Bonn (ots) -
CARE warnt vor Gewalt und massiven Gesundheitsrisiken für Frauen und Mädchen in der Konfliktregion
Der humanitäre Bedarf im Nahen Osten wächst täglich. In der gesamten Region leben mehr als 161 Millionen Frauen und Mädchen, die nun der Gefahr von Gewalt, Ausbeutung und unzureichender medizinischer Versorgung ausgesetzt sind, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE. Besonders dramatisch ist die Situation für Schwangere. "Vertriebene Frauen bringen in Schulen, Autos und überfüllten Notunterkünften Kinder zur Welt - ohne Privatsphäre, ohne sauberes Wasser und ohne medizinische Betreuung. Diese Bedingungen gefährden ihr Leben und nehmen ihnen ihre Würde", sagt Nour Beydoun, Regional Advisor on Women, Girls and Protection in Emergencies bei CARE. Allein im Irak, Libanon, in Jordanien, den palästinensischen Gebieten und in Syrien - Länder und Regionen, in denen CARE tätig ist - sind über 1,6 Millionen schwangere Frauen betroffen. Basierend auf UN-Bevölkerungsdaten hat CARE diese Zahl anhand standardisierter demografischer Schätzwerte zu Schwangerschaftsraten berechnet.
Aus dem Libanon berichtet Nour Kassab, Gender and Protection Coordinator bei CARE: "Ich habe eine Frau gesehen, die gerade per Kaiserschnitt entbunden hatte und mit ihrem vier Tage alten Baby auf dem Bürgersteig lag. Sie sagte uns, dass sie noch immer Schmerzen hat und ihre Operationswunden nicht richtig versorgen kann. Eine Mutter zu sehen, die versucht, ihr Neugeborenes zu schützen, während sie auf der Straße lebt, ist herzzerreißend."
CARE fordert alle Konfliktparteien und Akteure, die Einfluss nehmen können, dazu auf, alle diplomatischen Mittel für eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen, einen dauerhaften Waffenstillstand und eine gerechte und umfassende Konfliktlösung einzusetzen. Niemand darf daran gehindert werden, Schutz zu suchen - auch nicht über Grenzen hinweg. Zivilpersonen, zivile Infrastruktur sowie humanitäre Helfer:innen müssen geschützt werden. Ein vollständiger und ungehinderter humanitärer Zugang muss gewährleistet sein.
CARE und lokale Partnerorganisationen weiten ihre Nothilfe und vorbereitenden Maßnahmen in der gesamten Region aus. Familien werden mit Wasser, Mahlzeiten, Hygieneartikeln, Bargeldhilfen und Schutzmaßnahmen in Notunterkünften unterstützt.
CARE wurde 1945 gegründet, um Armut und Hunger in Europa mit über 100 Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in über 100 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und stellt insbesondere Frauen und Mädchen ins Zentrum seiner Arbeit.
Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland e.V.
Corinna Henrich
Telefon: +49 (0) 228 975 63 - 46
Mobil: +49 (0) 1511 11 48 475
E-Mail: henrich@care.de
Original-Content von: CARE Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6745/6237970
CARE warnt vor Gewalt und massiven Gesundheitsrisiken für Frauen und Mädchen in der Konfliktregion
Der humanitäre Bedarf im Nahen Osten wächst täglich. In der gesamten Region leben mehr als 161 Millionen Frauen und Mädchen, die nun der Gefahr von Gewalt, Ausbeutung und unzureichender medizinischer Versorgung ausgesetzt sind, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE. Besonders dramatisch ist die Situation für Schwangere. "Vertriebene Frauen bringen in Schulen, Autos und überfüllten Notunterkünften Kinder zur Welt - ohne Privatsphäre, ohne sauberes Wasser und ohne medizinische Betreuung. Diese Bedingungen gefährden ihr Leben und nehmen ihnen ihre Würde", sagt Nour Beydoun, Regional Advisor on Women, Girls and Protection in Emergencies bei CARE. Allein im Irak, Libanon, in Jordanien, den palästinensischen Gebieten und in Syrien - Länder und Regionen, in denen CARE tätig ist - sind über 1,6 Millionen schwangere Frauen betroffen. Basierend auf UN-Bevölkerungsdaten hat CARE diese Zahl anhand standardisierter demografischer Schätzwerte zu Schwangerschaftsraten berechnet.
Aus dem Libanon berichtet Nour Kassab, Gender and Protection Coordinator bei CARE: "Ich habe eine Frau gesehen, die gerade per Kaiserschnitt entbunden hatte und mit ihrem vier Tage alten Baby auf dem Bürgersteig lag. Sie sagte uns, dass sie noch immer Schmerzen hat und ihre Operationswunden nicht richtig versorgen kann. Eine Mutter zu sehen, die versucht, ihr Neugeborenes zu schützen, während sie auf der Straße lebt, ist herzzerreißend."
CARE fordert alle Konfliktparteien und Akteure, die Einfluss nehmen können, dazu auf, alle diplomatischen Mittel für eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen, einen dauerhaften Waffenstillstand und eine gerechte und umfassende Konfliktlösung einzusetzen. Niemand darf daran gehindert werden, Schutz zu suchen - auch nicht über Grenzen hinweg. Zivilpersonen, zivile Infrastruktur sowie humanitäre Helfer:innen müssen geschützt werden. Ein vollständiger und ungehinderter humanitärer Zugang muss gewährleistet sein.
CARE und lokale Partnerorganisationen weiten ihre Nothilfe und vorbereitenden Maßnahmen in der gesamten Region aus. Familien werden mit Wasser, Mahlzeiten, Hygieneartikeln, Bargeldhilfen und Schutzmaßnahmen in Notunterkünften unterstützt.
CARE wurde 1945 gegründet, um Armut und Hunger in Europa mit über 100 Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in über 100 Ländern mit überwiegend einheimischen Kräften für die Überwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und stellt insbesondere Frauen und Mädchen ins Zentrum seiner Arbeit.
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