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Der Start des DAX heute war neben den Iran-Unsicherheiten auch von der gestrigen Fed-Sitzung geprägt. Die US-Notenbank hat erwartungsgemäß keinen Zinsschritt getätigt, aber auch den Wind weiter aus den Segeln genommen, dass bald eine Zinssenkung erfolgt. Es wird zwar ein Schritt für 2026 favorisiert (wir erinnern uns noch an 3 Schritte zum Jahresstart), jedoch in Abhängigkeit von der Inflation nur umgesetzt. Das Ergebnis wurde mit 11 zu 1 an Stimmen aus der Fed abgegeben und zeigte deren Unsicherheit, zwischen Ölpreisschock und nachgebendem Arbeitsmarkt, das Gefüge der Geldpolitik richtig zu lenken. Ähnliche Argumente dürfte heute auch die EZB vorlegen, welche ihre Entscheidung 14.15 Uhr verkündet und ab 14.45 Uhr in der Pressekonferenz untermauert.
Im Ergebnis schloss die Wall Street gestern am Tagestief und notiert per Indikation heute Morgen noch tiefer. Für den DAX bedeutete dies einen weiteren Rutsch, ein weiteres GAP, und nach dem beinahe Anlaufen der 24.000 am Vortag nun das Unterschreiten der 23.000 Punkte-Marke am Morgen. Für das Daytrading ist die Marke sehr spannend, da kleine Trades von unten zur Marke oder auch bei Überschreitung zurück in der Regel mehrfach am Tag gelingen können. Für den Verfallstag am Freitag ist die Marke dann wohl um 13.00 Uhr entscheidend, wenn Optionen und der DAX-Future Kontrakt abgerechnet werden.
Bei dieser hohen Volatilität sind aber auch weiterhin Unternehmensdaten an der Börse gefragt. Der Speicherchiphersteller Micron Technology zeigte am Vorabend seine Bilanz auf. Die Aktien stiegen auf Sicht eines Jahres um 173 Prozent und waren der Top-Performer im Nasdaq 100 des Vorjahres. Während Nvidia als wertvollster Chipkonzern der Welt seit mehreren Monaten im Aktienkurs eine Seitwärtsphase einleitete, konnte Micron also weiter steigen und erst gestern ein neues Allzeithoch markieren. Die große Frage ist nun am Markt, ob die starken Zahlen ab diesem Punkt heute abverkauft werden, im Sinne eines "Sell on News", damit den gesamten Sektor belasten und im Nasdaq weiteren Druck erzeugen, oder ob dies der Startpunkt für eine Erholung des Gesamtmarktes am Nachmittag ist. Immerhin wird häufig der Trend am Fed-Abend noch einmal am Folgetag einer Prüfung unterzogen oder kehrt sich sogar um.
Die DAX-Analyse brachte am Tief des Tages auch recht synchron noch einmal die Tiefs vom 9. März auf den Plan, welche zum Start des Irankriegs im Xetra-Zeitraster erzeugt wurden. Danach folgte erst einmal eine starke Erholung, was heute ähnlich passieren könnte. Nach etwa 1.000 Punkten Abverkauf binnen 20 Stunden sind zumindest viele Marktteilnehmern darauf aus, was an immer wieder schnellen Bewegungen über 23.000 Punkten zu sehen ist. Wäre da nicht der Verfallstermin noch...
Vom Gesamtkontext her appelliere ich daher zum strikten Riskomanagement in dieser Börsenphase und vertrete die Stellung, im Zweifel eine Trading-Idee nicht umzusetzen. Es kommen auch wieder ruhigere Zeiten am Markt und ein Einstieg über mehrere Tage ist vom Timing her nach schlechter Stimmung, welche wir im Fear and Greed Index noch einmal auswerteten, auch verzögert möglich.
Der Startpunkt der nächsten Traders Circle Session wird zur weiteren Sommerzeit an der Wall Street kurz vor der Eröffnung am Dienstag um 14.15 Uhr stattfinden.
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