DJ SENTIMENT/Krieg und Krise werden zur Gewohnheit
DOW JONES--DAX-Anleger werden etwas vorsichtiger. Wie der jüngsten Sentimenterhebung der Deutschen Börse zu entnehmen ist, ist der Bullenanteil unter Institutionellen Anlegern um 4 Punkte auf 54 Prozent gefallen, bleibt damit aber absolut betrachtet auf hohem Niveau. Bei den Privatanlegern fiel dieser Anteil um 6 Punkte auf 53 Prozent. 29 Prozent (+4) der Profis sind Bären und 28 Prozent (+2) der Privaten. Damit sind 17 Prozent der Profianleger neutral gestimmt und 19 Prozent (+4) der Privatanleger.
Mit steigender Risikoaversion und sinkendem Appetit internationaler Investoren auf europäische Aktien sei die Marktstimmung hiesiger Anleger ebenfalls etwas schlechter geworden, erläutert Sentiment-Analyst Joachim Goldberg. Dennoch seien Krieg und Krise zur Gewohnheit geworden. Anleger hätten sich an die fragile Situation gewöhnt. Goldberg sieht die Mehrheit der Long-Positionen im Minus und rechnet ab 24.450 und 24.500 DAX-Punkten mit Verkäufen. Nach unten erwartet er ab 23.200/250 Stützungskäufe.
Wesentlich zurückhaltender geht es bei den US-Privatanlegern zu. Hier sind laut der jüngsten wöchentlichen Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII) 30,4 Prozent bullisch gestimmt nach zuvor 31,9 Prozent. Als Bären identifizieren sich 52 Prozent der Anleger nach 46,4 Prozent in der Vorwoche. Damit sind 17,6 Prozent neutral gestimmt nach zuvor 21,7 Prozent.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
March 19, 2026 06:00 ET (10:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
