DJ EU-Kommission stellt einheitliches Regelwerk für Firmengründungen vor
Von Hans Bentzien
Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für ein einheitliches Regelwerk für die Gründung von Unternehmen in der EU gemacht. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagt, soll "EU Inc." die Gründung eines Unternehmens innerhalb von 48 Stunden an jedem Ort in der EU ermöglichen. "Dies geschieht vollständig digitalisiert, für weniger als 100 Euro und ohne Mindeststammkapital", sagte sie laut veröffentlichtem Redetext.
Nach Aussage Von der Leyens müssen Unternehmen den Behörden ihre Daten nur ein einziges Mal zur Verfügung stellen. Sie sollen dann automatisch zwischen den zuständigen Verwaltungen ausgetauscht werden. "Dies reicht von Unternehmensregistern bis hin zu Steuer- und Sozialversicherungsbehörden und vielem mehr. Diese Informationen werden in einem neuen EU-Unternehmensregister für EU-Inc.-Unternehmen gespeichert und leicht zugänglich sein", sagte sie.
EU-Inc.-Unternehmen werden Von der Leyen zufolge in einem vollständig digitalen Umfeld agieren. Von der Registrierung bis zu Aktionärsversammlungen, von der Dokumentenspeicherung bis zu Kapitalmaßnahmen werde alles von der European Business Wallet unterstützt. "Unternehmen werden in der Lage sein, ihre Dokumente zu verwalten und mit anderen Unternehmen und Verwaltungen in allen 27 Mitgliedstaaten vollständig digital zu kommunizieren" versprach die Kommissionspräsidentin.
Digitalisiert werden demnach auch Insolvenzverfahren, wobei es für Start-ups ein beschleunigtes Insolvenzverfahren geben soll.
Von der Leyen sagte weiter: "Der Vorschlag zu EU Inc. wird in jeder Hinsicht die bestehenden Sozialstandards und das Arbeitsrecht respektieren. Dies schließt das Recht der Arbeitnehmer auf Mitbestimmung in den Aufsichtsräten der Unternehmen ein." Dieser Vorschlag enthalte starke Schutzmechanismen, sie sicherzustellten, dass diese Regeln angewendet würden.
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March 18, 2026 08:36 ET (12:36 GMT)
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