BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Chef Lars Klingbeil erwartet nach dem schwachen Abschneiden seiner Partei in Rheinland-Pfalz Personaldebatten. Die Frage nach persönlichen Konsequenzen ließ Klingbeil in der ARD aber offen. Stattdessen kündigte er an, in der Bundesregierung die "Reformdebatte von vorn führen" zu wollen.
"Natürlich trage ich Verantwortung", sagte Klingbeil. Spitzenkandidat Alexander Schweitzer habe einen Wahnsinnswahlkampf gemacht und gekämpft. "Und deswegen richtet sich für mich der Blick jetzt auch nicht nach Rheinland-Pfalz, sondern auf die Bundesebene. Und da haben wir jetzt sehr entscheidende Dinge zu klären."
Klingbeil fügte hinzu: "Ich weiß, dass es bei diesem Ergebnis Personaldebatten geben wird und die haben wir auch zu führen dann im Parteivorstand, im Präsidium, in der Fraktion. Ich will, dass offen über die Frage geredet wird, wie können wir jetzt das Beste für die Sozialdemokratie erreichen."
Doch gehe es angesichts von zwei Kriegen und einer Wirtschaftsflaute auch um Verantwortung. Man wolle jetzt in der Bundesregierung ein "riesiges Reformpaket auf den Weg bringen". Klingbeil ergänzte: "Da ducke ich mich nicht weg in dieser Frage."/vsr/DP/zb
