Original-Research: Österreichische Post AG - von Montega AG
Einstufung von Montega AG zu Österreichische Post AG
Solides Ergebnis im Nachwahljahr - Fokus auf Transformation und Dividendenkontinuität Die Österreichische Post hat heute ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2025 vorgelegt und dabei die vorläufigen Zahlen punktgenau bestätigt. In einem von makroökonomischem Gegenwind und hohen Vorjahres-Basiseffekten geprägten Umfeld unterstreicht der Konzern seine operative Resilienz. Mit den berichteten Ergebnissen wurden sowohl die Markterwartungen als auch unsere Montega-Prognosen im Wesentlichen getroffen, womit der Konzern seine Rolle als zuverlässiger Dividendenzahler weiter festigen kann. [Tabelle] Operative Resilienz trotz Basiseffekten und Währungsgegenwind: Der Konzernumsatz sank im Geschäftsjahr 2025 zwar nominal um 2,6% auf 3.043,3 Mio. EUR, bereinigt um massive Vorjahres-Sondereffekte aus dem Wahljahr 2024 (ca. 40 Mio. EUR) sowie signifikante Währungseffekte der Türkischen Lira (ca. 80 Mio. EUR) zeigt sich das operative Kerngeschäft jedoch stabil bis leicht wachsend. Diese Transformationsphase spiegelt sich deutlich in der Segmentanalyse wider: Während das Segment Brief & Werbepost primär aufgrund der fortschreitenden E-Substitution und fehlender Wahlvolumina einen Umsatzrückgang von 6,8% auf 1.155,2 Mio. EUR (EBIT: 129,7 Mio. EUR) hinnehmen musste, konnte das Segment Paket & Logistik trotz des intensiven Wettbewerbsdrucks in CEE/SEE und negativer Währungseffekte in der Türkei ein leichtes Umsatzplus von 0,4% auf 1.719,9 Mio. EUR (EBIT: 81,5 Mio. EUR) erzielen, getragen durch ein gesundes organisches Wachstum im Kernmarkt Österreich. Ein entscheidender positiver Trigger ist der gefestigte operative Turnaround im Segment Filiale & Bank, das trotz des rückläufigen Zinsumfelds mit einem EBIT von 6,9 Mio. EUR den Sprung aus der Verlustzone schaffte und damit die strukturellen Rückgänge im Briefbereich wirksam flankiert. Dividende auf Vorjahresniveau: Trotz des leichten EBIT-Rückgangs auf 196,9 Mio. EUR (-5,0% yoy) schlägt der Vorstand eine stabile Dividende von 1,83 EUR pro Aktie vor. Dies entspricht aktuell einer attraktiven Dividendenrendite von ca. 5,6% und unterstreicht die Cashflow-Stärke des Konzerns (Free Cashflow 2025: +10,3% yoy auf 280,1 Mio. EUR gesteigert). Ausblick 2026: Das Management erwartet für 2026 einen leichten Umsatzanstieg bei stabilem operativem Ergebnis, mit einem klar zweigeteilten Jahresverlauf. Nach einem verhaltenen Start im ersten Quartal (EBIT ca. -10 Mio. EUR yoy) sollte sich die Ergebnisdynamik im weiteren Jahresverlauf sukzessive beschleunigen. Die Schwäche in Q1 ist primär auf ein temporäres Ergebnis-Gap im Telekommunikationsgeschäft zurückzuführen: Im Zuge der Vorbereitung der Eigenmarke 'YELLLOW" (Launch April 2026) ist die A1-Vertriebskooperation ausgelaufen, wodurch Provisionserlöse von rund 5 Mio. EUR im ersten Quartal entfallen. Zusätzlich dürften regulatorische Änderungen in der Türkei (Abschaffung der Zollfreigrenzen per 06.02.2026) das Volumen grenzüberschreitender E-Commerce-Sendungen - insbesondere von Anbietern wie Temu und Shein - temporär belasten. Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine deutliche Ergebnisverbesserung. Wesentliche Impulse sollten von der 70%-Beteiligung an der bulgarischen euShipments.com ausgehen, die einen EBIT-Beitrag im hohen einstelligen Millionenbereich liefern dürfte. Unterstützend wirken zudem geplante Tarifanpassungen im österreichischen Kernmarkt, mit moderaten Preiserhöhungen im Brief- und Paketsegment zur Kompensation anhaltender Kostensteigerungen. In Kombination mit ersten Ergebnisbeiträgen von 'YELLLOW" sowie einer erwarteten Stabilisierung der Volumina in der Türkei erscheint ein EBIT auf stabilem bis leicht über dem Niveau von 2025 erreichbar. Fazit: Die Österreichische Post bestätigt ihre operative Resilienz in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Die strategische Weiterentwicklung hin zu einem integrierten Logistik- und Servicedienstleister schreitet voran, mit dem Turnaround der bank99 und der Expansion im internationalen E-Commerce als zentrale Werttreiber. Die solide Cashflow-Generierung unterstreicht den defensiven Charakter der Aktie und sichert eine attraktive Dividendenrendite. Kurzfristige Kursschwäche im Zuge des verhaltenen Jahresstarts sehen wir als opportunistische Einstiegsgelegenheit. Mit einsetzender Ergebnisdynamik im zweiten Halbjahr sollte sich die fundamentale Stärke wieder stärker im Kurs widerspiegeln. Wir behalten unsere 'Kaufen"-Empfehlung bei und erhöhen das Kursziel auf 38,00 EUR. +++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++ Über Montega: Die Montega AG ist eine innovative Investment-Banking-Boutique mit klarem Fokus auf den Mittelstand und agiert als Plattformanbieter für den Austausch zwischen börsennotierten Unternehmen und institutionellen Investoren. Montega erstellt hochwertiges Equity Research, veranstaltet vielfältige Kapitalmarktevents im In- und Ausland und bietet eine umfassende Unterstützung bei Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen. Die Mission: Emittenten und Investoren zusammenbringen und für Transparenz im Börsenumfeld sorgen. Dabei konzentriert sich Montega auf jene Marktteilnehmer, deren Sprache die Mittelstandsexperten am besten beherrschen: Small- und MidCaps auf der einen sowie Vermögensverwalter, Family Offices und Investment-Boutiquen mit einem Anlagefokus im Nebenwertebereich auf der anderen Seite. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: Factsheet Kontakt für Rückfragen: Montega AG - Equity Research Tel.: +49 (0)40 41111 37-80 Web: www.montega.de E-Mail: info@montega.de LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/montega-ag Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. | ||||||||||||||||||||
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