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MÄRKTE USA/Wall Street etwas leichter - Ölpreise geben Gewinne wieder ab

DJ MÄRKTE USA/Wall Street etwas leichter - Ölpreise geben Gewinne wieder ab

DOW JONES--Die Ölpreise haben am Donnerstag die Richtung an der Wall Street vorgegeben. Der weiter eskalierende Krieg im Nahen Osten und die anhaltenden Angriffe auf Energie-Infrastruktur hatten den Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zunächst bis auf knapp 119 Dollar nach oben getrieben. Doch mit Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent gaben die Ölpreise ihre Gewinne wieder ab und drehten leicht ins Minus. Bessent hatte erklärt, die USA könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See aufheben und mehr Öl aus ihren strategischen Reserven freigeben, um die Preise zu dämpfen.

Der Preis für Brent fiel um 0,5 Prozent auf 106,83 Dollar, WTI gab um 1,5 Prozent nach. Am Vortag hatte die staatliche Energy Information Administration einen Anstieg der US-Rohölvorräte gemeldet.

Mit den nachgebenden Ölpreisen erholten sich die Indizes an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index verlor 0,4 Prozent auf 46.021 Punkte, nach einem Tagestief bei 45.734 Punkten. S&P-500 und Nasdaq-Composite reduzierten sich um jeweils 0,3 Prozent. An der Nyse wurden 1.188 (Mittwoch: 555) Kursgewinner und 1.583 (2.208) -verlierer gezählt. Unverändert gingen 49 (68) Titel aus dem Handel.

"Der Iran-Krieg ist in eine neue Phase eingetreten, wobei die jüngsten Nachrichten von einer erheblichen Eskalation der Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur am Persischen Golf zeugen - eine Phase, die uns in gefährlicheres Terrain führt, das die Krise der globalen Energieversorgung zu verschärfen droht", so David Rosenberg von Rosenberg Research. Die US-Sorte WTI fiel dagegen um x,x Prozent.

Daneben wirkten auch die Aussagen der US-Notenbank nach. Die Federal Reserve hatte am Mittwoch die Zinsen wie erwartet unverändert belassen. US-Notenbankpräsident Jerome Powell sagte, dass Zinssenkungen vom Tisch seien, bis sich die Inflation abkühle.

Der Dollar, der am Vortag in Reaktion auf den Fed-Entscheid aufgewertet hatte, kam unter Druck, nachdem sowohl Bank of England (BoE) als auch Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau belassen haben. Die BoE signalisierte Bereitschaft zu Zinserhöhungen, die EZB sieht kurzfristig deutlichen Einfluss auf die Inflation durch den Nahostkrieg. Pfund und Euro werteten in der Folge jeweils auf. Der Dollar-Index verlor 0,9 Prozent.

Am US-Anleihemarkt gaben die Renditen zwischenzeitliche leichte Gewinne wieder ab. Die Zehnjahresrendite notierte kaum verändert bei 4,26 Prozent.

Der Goldpreis stand erneut unter Druck; die Feinunze ermäßigte sich um 3,6 Prozent auf 4.645 Dollar. Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten treiben weiter die Ölpreise, was die Aussichten auf eine kurzfristige Zinssenkung durch die US-Notenbank verschlechtert. "Die Zinssenkungen der Fed wurden weiter in die Zukunft verschoben", so BullionVault-Analyst Adrian Ash. "Mechanisch gesehen wäre das schlecht für Gold."

Unter den Konjunkturdaten des Tages sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend, während Volkswirte mit einem kleinen Anstieg gerechnet hatten. Der Philadelphia-Fed-Index stieg im März auf 18,1 von 16,3 Punkten im Februar. Hier war ein Rückgang auf 8,4 prognostiziert worden. Die Neubauverkäufe gingen im Januar wesentlich stärker zurück als prognostiziert. Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im März dagegen aufgehellt, während Ökonomen eine Eintrübung erwartet hatten.

Bei den Einzelwerten verbilligten sich Micron um 3,8 Prozent. Der Chiphersteller hatte mit seinem Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen des Marktes übertroffen und den Ausblick angehoben. Damit habe das Unternehmen die Messlatte für das nächste Quartal höher gelegt, kommentierte Jake Behan von Direxion. Beobachter verwiesen jedoch auf die geplanten höheren Investitionen, mit denen das Unternehmen seine Produktion steigern will.

Im Sog der fallenden Edelmetallpreise gerieten auch Branchenaktien unter Druck. Freeport-McMoRan, Newmont und Royal Gold verloren bis zu 7,1 Prozent.

Der US-Einzelhandelskonzern Walmart stimmt einem Vergleich in Höhe von 100 Millionen US-Dollar zu und legt damit die Vorwürfe der Federal Trade Commission (FTC) und 11 Bundesstaaten bei. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, Lieferfahrern um Einkommen in insgesamt zweistelliger Millionenhöhe gebracht zu haben, indem es sie über die erzielbare Grundvergütung, Bonuszahlungen und Trinkgelder getäuscht haben soll. Die Aktie fiel um 0,7 Prozent.

Die in den USA gelisteten Aktien von Alibaba büßten 7,0 Prozent ein. Der chinesische E-Commerce-Gigant hatte einen Gewinnrückgang gemeldet und dies mit dem harten Wettbewerb im Essensliefergeschäft begründet.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     46.021,43  -0,4  -203,72    46.225,15 
S&P-500    6.606,49  -0,3  -18,21    6.624,70 
NASDAQ Comp 22.090,69  -0,3  -61,73    22.152,42 
NASDAQ 100  24.355,28  -0,3  -69,82    24.425,09 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,79 +0,05    3,96      3,76 
5 Jahre       3,89 +0,03    3,99      3,86 
10 Jahre      4,26 +0,00    4,33      4,24 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:20 
EUR/USD      1,1585  +1,2   0,0135     1,1450   1,1514 
EUR/JPY      182,65  -0,3  -0,4500      183,1  183,6300 
EUR/CHF      0,913  +0,5   0,0047     0,9083   0,9083 
EUR/GBP      0,8624  -0,2  -0,0013     0,8637   0,8637 
USD/JPY      157,64  -1,4  -2,2200     159,86  159,4600 
GBP/USD      1,343  +1,3   0,0176     1,3254   1,3330 
USD/CNY      6,8998  +0,4   0,0272     6,8726   6,8726 
USD/CNH      6,8809  -0,3  -0,0198     6,9007   6,8861 
AUS/USD      0,7084  +0,9   0,0062     0,7022   0,7080 
Bitcoin/USD  70.267,59  -1,4  -969,28    71.236,87 71.275,20 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     94,88  -1,5   -1,44      96,32 
Brent/ICE     106,83  -0,5   -0,55     107,38 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.644,52  -3,6  -173,11    4.817,63 
Silber       72,51  -3,8   -2,84      75,36 
Platin     1.964,20  -2,9   -58,90    2.023,10 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

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March 19, 2026 16:17 ET (20:17 GMT)

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