Berlin (ots) -
Das Europäische Parlament wird voraussichtlich am Donnerstag das längst überfällige Update der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) beschließen. Statt lediglich die Liste der "prioritären Stoffe" planmäßig zu aktualisieren, wurde das Verfahren genutzt, um zentrale Elemente der Richtlinie abzuschwächen - unter anderem das sogenannte Verschlechterungsverbot. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor einer weiteren Schwächung des europäischen Wasserschutzes, nachdem die EU-Kommission bereits im Dezember eine Überarbeitung der WRRL angekündigt hat. Vor der Ankündigung der Revision haben sich die Lobbykontakte zwischen Bergbauindustrie und EU-Kommission laut einer aktuellen Analyse der internationalen Rechercheorganisation DeSmog verdreifacht.
Dazu sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
"Anstatt die Wasserrahmenrichtlinie konsequent umzusetzen, beugt sich die EU-Kommission dem Lobbydruck der Bergbauindustrie und forciert eine weitere, noch drastischere Deregulierung. Die EU-Kommission erfüllt mit der angekündigten Revision den Wunsch der Bergbaulobby und setzt unsere Lebensgrundlage Wasser aufs Spiel - alles unter dem Deckmantel der Sicherung kritischer Rohstoffe. Die Gefahr ist nicht nur, dass Auflagen zum Schutz der Wasserressourcen und -ökosysteme zugunsten der Bergbauindustrie abgeschwächt werden, auch weitere Sektoren wie die Landwirtschaft haben ihre Chance bereits gewittert. Wir fordern die Bundesregierung auf, den Schutz unserer Gewässer und der überlebenswichtigen Ressource Wasser zur Priorität zu machen und sich entschlossen gegen die Deregulierung der WRRL zu stellen."
Hintergrund:
2019 wurde die Wasserrahmenrichtlinie einem sogenannten Fitness-Check unterzogen. Die Richtlinie wurde auf Herz und Nieren geprüft und als "fit for purpose", also für ihren Zweck angemessen, befunden.
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
http://www.duh.de
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/22521/6242375
Das Europäische Parlament wird voraussichtlich am Donnerstag das längst überfällige Update der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) beschließen. Statt lediglich die Liste der "prioritären Stoffe" planmäßig zu aktualisieren, wurde das Verfahren genutzt, um zentrale Elemente der Richtlinie abzuschwächen - unter anderem das sogenannte Verschlechterungsverbot. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt vor einer weiteren Schwächung des europäischen Wasserschutzes, nachdem die EU-Kommission bereits im Dezember eine Überarbeitung der WRRL angekündigt hat. Vor der Ankündigung der Revision haben sich die Lobbykontakte zwischen Bergbauindustrie und EU-Kommission laut einer aktuellen Analyse der internationalen Rechercheorganisation DeSmog verdreifacht.
Dazu sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
"Anstatt die Wasserrahmenrichtlinie konsequent umzusetzen, beugt sich die EU-Kommission dem Lobbydruck der Bergbauindustrie und forciert eine weitere, noch drastischere Deregulierung. Die EU-Kommission erfüllt mit der angekündigten Revision den Wunsch der Bergbaulobby und setzt unsere Lebensgrundlage Wasser aufs Spiel - alles unter dem Deckmantel der Sicherung kritischer Rohstoffe. Die Gefahr ist nicht nur, dass Auflagen zum Schutz der Wasserressourcen und -ökosysteme zugunsten der Bergbauindustrie abgeschwächt werden, auch weitere Sektoren wie die Landwirtschaft haben ihre Chance bereits gewittert. Wir fordern die Bundesregierung auf, den Schutz unserer Gewässer und der überlebenswichtigen Ressource Wasser zur Priorität zu machen und sich entschlossen gegen die Deregulierung der WRRL zu stellen."
Hintergrund:
2019 wurde die Wasserrahmenrichtlinie einem sogenannten Fitness-Check unterzogen. Die Richtlinie wurde auf Herz und Nieren geprüft und als "fit for purpose", also für ihren Zweck angemessen, befunden.
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Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
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