DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
(Die eingefügten Tabellen müssen aus technischen Gründen heute leider entfallen)
TAGESTHEMA
Der US-Kosmetikkonzern Estee Lauder verhandelt mit Puig Brands über eine Übernahme der spanischen Beauty-Gruppe. Das US-Unternehmen bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des Wall Street Journal. Eine Vereinbarung sei jedoch noch nicht erzielt worden. Durch den Zusammenschluss würden sich zwei der größten Kosmetikunternehmen der Welt vereinen.
Das Wall Street Journal hatte zuvor unter Berufung auf informierte Personen gemeldet, dass beide Unternehmen eine Kombination aus Bargeld und Aktien diskutiert hätten. Weitere Einzelheiten seien zunächst nicht in Erfahrung zu bringen gewesen.
Puig hat seinen Sitz in Barcelona und einen Marktwert von rund 10 Milliarden Dollar. Estée Lauder hat einen Marktwert von über 30 Milliarden Dollar. Ende 2022 schloss das Unternehmen einen rund 2,8 Milliarden Dollar schweren Deal für Tom Ford ab - die bis dahin größte Übernahme in der Firmengeschichte
Ein Deal würde das schon weitreichende Portfolio von Estée Lauder, zu dem Clinique, M.A.C, Bobbi Brown Cosmetics und Le Labo gehören, weiter ausbauen. Zudem würde das familiengeführte Unternehmen seine Position als führender Anbieter im sogenannten Prestige-Beauty-Segment festigen.
Puig, das ebenfalls noch familiengeführt ist, verkauft Parfüms, Mode, Make-up und Hautpflegeprodukte von Marken wie Carolina Herrera, Charlotte Tilbury, Byredo und Dr. Barbara Sturm. Puig ernannte erst vergangene Woche einen neuen CEO mit Jose Manuel Albesa.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
07:30 DE/Drägerwerk AG & Co KGaA, ausführliches Jahresergebnis
07:30 DE/Indus Holding AG, Jahresergebnis
AUSBLICK KONJUNKTUR
- FR
09:15 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 49,0
zuvor: 49,6
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 49,5
zuvor: 49,9
Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 49,4
zuvor: 50,1
- DE
09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 52,5
zuvor: 53,5
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 52,3
zuvor: 53,2
Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 49,5
zuvor: 50,9
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 51,1
zuvor: 51,9
Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 49,5
zuvor: 50,8
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 51,0
zuvor: 51,9
- GB
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 52,9
zuvor: 53,9
Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 50,0
zuvor: 51,7
- US
13:30 Produktivität ex Agrar (2. Veröffentlichung) 4Q
annualisiert
PROGNOSE: +1,8% gg Vq
1. Veröff.: +2,8% gg Vq
3. Quartal: +5,2% gg Vq
Lohnstückkosten
PROGNOSE: +4,0% gg Vq
1. Veröff.: +2,8% gg Vq
3. Quartal: -1,8% gg Vq
14:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 51,5
zuvor: 51,7
Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe (1. Veröffentlichung) März
PROGNOSE: 51,6
zuvor: 51,6
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Montag: INDEX zuletzt +/- % DAX 22.653,86 +1,2 DAX-Future 22.937,00 +1,5 XDAX 22.734,85 +0,4 MDAX 28.229,36 +1,6 TecDAX 3.435,36 +0,4 SDAX 16.463,01 +1,6 Euro-Stoxx-50 5.574,32 +1,3 Stoxx-50 4.818,60 +0,9 Dow-Jones 46.208,47 +1,4 S&P-500 6.581,00 +1,2 Nasdaq Composite 21.946,76 +1,4
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Nach der Erholung vom Vortag dürfte es mit den Kursen an Europas Börsen am Dienstag zur Eröffnung wieder nach unten gehen. Der Preis für Brent steigt um Morgen um fast 4 Prozent auf rund 103 Dollar. Anleger stehen laut QC Partners weiterhin vor der schwierigen Aufgabe, zu beurteilen, wie lange der Krieg im Iran noch dauern werde. Mit Blick auf die heute zur Veröffentlichung anstehenden Einkaufsmanagerindizes dürften diese nach Einschätzung der Commerzbank wegen des Iran-Kriegs im März gefallen sein. Allerdings könnten Konsumenten aufgrund der gesprungenen Energiepreise ihre Ausgaben an anderer Stelle reduzieren und Unternehmen Invesititionen aufschieben. Dies dürfte den zusammengefassten Einkaufsmanagerindex sowie den Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungsbereich, die ausschließlich die aktuelle Produktion widerspiegeln, nur geringfügig fallen lassen.
