DJ MARKT USA/Wall Street dürfte an jüngste Verluste anknüpfen
Die Wall Street dürfte am Montag nahtlos an die Entwicklung vom Wochenschluss anküpfen - und weiter fallen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen schwachen Handelsbeginn am Kassamarkt schließen. Weiter steigende Erdölpreise wegen des Irankrieges beschwören Inflations- und gleichermaßen Wachstumsängste herauf. Dieses Stagflationsumfeld lädt nicht zu Aktienkäufen ein. Die Lage in Nahost sei so unsicher wie noch nie seit dem Beginn des Krieges, heißt es mit Blick auf die möglicherweise nächste Eskalationsstufe.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran bis zum Abend Zeit gegeben, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Andernfalls werde man die iranische Energieinfrastruktur angreifen. Der Iran hat für einen solchen Fall bereits Vergeltung angekündigt. Der Iran hat zwei israelische Städte in der Nähe der israelischen Nuklearanlagen bei Dimona mit Raketen beschossen. Dabei wurden rund 200 Menschen verletzt. Die Eskalationsschraube dreht sich damit immer weiter.
"Der Aktienmarkt sucht nach Anzeichen einer Deeskalation des Iran-Krieges, stattdessen gibt es eine Eskalation und Drohungen einer weiteren Eskalation - deshalb befinden sich die Aktien derzeit im Schwebezustand", erläutert Präsident und CIO Clark Bellin von Bellwether Wealth. Der Aktienmarkt steht kurz vor seiner ersten Korrektur seit etwa einem Jahr. Die drei wichtigsten Indizes sind vier Wochen in Folge gefallen und stehen nun kurz davor, im Korrekturbereich zu schließen. Eine Korrektur liegt vor, wenn ein Index um 10 Prozent von seinem jüngsten Hoch gesunken ist.
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March 23, 2026 06:45 ET (10:45 GMT)
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