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MÄRKTE EUROPA/Konjunktur- und Inflationssorgen drücken Börsen tief ins Minus

DJ MÄRKTE EUROPA/Konjunktur- und Inflationssorgen drücken Börsen tief ins Minus

DOW JONES--Europas Börsen haben sich am Freitag erneut mit deutlichen Verlusten aus dem Handel verabschiedet, auch wenn sich der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau zunächst mehr oder weniger stabilisierte. Um die Versorgung mit Öl zu sichern, erwägen die USA die Lockerung von Sanktionen gegen iranisches Öl, das sich schon in Tankschiffen auf See befindet. Und der israelische Ministerpräsident Netanyahu sagte, Israel werde auf Wunsch von US-Präsident Trump von weiteren Angriffen gegen eine iranische Gasanlage absehen. Das bevorstehende Wochenende und der ungewisse Fortgang des Kriegs im Nahen Osten dürften Anleger jedoch zum Rückzug aus Aktien veranlasst haben.

Mit einer baldigen Erholung der Märkte ist nach Meinung von Beobachtern nicht zu rechnen. "Angesichts der entstandenen Schäden und der wahrscheinlich längere Zeit erhöhten Energiepreise wird ein Kriegsende sicherlich nicht zu einer sofortigen Aufholung aller Kursverluste führen. Aber ein Ende der Kampfhandlungen würde den Markt wieder ruhiger und berechenbarer machen", kommentierte der Vermögensverwalter QC Partners.

Gegen eine rasche Erholung der Börsen sprechen auch die erhöhten Risiken für Inflation und Konjunktur. Die Inflation sieht die EZB im laufenden Jahr nun bei 2,6 statt 1,9 Prozent. Trotzdem rechnet die Notenbank im Basisszenario damit, dass sich die Lage auf der Inflationsseite 2027 wieder entspannen und in Richtung Zielmarke von zwei Prozent zurückgehen sollte. "Die Prognosen sind aber mit großer Unsicherheit behaftet, was die EZB auch betont. Auf einen klaren geldpolitischen Pfad legt sie sich deshalb nicht fest", so die DZ Bank. Der Markt rechne mit zwei weiteren Zinserhöhungen von jeweils 0,25 Prozent in diesem Jahr. "Entscheidend ist, wie lange der Krieg im Nahen Osten noch dauert. Zieht sich die militärische Auseinandersetzung in die Länge, dürfte die Inflation spürbar zurückkehren."

Der DAX verlor 2 Prozent auf 22.380 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 2,0 Prozent auf 5.501 Punkte nach unten. Am Devisenmarkt gab der Euro etwas nach auf etwa 1,1555 Dollar, am Anleihemarkt zogen die Renditen an. Gold setzte seine Talfahrt fort und verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 4.585 Dollar die Feinunze. Steigende Marktzinsen mindern die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls.

Der Verfall von Futures bzw. Optionen auf den Euro-Stoxx-50/Stoxx-50 ging weitgehend geräuschlos vonstatten. Allerdings dürften viele Anleger bereits in den vergangenen Tagen Positionen glatt gestellt haben. Im Handel hieß es dazu, dass das recht hohe Absicherungsniveau seit Ausbruch des Irankriegs eine Stütze für die Börsen dargestellt habe. Nun würden die Karten neu gemischt.

Versorgeraktien führten die Verlierer mit an; sie büßten im Schnitt 2,5 Prozent ein. Belastend wirkten die steigenden Marktzinsen. Versorger gelten als stabile Dividendenzahler und ihre Aktien als "anleiheähnlich". In Zeiten steigender Zinsen werden indessen Anleihen attraktiver. Im DAX verloren Eon 4,2 und RWE 2,7 Prozent. Enel verbilligten sich in Mailand um 3,2 Prozent und National Grid in London um 3,1 Prozent. Der ebenfalls zinssensible Immobiliensektor gab 2,2 Prozent ab.

Elmos Semiconductor gewannen gegen die negative Tendenz 8,6 Prozent. Das Unternehmen könnte nach Informationen von Reuters verkauft werden. Die Gründer prüften einen Ausstieg aus dem Unternehmen und hätten Morgan Stanley als Berater für den Verkaufsprozess engagiert, schrieb die Nachrichtenagentur und berief sich auf mehrere namentlich nicht genannte Quellen. Der deutsche Chipzulieferer für die Autoindustrie hat laut Reuters erste Gespräche mit potenziellen Käufern aufgenommen, darunter ein großer Halbleiterkonzern. Logische Kandidaten wären Infineon aus Deutschland und das US-Unternehmen Qualcomm. Infineon erhöhten sich um 1,5 Prozent, allerdings stützte hier vor allem eine Hochstufung auf "Overweight" durch JP Morgan.