Rückblick: Fest - Nach einem schwachen Beginn sorgte US-Präsident Trump im Handelsverlauf für einen rapiden Richtungswechsel mit der Aussage, es fänden Gespräche zwischen Washington und Teheran statt, weshalb angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur um fünf Tage verschoben würden. Zwar dementierte das iranische Außenministerium nach Angaben staatlicher Medien Gespräche mit den USA, die Akteure an den Börsen ließen sich aber vom kräftigen Rückgang der Ölpreise leiten und kauften Aktien. Die Erleichterungsrally ebbte im Handelsverlauf aber wieder etwas ab. Industrietitel und Technologiewerte lagen an der Spitze mit Gewinnen von 2,3 bzw. 2,0 Prozent. Am Ende rangierten Pharmawerte (-0,6%) und Aktien von Herstellern nicht-zyklischer Konsumgüter (-0,7%). Novo Nordisk gaben um 0,9 Prozent nach. Die Dänen teilten mit, eine Phase-1-Studie für einen oralen Adipositas-Medikamentenkandidaten begonnen zu haben. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr vereinbart, diesen von Lexicon Pharmaceuticals (+4,2%) zu lizenzieren. Telecom Italia gewannen 4,7 Prozent, nachdem die vom Staat kontrollierte Poste Italiane ein Übernahmegebot für den Telekommunikationsbetreiber lanciert hatte. Der Kurs der italienischen Post verlor darauf 6,9 Prozent.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Fest - Der DAX machte von seinem Tagestief zu seinem -hoch einen Satz um 1.300 Punkte. Salzgitter drehten mit dem Markt nach oben und schlossen 1,4 Prozent ins Plus. Der Stahlhersteller hatte einen Ausblick unter den Marktschätzungen abgegeben. Mit +7,9 Prozent reagierten Delivery Hero auf den Verkauf des taiwanischen Essensliefergeschäfts. Der Verkaufspreis von 600 Millionen Dollar liegt laut JP Morgan klar über der Markterwartung. Ströer gaben um 0,5 Prozent nach. Wegen eines Gewinnrückgangs müssen sich die Aktionäre mit einer niedrigeren Dividende zufriedengeben. Der Außenwerber kündigte allerdings einen Aktienrückkauf an.
XETRA-NACHBÖRSE
Net Digital legten auf Tradegate um rund 7 Prozent zu. Das Unternehmen hatte am Abend vor dem Hintergrund einer "positiven Geschäftsentwicklung" und "unverändert guter Geschäftsperspektiven" eine Prognose für 2026 aufgestellt. Demnach soll der Umsatz weiter deutlich auf 48 bis 53 Millionen Euro steigen von nach noch vorläufigen ungeprüften 38 Millionen Euro 2025. Das EBITDA soll 4,7 bis 5,2 Millionen Euro erreichen nach 4,2 Millionen.
USA - AKTIEN
Fest - US-Präsident Trump sorgte mit einem Rückzieher in Form einer Verlängerung seines Ultimatums an den Iran, die Straße von Hormus freizugeben, für Aufatmen. Er sprach von Gesprächen mit einem iranischen Spitzenvertreter, worauf auf breiter Front die Aktienkurse stiegen und die Ölpreise nachgaben. Wegen dieser Gespräche würden die USA für fünf Tage auf die zuvor angedrohten Angriffe gegen die iranische Energieinfrastruktur verzichten. Trump nannte den Namen des iranischen Vertreters allerdings nicht. Das iranische Außenministerium dementierte die Gespräche laut dem staatlichen Sender IRIB, was dazu beitrug, dass die Kurse von den Tageshochs wieder deutlicher zurückkamen. Am Aktienmarkt ging es für die prominentenm Schwergewichte Apple, Nvidia oder Amazon zwischen 1,4 und 2,4 Prozent nach oben. Branchenseitig lagen Aktien aus dem Konsumgütersektor an der Spitze mit einem Plus von 2,5 Prozent, gefolgt von Rohstoffaktien (+1,8%). Am Ende rangierten die als defensiv geltenden Pharmawerte (+0,3%). Bei den Einzelwerten verteuerten sich Tesla um 3,5 Prozent, nachdem CEO Elon Musk Pläne veröffentlicht hatte, wonach der Elektroautobauer und das Weltraumunternehmen SpaceX gemeinsam eine neue Chipfabrik in Texas errichten werden. Synopsys kamen um 2,9 Prozent voran mit der Nachricht, dass Elliott Investment einen größeren Anteil an dem Chipentwickler hält und nun Druck ausüben will, damit mehr Geld mit Software und Dienstleistungen erlöst wird.
