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MÄRKTE EUROPA/Börsen mit Ölpreisstabilisierung freundlich - Nucera knicken ein

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen mit Ölpreisstabilisierung freundlich - Nucera knicken ein

DOW JONES--Die europäischen Börsen gehen mit Aufschlägen in die Sitzung am Mittwoch. Stützend wirken leicht nachgebende Erdölpreise. Der Ölpreis für die europäische Sorte Brent pendelt sich um die Marke von 100 Dollar ein - ein Niveau, mit dem die Märkte zumindest aktuell offenbar gut leben können. Nach Einschätzung von QC Partners preisen die Börsen ein Entspannungsszenario ein: "Mehrere Schiffe konnten die Straße von Hormus passieren. Das nährt die Hoffnung, dass die Auswirkungen auf die Energiemärkte zurückgehen werden", urteilt Vermögensverwalter Thomas Altmann. Zudem werde an alternativen Exportrouten gearbeitet.

Weil viele Akteure davon ausgingen, dass der Druck auf den Iran auch zu einer Entspannung in der Straße von Hormus führen werde, verliere der Krieg etwas an Brisanz - zumindest für die täglichen Bewegungen an den Börsen, heißt es an anderer Stelle. US-Präsident Donald Trump hat zwar erklärt, Washington sei noch nicht bereit, den Krieg im Iran zu beenden. Man werde sich aber "in der nahen Zukunft" zurückziehen.

Der DAX steigt im frühen Geschäft um 0,5 Prozent auf 23.844 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,6 Prozent auf 5.806 Zähler. Am Devisenmarkt präsentiert sich der Euro wenig verändert bei 1,1523 Dollar. An den Anleihemärkten geben die Renditen leicht nach.

Höhepunkt des Tages ist der Ausgang der US-Notenbanksitzung am Abend. Ökonomen gehen davon aus, dass die Zinszielspanne bei 3,50 bis 3,75 Prozent bestätigt wird. Die Notenbank gerät zunehmend in ein Dilemma: Auf der einen Seite zeigen sich am US-Arbeitsmarkt zwar klarere Abkühlungstendenzen, auf der anderen Seite ist die Inflation hartnäckig hoch und dürfte vom Ölpreisschock noch weiter nach oben getrieben werden.

Unter den Einzelaktien stürzen Thyssenkrupp Nucera um 8,2 Prozent ab. Der Konzern hat die Prognosen für Umsatz und operatives Ergebnis gesenkt. Unabhängig davon führe ein Auftrag in Spanien dazu, dass das Unternehmen die Prognose für den Auftragseingang zur Mitte der Spanne um 12 Prozent angehoben habe, merken die Citi-Analysten an.

Der von Continental ausgegliederte Autozulieferer Aumovio hat trotz rückläufiger Erlöse vergangenes Jahr den operativen Gewinn deutlich gesteigert. Der Kurs legt um 2,3 Prozent zu. Die Geschäftszahlen bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. Positiv hebt JP Morgan aber den bereinigten freien Cashflow hervor.

TAG Immobilien ziehen um knapp 3 Prozent an - der Immobilienkonzern hat im vergangenen Jahr von höheren Mieteinnahmen profitiert und sowohl die eigenen Ziele als auch die Markterwartungen übertroffen.

Bei Hellofresh kommt der Ausblick im Rahmen der finalen Geschäftszahlen nicht gut an - der Kurs saust um 6,6 Prozent nach unten. Der Kochboxenversender rechnet auch für 2026 mit Umsatzrückgängen sowie anders als im Vorjahr mit einem sinkenden operativem Gewinn.

In London geben Unilever um 0,9 Prozent nach. Das Unternehmen erwägt laut einem Bloomberg-Bericht, sich von seinem Geschäft mit Lebensmitteln zu trennen. In Wien sacken Verbund um 3,8 Prozent ab. Bei dem österreichischen Versorger ist der Gewinn 2025 um ein Fünftel geschrumpft.

Commerzbank sehr fest nach Orcel-Aussagen

Unicredit verteuern sich um 1,7 Prozent, Commerzbank legen um 3,6 Prozent zu. Nach dem jüngsten Tauschangebot an die Commerzbank-Aktionäre hat sich Unicredit-CEO Orcel zu Wort gemeldet und versucht offenbar eine Annäherung angesichts des Widerstands der Commerzbank-Führung aber auch der Politik in Deutschland. Laut Orcel soll sich nichts an der Beteiligung um etwa 30 Prozent ändern, zugleich solle man in einen Dialog treten. Er schließt zugleich aber auch nicht aus, bei einer deutlichen Kontrollmehrheit eine Fusion mit der Commerzbank zu erwägen.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.805,90  +0,6   36,65    5.769,25    16,8 
Stoxx-50    5.033,86  +0,2    9,80    5.024,06    11,9 
DAX      23.843,78  +0,5   112,86    23.730,92    19,9 
MDAX      29.798,73  +1,1   316,98    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.605,26  +0,2    6,07    3.091,28    4,8 
SDAX      17.051,92  +0,8   134,40    13.062,07    22,4 
CAC       8.019,53  +0,6   45,04    7.974,49    10,0 
SMI      12.925,82  -0,3   -36,59    12.962,41    11,4 
ATX       5.402,91  +1,1   59,56    5.343,35    38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 
EUR/USD      1,1523  -0,1  -0,0015     1,1538   1,1524 
EUR/JPY      183,18  -0,2  -0,2800     183,46  183,2600 
EUR/CHF      0,9068  +0,2   0,0015     0,9053   0,9052 
EUR/GBP      0,8633  -0,1  -0,0005     0,8638   0,8638 
USD/JPY      158,96  -0,0  -0,0200     158,98  159,0000 
GBP/USD      1,3344  -0,1  -0,0010     1,3354   1,3339 
USD/CNY      6,8758  -0,2  -0,0105     6,8863   6,8863 
USD/CNH      6,8768  -0,1  -0,0039     6,8807   6,8840 
AUS/USD      0,7102  0,0   0,0000     0,7102   0,7099 
Bitcoin/USD  74.006,88  -0,7  -547,97    74.554,85 73.998,38 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     94,39  -1,9   -1,82      96,21 
Brent/ICE     102,38  -1,0   -1,04     103,42 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.990,56  -0,3   -13,82    5.004,38 
Silber       79,35  +0,1    0,06      79,29 
Platin     2.080,25  -2,1   -44,19    2.124,44 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/gos

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March 18, 2026 05:05 ET (09:05 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.

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