FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor einer weiteren Eskalation des Iran-Krieges hat den deutschen Aktienmarkt am Ende einer ohnehin sehr schwachen Woche belastet. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass das US-Verteidigungsministerium drei Kriegsschiffe und Tausende weiterer Marines in den Nahen Osten entsendet. Die Nachricht trieb die Renditen am Anleihenmarkt in die Höhe, was entsprechend die Aktienkurse belastete. Denn hohe Marktrenditen machen festverzinsliche Anleihen im Vergleich zu Aktien attraktiver.
Der Leitindex Dax geriet nach einem durchwachsenen Handelsstart am Nachmittag deutlich unter Druck und verlor am Ende gut zwei Prozent auf 22.380,19 Punkte. Dies ist das Niveau von Ende April 2025. Die Kursschwankungen zum Wochenschluss brachten Händler auch mit dem sogenannten großen Verfallstag in Verbindung. An diesem Freitag liefen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus.
Auf Wochensicht hat der Dax damit 4,55 Prozent eingebüßt. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar beläuft sich das Dax-Minus auf mehr als 11 Prozent. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Entspannung des Nahostkonflikts bleibe brüchig und stehe weiterhin auf tönernen Füßen, schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor am Freitag 2,21 Prozent auf 27.796,28 Zähler./la/nas
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