FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Montag nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg deutlich zugelegt. Die Hoffnung auf eine Beilegung des Kriegs belastete den US-Dollar. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1588 Dollar. Zuvor war der Euro noch bis auf 1,1485 Dollar gesunken. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1596 (Freitag: 1,1555) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8623 (0,8654) Euro.
Die USA und der Iran sind sich nach Darstellung von US-Präsident Trump bei rund 15 Punkten einer möglichen Vereinbarung einig geworden. "Sie werden nie Atomwaffen haben. Sie haben dem zugestimmt", sagte der Republikaner. Es gebe wesentliche Übereinstimmungen in den meisten Punkten. Zuvor hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass er wegen "produktiver Gespräche" mit dem Iran mögliche Angriffe auf dortige Kraftwerke verschiebe.
Der Euro profitierte von der Entwicklung, da die Weltleitwährung Dollar weniger als sicherer Hafen gesucht wird. Auch der Rückgang der Ölpreise nach den Aussagen von Trump wirkte positiv. Die USA verfügen im Gegensatz zu Europa über große Rohölvorkommen. Auch wird der Dollar bei sinkenden Rohölpreisen weniger nachgefragt, da Rohstoffe in Dollar gehandelt werden.
Am späten Nachmittag gab der Euro einen Teil seiner Gewinne ab. Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone ist auf den tiefsten Stand seit Oktober 2023 gefallen. Der Rückgang ist zudem stärker als erwartet ausgefallen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86420 (0,86438) britische Pfund, 183,86 (183,46) japanische Yen und 0,9124 (0,9096) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.369 Dollar. Das waren rund 114 Dollar weniger als am Freitag./jsl/jha/
