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MÄRKTE ASIEN/Sehr schwach - Ölpreise und unsichere Notenbanken sorgen für Gegenwind

DJ MÄRKTE ASIEN/Sehr schwach - Ölpreise und unsichere Notenbanken sorgen für Gegenwind

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Deutlich nach unten ist es am Donnerstag an den ostasiatischen Aktienmärkten. Gegenwind kam von zwei Seiten: Zum einen sorgten die Aussagen der US-Notenbank (Fed) vom Vorabend für Verunsicherung, worauf die Wall Street bereits mit Verlusten reagiert hatte. Zum anderen stiegen die Ölpreise wieder kräftig und schürten Inflations- und damit Wachstumssorgen.

In Tokio fiel der Topix-500 um 2,9 Prozent, in Seoul gab der Kospi nach seiner Vortageshausse um 2,7 Prozent nach. In Schanghai ging es für das Marktbarometer um 1,4 Prozent abwärts, in Hongkong (Späthandel) um 2,0 Prozent. Sydney schloss 1,7 Prozent im Minus.

Die Kernbotschaft der US-Notenbank war Unsicherheit. Sie ließ erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert und veröffentlichte Zinsprojektionen, die - ebenfalls wie weitgehend schon erwartet - auf nur noch eine Zinssenkung in diesem Jahr hindeuten. In der begleitenden Erklärung räumte die Fed allerdings "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Und Fed-Chef Powell sagte, die Auswirkungen seien ungewiss. "Die höheren Energiepreise werden die Inflation antreiben, aber es ist noch zu früh, das Ausmaß abzuschätzen..... Wir wissen es einfach nicht, wie sich der Ölschock auswirken wird".

Derweil ließ auch die japanische Notenbank wie erwartet die Zinsen unverändert, betonte aber ebenfalls die zunehmende Unsicherheit der Auswirkungen des Krieges auf die Inflation. Anders als die US-Notenbank befindet sich die japanische Zentralbank allerdings in einem Zinserhöhungszyklus, weshalb für April mehrheitlich mit einer Zinserhöhung gerechnet wird.

Der Yen fiel im Zuge der allgemeinen Dollarstärke wieder deutlicher zurück Richtung 160 je Dollar. Das schürte zusätzlich Inflationsgefahren, weil es Importe verteuert und Japan stark von Energieimporten abhängig ist. Angesichts der Yen-Schwäche gab es eine erneute, zunächst aber wenig erfolgreiche verbale Interventionen des Finanzministeriums zugunsten des Yen. Zuletzt kostete der Dollar 159,56 Yen.

Fortgesetzte gegenseitige Angriffe im Iran-Krieg auf Energieanlagen treiben derweil die Ölpreise wieder stark nach oben. Nordseeöl der Sorte Brent verteuert um 6 Prozent auf fast 114 Dollar. Damit nähert sich der Preis wieder dem Höchstniveau seit Ausbruch des Krieges, als in der Spitze Preise von rund 120 Dollar aufgerufen wurden.

Am japanischen Aktienmarkt rangierten Aktien aus dem Sektor Basismetalle ganz am Ende mit einem Minus von 4,6 Prozent. Stark verkauft werden auch Versorgeraktien (-4,1%) und Industrietitel (-3,9%). In Hongkong knickte der Subindex der Basismetallaktien sogar um 7,3 Prozent ein. Der Index Technologie verlor 3,4 Prozent. Für Aktien aus dem Energiesektor ging es dagegen um 2,3 Prozent nach oben mit den hohen Energiepreisen. CNOOC machten einen Satz um 5,9 Prozent.

Im australischen Sydney stiegen die Kurse der beiden australischen Ölraffinerien auf die höchsten Stände seit über einem Jahr. Viva Energy schossen um über 15 Prozent nach oben, Ampol gewannen 4,6 Prozent.

Unter weiteren Einzelwerten rutschte in Hongkong der Kurs des Technologieschwergewichts Tencent um 6,5 Prozent ab, obwohl das Unternehmen 2025 ein zweistelliges Gewinn- und Umsatzprozentwachstum beibehielt und das Jahr 2025 mit einem starken Ergebnis abschloss. Auf die Stimmung drückte laut Marktbeobachtern neben der allgemeinen Marktschwäche aber, dass Tencent vor einer Phase höherer Investitionen in KI steht. Das Unternehmen will die KI-Investitionen mehr als verdoppeln.

In Seoul verloren die Kurse der beiden Highflyer Samsung Electronics und SK Hynix jeweils rund Prozent.

INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.497,80  -1,7    -2,5      06:00 
Topix 500 (Tokio)     2.814,97  -2,9    5,8      07:00 
Kospi (Seoul)       5.763,22  -2,7    36,8      07:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.501,23  -2,0    -0,5      09:00 
Shanghai-Composite     4.006,55  -1,4    1,0      08:00 
Straits-Times (Singapur)  4.967,09  -0,7    6,9      10:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.106,84  +1,2   -17,8      09:00 
KLCI (Malaysia)      1.732,05  +0,1    3,1      09:00 
 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Mi, 08:10 % YTD 
EUR/USD           1,1463  +0,1   1,1450     1,1541  -2,4 
EUR/JPY           182,83  -0,2   183,10     183,27  -0,6 
EUR/GBP           0,8643  +0,1   0,8637     0,8634  -0,8 
USD/JPY           159,46  -0,3   159,86     158,73  1,8 
USD/KRW          1.502,00  -0,4  1.508,15    1.484,21  4,3 
USD/CNY           6,8997  +0,4   6,8726     6,8731  -1,3 
USD/CNH           6,9021  +0,0   6,9007     6,8734  -1,1 
USD/HKD           7,8363  -0,0   7,8377     7,8379  0,7 
AUD/USD           0,7036  +0,2   0,7022     0,7115  5,5 
NZD/USD           0,5813  +0,3   0,5794     0,5862  1,0 
BTC/USD          70.150,21  -1,5 71.236,87    73.913,49 -20,0 
 
 
ROHOEL           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           97,63  +1,4    1,31      96,32 
Brent/ICE          113,67  +5,9    6,29     107,38 
 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.782,01  -0,7   -35,62    4.817,63 
Silber            72,58  -3,7   -2,78      75,36 
Platin           1.976,40  -2,3   -46,70    2.023,10 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 19, 2026 03:27 ET (07:27 GMT)

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Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
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