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MÄRKTE USA/Ölpreisanstieg belastet Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Ölpreisanstieg belastet Wall Street

DOW JONES--Die weiter steigenden Ölpreise belasten am Donnerstag die Wall Street - wenngleich die Abgaben nicht sehr deutlich ausfallen. Der weiter eskalierende Krieg im Nahen Osten treibt den Preis für ein Barrel der Sorte Brent um 4,1 Prozent nach oben auf 111,82 Dollar. Es gab neuerliche Angriffe auf die Infrastruktur der Ölindustrie. Nachdem Israel am Vortag das Gasfeld, South Pars, attackiert hat, hat der Iran nun die weltgrößte LNG-Anlage, Ras Laffan, in Katar angegriffen und soll dabei erhebliche Schäden verursacht haben. Sowohl der Iran als auch die USA drohten mit weiteren Angriffen auf die Öl- und Gasinfrastruktur der Region.

"Der Iran-Krieg ist in eine neue Phase eingetreten, wobei die jüngsten Nachrichten von einer erheblichen Eskalation der Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur am Persischen Golf zeugen - eine Phase, die uns in gefährlicheres Terrain führt, das die Krise der globalen Energieversorgung zu verschärfen droht", so David Rosenberg von Rosenberg Research. Die US-Sorte WTI steigt nur um 3,5 Prozent. Am Vortag hatte die staatliche Energy Information Administration einen Anstieg der US-Rohölvorräte gemeldet.

Der Dow-Jones-Index verliert am Mittag (Ortszeit) 1,0 Prozent auf 45.783 Punkte. Für den S&P-500 geht es 0,7 Prozent abwärts und der Nasdaq-Composite büßt 0,9 Prozent ein.

Neben dem Ölpreis wirken auch die Aussagen der US-Notenbank nach. Die Federal Reserve hatte am Mittwoch die Zinsen wie erwartet unverändert belassen. US-Notenbankpräsident Jerome Powell sagte, dass Zinssenkungen vom Tisch seien, bis sich die Inflation abkühle.

Der Dollar, der am Vortag in Reaktion auf den Fed-Entscheid aufgewertet hatte, kommt leicht zurück, nachdem sowohl Bank of England (BoE) als auch Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau belassen haben. Die BoE signalisierte Bereitschaft zu Zinserhöhungen, die EZB sieht kurzfristig deutlichen Einfluss auf die Inflation durch den Nahostkrieg. Pfund und Euro in der Folge jeweils auf. Der Dollar wird jedoch auf der anderen Seite gestützt durch seinen Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten und die Aussicht auf länger auf hohem Niveau verharrenden US-Zinsen. Der Dollar-Index verliert 0,3 Prozent.

Am US-Anleihemarkt steigen die Renditen leicht. Die Zehnjahresrendite zieht um 2,0 Basispunkte auf 427 Prozent an.

Gold wird dagegen erneut verkauft; die Feinunze ermäßigt sich um 4,7 Prozent auf 4.593 Dollar. Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten treiben die Ölpreise, was die Aussichten auf eine kurzfristige Zinssenkung durch die US-Notenbank verschlechtert. "Die Zinssenkungen der Fed wurden weiter in die Zukunft verschoben", kommentiert BullionVault-Analyst Adrian Ash. "Mechanisch gesehen wäre das schlecht für Gold."

Unter den Konjunkturdaten des Tages sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend, während Volkswirte mit einem kleinen Anstieg gerechnet hatten. Der Philadelphia-Fed-Index stieg im März auf 18,1 von 16,3 Punkten im Februar. Hier war ein Rückgang auf 8,4 prognostiziert worden. Die Neubauverkäufe gingen im Januar wesentlich stärker zurück als prognostiziert. Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im März dagegen aufgehellt, während Ökonomen eine Eintrübung erwartet hatten.

Unter den Einzelwerten verbilligen sich Micron um 5,3 Prozent. Der Chiphersteller hatte mit seinem Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen des Markts übertroffen und den Ausblick angehoben. Damit habe das Unternehmen die Messlatte für das nächste Quartal höher gelegt, kommentiert Jake Behan von Direxion. Beobachter verweisen auch auf die geplanten höheren Investitionen, mit denen das Unternehmen seine Produktion steigern will.

Im Sog der fallenden Edelmetallpreise geraten auch Branchenaktien unter Druck. Freeport-McMoRan, Newmont und Royal Gold verlieren bis zu 9,1 Prozent.

Der US-Einzelhandelskonzern Walmart stimmt einem Vergleich in Höhe von 100 Millionen US-Dollar zu und legt damit die Vorwürfe der Federal Trade Commission (FTC) und 11 Bundesstaaten bei. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, Lieferfahrern um Einkommen in insgesamt zweistelliger Millionenhöhe gebracht zu haben, indem es sie über die erzielbare Grundvergütung, Bonuszahlungen und Trinkgelder getäuscht haben soll. Die Aktie verliert 1,6 Prozent.

Die in den USA gelisteten Aktien von Alibaba fallen um 7,1 Prozent. Der chinesische E-Commerce-Gigant hatte einen Gewinnrückgang gemeldet und dies mit dem harten Wettbewerb im Essensliefergeschäft begründet.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      45.783,19  -1,0  -441,96    46.225,15 
S&P-500     6.575,54  -0,7   -49,16    6.624,70 
NASDAQ Comp  21.955,81  -0,9  -196,61    22.152,42 
NASDAQ 100   24.207,25  -0,9  -217,84    24.425,09 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,86 +0,12    3,96      3,78 
5 Jahre       3,92 +0,06    3,99      3,88 
10 Jahre      4,27 +0,02    4,33      4,26 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:20 
EUR/USD      1,1507  +0,5   0,0057     1,1450   1,1514 
EUR/JPY      182,31  -0,4  -0,7900      183,1  183,6300 
EUR/CHF      0,9115  +0,4   0,0032     0,9083   0,9083 
EUR/GBP      0,8618  -0,2  -0,0019     0,8637   0,8637 
USD/JPY      158,41  -0,9  -1,4500     159,86  159,4600 
GBP/USD      1,335  +0,7   0,0096     1,3254   1,3330 
USD/CNY      6,8998  +0,4   0,0272     6,8726   6,8726 
USD/CNH      6,9001  -0,0  -0,0006     6,9007   6,8861 
AUS/USD      0,7035  +0,2   0,0013     0,7022   0,7080 
Bitcoin/USD  69.377,24  -2,6 -1.859,63    71.236,87 71.275,20 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     99,71  +3,5    3,39      96,32 
Brent/ICE     111,82  +4,1    4,44     107,38 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.593,19  -4,7  -224,44    4.817,63 
Silber       69,92  -7,2   -5,44      75,36 
Platin     1.941,47  -4,0   -81,63    2.023,10 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/cbr

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March 19, 2026 12:04 ET (16:04 GMT)

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