Unilever rückten um 0,5 Prozent vor. Die Meldung, dass der Konzern Gespräche mit dem US-Unternehmen McCormick über sein Lebensmittelgeschäft führe, war für den Handel kein großes Thema. Details wurden keine genannt. Seit Monaten ist eine mögliche Abspaltung der Lebensmittelsparte Thema am Markt.

Fedex hat ihre Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Die Aktie reagierte darauf mit Aufschlägen 1,3 Prozent, das Papier der Deutschen Post rückte im Windschatten um 0,1 Prozent vor.

Die Fuchs-Aktie gab nach Viertquartalszahlen um 2,6 Prozent nach. Die Zahlen waren sowohl auf der Umsatz- wie auch der Ergebnisseite besser als erwartet ausgefallen. Der Dividendenvorschlag lag mit 1,23 Euro je Anteilsschein über der Erwartung von 1,20 Euro. Der Ausblick war dagegen durchwachsen. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit weiteren Zuwächsen: Der Umsatz soll auf circa 3,7 Milliarden Euro steigen. Das EBIT sieht Fuchs bei etwa 450 Millionen Euro. Dem stehen Konsensschätzungen von 3,628 Milliarden Euro sowie 459 Millionen Euro entgegen.

PNE (+3%) kalkuliert in seiner Planung für das laufende Jahr mit einem um Sondereffekte bereinigten Konzern-EBITDA zwischen 110 und 140 Millionen Euro. Die Prognose liege oberhalb des Marktkonsenses, teilte das Unternehmen mit.

Die Aktien der Rüstungsfirma Vincorion feierten ein erfolgreiches Börsendebüt. Der erste Kurs lag bei 19,30 Euro nach einem Ausgabepreis von 17 Euro. Zum Handelsende notierte die Aktie bei 18,70 Euro. Im Rahmen der Platzierung wurden insgesamt rund 20,3 Millionen Aktien aus dem Bestand des bisherigen Hauptaktionärs Star Capital zu einem Preis von 17,00 Euro pro Aktie bei Investoren untergebracht, teilte der Konzern mit und bezifferte das gesamte Platzierungsvolumen, inklusive der Greenshoe-Option, auf circa 345 Millionen Euro. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von 850 Millionen Euro zum Zeitpunkt des Börsengangs.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.501       -2,00         -3,07 
Stoxx-50       4.778       -1,94         -0,92 
Stoxx-600        573       -1,78         -1,44 
DAX         22.380       -2,01         -6,74 
FTSE-100 London   10.064       -1,44          1,33 
CAC-40 Paris     7.808       -1,82         -4,19 
AEX Amsterdam      978       -1,64          2,77 
ATHEX-20 Athen    5.263       -0,64         -1,64 
BEL-20 Brüssel    5.005       -1,76         -1,45 
BUX Budapest    121.795       0,26          9,69 
OMXH-25 Helsinki   5.921       -1,42          3,82 
OMXC-20 Kopenhagen  1.372       -0,89         -14,69 
PSI 20 Lissabon    8.947       -2,13          8,27 
IBEX-35 Madrid    16.906       -1,14         -2,32 
FTSE-MIB Mailand   43.701       -1,97         -2,77 
OBX Oslo       1.954       -1,64         22,29 
PX Prag        2.553       -0,50         -4,95 
OMXS-30 Stockholm   2.909       -1,52          0,90 
WIG-20 Warschau   119.300       -1,07          2,86 
ATX Wien       5.263       -1,30         -1,19 
SMI Zürich      12.460       -1,11         -6,09 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:09 
EUR/USD     1,1558  -0,3  -0,0030     1,1588   1,1522 
EUR/JPY     184,09  +0,7  1,3400     182,75  182,1900 
EUR/CHF     0,9107  -0,3  -0,0026     0,9133   0,9120 
EUR/GBP     0,8674  +0,6  0,0048     0,8626   0,8620 
USD/JPY     159,24  +1,0  1,5200     157,72  158,1000 
GBP/USD     1,3322  -0,8  -0,0108      1,343   1,3364 
USD/CNY     6,8857  -0,2  -0,0141     6,8998   6,8998 
USD/CNH     6,9038  +0,4  0,0255     6,8783   6,8942 
AUS/USD     0,7039  -0,7  -0,0047     0,7086   0,7042 
Bitcoin/USD 69.836,31  -0,9  -656,26    70.492,57 69.297,45 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    98,90  +2,9   2,76      96,14 
Brent/ICE    109,91  +1,2   1,26     108,65 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.584,58  -1,4  -63,65    4.648,23 
Silber      69,82  -4,2   -3,08      72,90 
Platin    1.974,05  +0,1   2,95    1.971,10 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 20, 2026 13:14 ET (17:14 GMT)

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