Köln (ots) -
Zum Start der Leipziger Buchmesse hat Sebastian Guggolz, Vorsteher vom Börsenverein des deutschen Buchhandels, seine Kritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erneuert.
Im WDR-Interview warf Guggolz dem Kulturstaatsminister vor, den Meinungskorridor auf der linken Seite zu beschneiden - indem er seine Vorwürfe gegen die drei Buchhandlungen, die er vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen hat, nicht konkretisiert:
"Dass er die drei Buchhandlungen, die er aussortiert hat, permanent immer noch als linksextrem, als Verfassungsfeinde bezeichnet, obwohl dafür überhaupt gar keine Faktenlage gegeben ist, das ist eindeutig - zumindest auf der sprachlichen Ebene - ein Kampf gegen Links. Ich glaube ihm, dass er auch nach Rechts die Augen offen hat - das hat man im Zusammenhang mit dem Verlagspreis letztes Jahr gesehen - das nehme ich ihm ab. Aber was aktuell passiert, ist ganz eindeutig, dass er links die Räume kleiner macht und die Tabus größer."
Der Vorsteher des Börsenvereins kritisierte auch, dass Weimer offenkundig kein Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung habe:
"Wenn man da keine Fakten auf den Tisch legt, damit auch ein Diskurs stattfinden kann, sondern das alles im Nebulösen hält, dann ist das ein sehr alarmierendes Signal für den Kulturkampf, weil Verunsicherung gesät wird, weil so ein Stachel reingesät wird, weil andere verunsichert sind und denken: "Könnte man bei mir auch was finden?" Das ist wirklich hoch bedenklich."
Guggolz warf dem Kulturstaatsminister zudem vor, auch den Börsenverein zu diskreditieren.
"Herr Weimer ist garantiert noch nie in einer dieser drei Buchhandlungen gewesen - die sind nämlich auch Börsenvereins-Mitglieder. Das heißt: Wenn er jetzt von Verfassungsfeinden spricht, dann greift er auch den Börsenverein an, weil er uns als Organisation der Verfassungsfeinde diskreditiert."
Alle Zitate sind ab sofort frei zur Verwendung. Das ganze Interview hören Sie am Donnerstag um 7.35 Uhr im WDR5-Morgenecho. Es ist anschließend auch auf wdr5.de abrufbar.
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/179961/6238601
Zum Start der Leipziger Buchmesse hat Sebastian Guggolz, Vorsteher vom Börsenverein des deutschen Buchhandels, seine Kritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erneuert.
Im WDR-Interview warf Guggolz dem Kulturstaatsminister vor, den Meinungskorridor auf der linken Seite zu beschneiden - indem er seine Vorwürfe gegen die drei Buchhandlungen, die er vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen hat, nicht konkretisiert:
"Dass er die drei Buchhandlungen, die er aussortiert hat, permanent immer noch als linksextrem, als Verfassungsfeinde bezeichnet, obwohl dafür überhaupt gar keine Faktenlage gegeben ist, das ist eindeutig - zumindest auf der sprachlichen Ebene - ein Kampf gegen Links. Ich glaube ihm, dass er auch nach Rechts die Augen offen hat - das hat man im Zusammenhang mit dem Verlagspreis letztes Jahr gesehen - das nehme ich ihm ab. Aber was aktuell passiert, ist ganz eindeutig, dass er links die Räume kleiner macht und die Tabus größer."
Der Vorsteher des Börsenvereins kritisierte auch, dass Weimer offenkundig kein Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung habe:
"Wenn man da keine Fakten auf den Tisch legt, damit auch ein Diskurs stattfinden kann, sondern das alles im Nebulösen hält, dann ist das ein sehr alarmierendes Signal für den Kulturkampf, weil Verunsicherung gesät wird, weil so ein Stachel reingesät wird, weil andere verunsichert sind und denken: "Könnte man bei mir auch was finden?" Das ist wirklich hoch bedenklich."
Guggolz warf dem Kulturstaatsminister zudem vor, auch den Börsenverein zu diskreditieren.
"Herr Weimer ist garantiert noch nie in einer dieser drei Buchhandlungen gewesen - die sind nämlich auch Börsenvereins-Mitglieder. Das heißt: Wenn er jetzt von Verfassungsfeinden spricht, dann greift er auch den Börsenverein an, weil er uns als Organisation der Verfassungsfeinde diskreditiert."
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