Osnabrück (ots) -
Die Schere zwischen den Einkommen der über 65-Jährigen und der Gesamtbevölkerung in Deutschland geht immer weiter auseinander. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (noz) unter Verweis auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes, die der Redaktion vorliegen. Demnach hat sich der Abstand des verfügbaren Jahreseinkommens der Gruppe Ü-65 im Vergleich zum Median der Gesamtgesellschaft signifikant vergrößert: Während die Lücke im Jahr 2021 noch bei rund 3141 Euro lag, ist sie bis zum Jahr 2023 auf im Mittel 4015 Euro angewachsen.
BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht bezeichnete diese Entwicklung im Gespräch mit noz als "Ohrfeige für die ältere Generation, die den heutigen Wohlstand aufgebaut hat". Die Zahlen belegen, dass Senioren gemessen an der allgemeinen Einkommensentwicklung immer mehr an Boden verlieren. "Die meisten Länder in Europa behandeln ihre Senioren besser als Deutschland", kritisierte Wagenknecht und verwies darauf, dass das deutsche Rentenniveau etwa zehn Prozentpunkte unter dem EU-Schnitt liege.
Als Konsequenz aus dieser Entwicklung fordert Wagenknecht eine Volksabstimmung über die künftige Ausrichtung des Rentensystems. Zur Wahl stehen solle dabei insbesondere ein Modell nach dem Vorbild Österreichs. Dort liege die Durchschnittsrente um etwa 800 Euro höher, da alle Erwerbstätigen - einschließlich der Beamten, Politiker und Selbstständigen - in das System einzahlen. Die Bürger müssten selbst entscheiden, ob sie eine stärkere Orientierung am Finanzmarkt oder ein solidarisches System wie beim Nachbarn bevorzugen, so Wagenknecht zu noz.
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Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6240362
Die Schere zwischen den Einkommen der über 65-Jährigen und der Gesamtbevölkerung in Deutschland geht immer weiter auseinander. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (noz) unter Verweis auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes, die der Redaktion vorliegen. Demnach hat sich der Abstand des verfügbaren Jahreseinkommens der Gruppe Ü-65 im Vergleich zum Median der Gesamtgesellschaft signifikant vergrößert: Während die Lücke im Jahr 2021 noch bei rund 3141 Euro lag, ist sie bis zum Jahr 2023 auf im Mittel 4015 Euro angewachsen.
BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht bezeichnete diese Entwicklung im Gespräch mit noz als "Ohrfeige für die ältere Generation, die den heutigen Wohlstand aufgebaut hat". Die Zahlen belegen, dass Senioren gemessen an der allgemeinen Einkommensentwicklung immer mehr an Boden verlieren. "Die meisten Länder in Europa behandeln ihre Senioren besser als Deutschland", kritisierte Wagenknecht und verwies darauf, dass das deutsche Rentenniveau etwa zehn Prozentpunkte unter dem EU-Schnitt liege.
Als Konsequenz aus dieser Entwicklung fordert Wagenknecht eine Volksabstimmung über die künftige Ausrichtung des Rentensystems. Zur Wahl stehen solle dabei insbesondere ein Modell nach dem Vorbild Österreichs. Dort liege die Durchschnittsrente um etwa 800 Euro höher, da alle Erwerbstätigen - einschließlich der Beamten, Politiker und Selbstständigen - in das System einzahlen. Die Bürger müssten selbst entscheiden, ob sie eine stärkere Orientierung am Finanzmarkt oder ein solidarisches System wie beim Nachbarn bevorzugen, so Wagenknecht zu noz.
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