DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EZB/Lane: Neutraler Gleichgewichtszins seit 2024 leicht gestiegen
Der neutrale Gleichgewichtszins des Euroraums ist nach Aussage von Philip Lane, Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), leicht gestiegen. "Die Obergrenze der auf Zinsstrukturmodellen basierenden Schätzbandbreite ist, gerundet auf 25-Basispunkte-Schritte, von 2,25 auf 2,50 Prozent gestiegen", sagte er laut veröffentlichtem Redetext bei einer Konferenz in Frankfurt. Dieser Zins ist der, der bei ausgelasteten Ressourcen die Inflation nicht antreibt. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass die EZB ihren Leitzins etwas stärker als zuvor angenommen anheben müsste, um die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu bremsen und etwas weniger stark, um sie anzutreiben.
Stimmung der Verbraucher im Euroraum verschlechtert sich
Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im März stärker als erwartet eingetrübt. Der von der EU-Kommission ermittelte Index verringerte sich um 4,0 auf minus 16,3 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 14,1 prognostiziert. Der Wert für Februar wurde auf minus 12,3 von minus 12,2 Punkte korrigiert. Für die EU-27 ging der Wert um 3,4 Punkte zurück auf minus 15,2. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für März wird in der kommenden Woche veröffentlicht.
Wirtschaftsindex der Chicago-Fed fällt im Februar
Die Wirtschaftsaktivität in den USA hat sich im Februar abgeschwächt. Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) fiel auf einen Stand von minus 0,11, wie die Federal Reserve Bank of Chicago mitteilte. Für den Januar wurde der Indexstand auf plus 0,20 revidiert, nachdem zunächst ein Wert von plus 0,18 genannt worden war.
Fed-Notenbanker Goolsbee hält Zinserhöhung für möglich
Der Präsident der Chicago-Fed, Austan Goolsbee, kann sich wegen der hohen Ölpreise eine Zinserhöhung der Fed vorstellen. Die US-Notenbank muss möglicherweise ihre Geldpolitik straffen, um den Auswirkungen der Ölpreise auf die US-Wirtschaft entgegenzuwirken, sagte Goolsbee in einem Interview mit CNBC. Alle Optionen lägen auf dem Tisch, und die Zinsen könnten in beide Richtungen angepasst werden.
Fed/Miran hält Zinssenkungen trotz steigender Ölpreise für richtig
Fed-Gouverneur Stephen Miran hat trotz steigender Ölpreise seine Präferenz für vier Zinssenkungen in diesem Jahr bekräftigt, um die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Trump: US-Forderungen an Iran unverändert
Die Forderungen der USA an den Iran sind laut Präsident Donald Trump dieselben wie vor Kriegsbeginn. "Wir wollen keine Atombombe sehen, keine Atomwaffe, nicht einmal annähernd", sagte er vor Reportern am Montag. Er sagte, die USA wollten Irans angereichertes Uran, oder das, was er "Atomstaub" nannte. "Und ich denke, wir werden das bekommen", sagte Trump. "Wir wollen keine Anreicherung, aber wir wollen auch das angereicherte Uran. Wenn dies geschieht, ist es ein großartiger Anfang für den Iran, sich wieder aufzubauen, und es ist alles, was wir wollen. Und es ist auch großartig für Israel und großartig für die anderen Länder des Nahen Ostens." Er könne kein Abkommen garantieren, äußerte sich jedoch optimistisch, dass der Krieg beigelegt werden könne. "Andernfalls bombardieren wir einfach nach Herzenslust weiter", sagte er.
Irans Außenministerium: Keine Gespräche mit Washington
Das iranische Außenministerium hat nach Angaben von staatlichen Medien dementiert, dass es Gespräche mit den USA führt, und erklärt, es gebe "keinen Dialog" zwischen Teheran und Washington, obwohl Präsident Donald Trump behauptet hatte, die Gespräche am Wochenende seien produktiv gewesen. "Ja, es gibt Initiativen von Ländern der Region, um die Spannungen abzubauen, und unsere Antwort darauf ist klar: Wir sind nicht die Partei, die diesen Krieg begonnen hat, und all diese Forderungen sollten an Washington gerichtet werden", erklärte das Ministerium laut dem staatlichen Sender IRIB.
Iranischer Parlamentspräsident: Keine Verhandlungen mit den USA
Der mächtige iranische Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf weist Spekulationen über Gespräche seiner Person mit den USA zurück. "Das iranische Volk fordert eine vollständige und reuevolle Bestrafung der Aggressoren", schrieb er auf Englisch in einem Beitrag auf X. "Es wurden keine Verhandlungen mit den USA geführt, und Fake News werden genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind." Er ging nicht direkt auf die Spekulationen ein, die auch in iranischen Medien über ein mögliches Treffen mit den USA kursierten.
Starmer über Gespräche zwischen USA und Iran informiert
Lufthansa und Flughafen München planen Ausbau des Terminals 2
Die Lufthansa und der Flughafen München setzen ihre Partnerschaft fort. Wie die Partner mitteilten, verlängern sie ihr Joint Venture bis 2056. Das Terminal 2 soll im Rahmen dieses Gemeinschaftsunternehmens durch einen weiteren Flugsteig ergänzt werden, durch den die Abfertigungskapazität des Terminals um weitere 10 Millionen Passagiere pro Jahr steigen wird. Eröffnung der Erweiterung ist für 2035 geplant. Ein wesentlicher Faktor für das weitere Flugverkehrswachstum in München sei perspektivisch der Ausbau der Langstreckenflotte der Lufthansa an dem Standort, heißt es in der Mitteilung.
+++ Konjunkturdaten +++
*US/Bauausgaben Jan -0,3% (PROG: +0,1%) gg Vm
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March 23, 2026 14:00 ET (18:00 GMT)
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