nicht überholt, sondern leider bestätigt.
Kanadas Premier Mark Carney erntete vor dem WEF in Davos Applaus, als er sagte, die alte regelbasierte Weltordnung sei tot. Wir erinnern uns noch, wie viele kritische Fragen wir bekamen, als wir die Psychologie des POTUS mit Batman verglichen haben. Ob man so etwas Despektierliches als Bank schreiben müsse. Nun ja. Genug des Eigenlobs. Es bringt uns nämlich auch nichts.
Im Zusammenhang mit den Rohstoffpreisen titelte die Ausgabe 2/2026 des "Substanz Investors": "Kampf um Rohstoffe - entfesselte Geopolitik". Im Editorial schreibt der Autor:
"Insbesondere die Neuordnung der Welt durch die Supermächte USA und China sowie deren Bestrebungen hinsichtlich der 'Super-KI' lassen zunehmend Moral und alte Seilschaften zerbrechen. Aufgrund des unglaublichen Rohstoffhungers des neuen Technologiezeitalters treten nun auch die Staaten in den Kampf um günstige Energie und strategische Metalle ein. Es zählt nur noch Besitz und schnelle Verfügbarkeit. Europa hat diesen Kampf bereits verloren."
Nun haben wir aktuell nicht nur Öl im Salat, sondern auch den Salat mit dem Öl. Die jeweils tagesaktuelle Entwicklung können wir hier nicht kommentieren, aber seriöse Quellen wie "The Pioneer" gehen davon aus, dass uns das Thema Iran noch länger beschäftigen wird. Und glauben Sie bitte nicht, dass uns der Release irgendwelcher Reserven wie die 400 Millionen Barrel der IEA kurzfristig helfen wird. Das sind eher Beruhigungspillen.
Die US-Reserven liegen rund um den Golf von Mexiko, die europäischen sind verteilt zwischen Nordsee und Mittelmeer. Allein um dieses Öl zu transportieren, braucht es reichlich Tankerkapazität. Genau die fehlt aber, weil Tanker in der Golfregion festhängen ...
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