US-ANLEIHEN
Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,85 -0,04 4,02 3,79 5 Jahre 3,97 -0,05 4,11 3,92 10 Jahre 4,35 -0,04 4,45 4,31
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 24, 2026 02:41 ET (06:41 GMT)
DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Der Anleihemarkt reagierte mit sinkenden Renditen auf den Trump-Rückzieher und die fallenden Ölpreise. Im Zehnjahresbereich ging es um 4 Basispunkte auf 4,35 Prozent nach unten. Im Tagestief waren es schon 4,31 Prozent gewesen. Mit den fallenden Ölpreisen sinke das Risiko eines Inflationsanstiegs, was zugleich Zinserhöhungsspekulationen dämpfe, erklärten Marktteilnehmer.
DEVISEN
Euro schnellte auf 1,1612 Dollar nach oben, verglichen mit Ständen um 1,1485 Dollar vor den Trump-Einlassungen.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Gold war weiter nicht gesucht, Der Preis der Feinunze sank um 2,3 Prozent auf 4.385 Dollar. "Die Preise verzeichneten ihren größten Wochenverlust seit 1983 aus Sorge, dass eine höhere Inflation die Fed zu Zinserhöhungen veranlassen wird", warfen die Analysten von ANZ einen Blick auf den jüngsten starken Preisrückgang.
ÖL
Die Ölpreise kamen von den frühen Tageshochs mit dem Trumpschen Entspannungssignal deutlich zurück. Zuletzt kostete Brent-Öl im Vergleich zum Freitag 11 Prozent weniger, rund 99,80 Dollar je Fass. Im Tageshoch waren noch 114 Dollar fällig gewesen.
MELDUNGEN SEIT MONTAG 17.30 UHR
EU / AUSTRALIEN - FREIHANDELSABKOMMEN
Die Europäische Union und Australien haben sich auf ein Freihandelsabkommen und eine Sicherheitspartnerschaft geeinigt. Das Freihandelsabkommen, dessen Zustandekommen Jahre dauerte, beseitigt mehr als 99 Prozent der Zölle auf EU-Warenexporte nach Australien. Für Australien wird die europäische Nachfrage nach kritischen Mineralien sowie eine Zunahme europäischer Investitionen dazu beitragen, die australische Wirtschaft anzukurbeln.
AUTOMOBILABSATZ EUROPA
Die Neuzulassungen in der EU, der Freihandelszone Efta und Großbritannien stiegen im Februar um 1,7 Prozent auf 979.321 Fahrzeuge, wie die Herstellervereinigung Acea mitteilte. Für die ersten beiden Monate stand wegen des schwachen Januars ein Minus von 1,0 Prozent auf 1,94 Millionen Autos zu Buche.
DEUTSCHE TELEKOM
verliert das Vorstandsmitglied für Produkte und Technologie: Abdurazak (Abdu) Mudesir geht auf eigenen Wunsch zum Ende des Monats. Mudesirs Aufgaben übernimmt übergangsweise Finanzvorstand Christian Illek zusätzlich.
DEUTSCHE LUFTHANSA
Die Region Naher Osten wird mindestens bis zum 30. April nicht angeflogen. Darüber hinaus werden die Linien Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss Flüge nach Tel Aviv bis Ende Mai aussetzen, Lufthansa Cargo bis Ende April. Zusätzlich gilt für Eurowings ein Flugstopp nach Tel Aviv, Beirut und Erbil bis einschließlich 30. April und für Dubai, Abu Dhabi und Amman bis einschließlich 24. Oktober.
DEUTSCHE LUFTHANSA
und der Flughafen München setzen ihre Partnerschaft fort. Das Terminal 2 soll im Rahmen dieses Gemeinschaftsunternehmens durch einen weiteren Flugsteig ergänzt werden, durch den die Abfertigungskapazität des Terminals um weitere 10 Millionen Passagiere pro Jahr steigen wird.
TOTALENERGIES
wird keine Offshore-Windkraftprojekte in den USA mehr entwickeln und hat mit dem US-Innenministerium Vereinbarungen zur Rückgabe zweier Pachtverträge in Carolina Long Bay und New York Bight getroffen.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/gos/ros/cln
(END) Dow Jones Newswires
March 24, 2026 02:41 ET (06:41 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
