DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
TAGESTHEMA
Die USA haben dem Iran laut Regierungsvertretern einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Dieser konzentriert sich demnach weitgehend auf frühere Forderungen der Trump-Regierung an Teheran. Das über Vermittler zugestellte Dokument fordert den Iran den Regierungsvertretern zufolge dazu auf, seine drei wichtigsten Atomanlagen abzubauen, jegliche Anreicherung auf iranischem Boden zu beenden, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für Stellvertretergruppen einzuschränken und die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen. Im Gegenzug würden die im Zusammenhang mit dem Atomprogramm stehenden Sanktionen gegen den Iran aufgehoben, und die USA würden das zivile Atomprogramm des Landes unterstützen - während sie es gleichzeitig überwachen. Der Plan spiegelt im Großen und Ganzen den US-Vorschlag wider, der mit dem Iran vor Beginn des Krieges am 28. Februar diskutiert wurde, als US-Präsident Donald Trump Teheran vorwarf, nicht in gutem Glauben zu verhandeln. Irans neue Führung erklärt, sie habe nun höhere Forderungen an Washington, wie etwa Reparationen für die wochenlangen Angriffe.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
Keine wichtigen Termine angekündigt.
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
13:30 Import- und Exportpreise Februar
Importpreise
PROGNOSE: +0,6% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm
Leistungsbilanz 4Q
PROGNOSE: -207,0 Mrd USD
3. Quartal: -226,4 Mrd USD
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 6.639,50 +0,5 E-Mini-Future Nasdaq-100 24.336,75 +0,5 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.534,30 +1,9 Topix-500 (Tokio) 2.846,80 +2,6 Kospi (Seoul) 5.642,21 +1,6 Shanghai-Composite 3.920,57 +1,0 Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.165,54 +0,4
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Neue Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Krieges sorgen zur Wochenmitte an den asiatischen Aktienmärkten für Kursgewinne. Gleichwohl herrscht bei den Marktteilnehmern eine erhöhte Skepsis, denn die Nachrichtenlage bleibt recht undurchsichtig. Nun haben die USA dem Iran laut Offiziellen einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Stützend wirkten auch die nachgebenden Ölpreise. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel zeitweise unter die Marke von 100 Dollar. An den Aktienmärkten stieg der Kospi in Seoul um 1,6 Prozent. In Tokio erhöhte sich der Topix-500 um 2,6 Prozent. In Australien schloss der S&P/ASX-200 mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent. Die Auswirkungen des Handelsabkommens zwischen Australien und der EU seien, rein am BIP gemessen, begrenzt, sagte Sunny Nguyen von Moody's Analytics. Die Bedeutung des Abkommens liege darin, Handelsströme widerstandsfähiger gegenüber politische Störungen zu machen. Bei den Einzelwerten ging es für Softbank Group in Tokio um 8,4 Prozent nach oben. Die Tochter Arm Holdings hat einen Plan zum Verkauf eigener Computerchips vorgestellt, was die Hoffnung auf eine weitere Einnahmequelle für den Chip-Designer weckt. Die Aktien von Xiaomi reduzierten sich dagegen in Hongkong um 2,1 Prozent. Der Smartphone- und Elektronikhersteller hat einen Einbruch des Nettogewinns im Quartal gemeldet. In Seoul stiegen SK Hynix um 1,0 Prozent. Der Konzern wird für rund 6,9 Milliarden Euro Produktionsanlagen von ASML erwerben, um seine Fertigungskapazitäten für hochleistungsfähige Elektronik-Chips zu modernisieren und hochzufahren.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 46.124,06 -0,2 -84,41 46.208,47
S&P-500 6.556,37 -0,4 -24,63 6.581,00
NASDAQ Comp 21.761,89 -0,8 -184,87 21.946,76
NASDAQ 100 24.002,45 -0,8 -186,14 24.188,59
Dienstag Montag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,40 Mrd 1,54 Mrd
Gewinner 1.365 2.238
Verlierer 1.399 528
Unverändert 64 58
Leichter - Nach der von US-Präsident Trump ausgelösten Hoffnungsrally gaben die Indizes einen Teil der Gewinne wieder ab. Schon am Vortag hatten die Kurse deutlich unter den Tageshochs geschlossen, nachdem US-Präsident Trump zunächst Hoffnung auf ein absehbares Kriegsende im Nahen Osten verbreitet hatte, indem er von Gesprächen mit Iran sprach, worauf aber aus Teheran ein Dementi folgte. An dieser diffusen Nachrichtenlage änderte sich am Dienstag wenig. Bremsend wirkten die wieder anziehenden Ölpreise vor dem Hintergrund fortgesetzter gegenseitiger Angriffe Israels und des Iran und auch die wieder steigenden Marktzinsen. Softwareaktien standen unter Verkaufsdruck. Nachdem deren Kurse bereits seit geraumer Zeit immer wieder von Bedenken gedrückt werden, dass Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz für Disruptionen der Geschäfte von Softwareunternehmen sorgen könnten, kam am Berichtstag verschärfend hinzu, dass das KI-Unternehmen Anthropic neue Anwendungen ankündigte und dass auch Amazon an neuen KI-Werkzeugen arbeiten soll. Salesforce, Datadog, Servicenow, Intuit oder Workday büßten darauf bis zu 6,7 Prozent ein. Die Aktie des technologieorientierten Beratungsunternehmen Gartner sackte um 6,9 Prozent ab. Amazon schlossen 1,4 Prozent im Minus. Jefferies Financial Group verbesserten sich um 2,5 Prozent. Die japanische Bank Sumitomo Mitsui Financial Group arbeitet an einer möglichen Übernahme der Investment Bank, wie die Financial Times berichtet. Estee Lauder verloren erneut stark mit einem Minus von 9,8 Prozent. Berichte über Fusionsgespräche des Kosmetikkonzerns mit der spanischen Puig hatten die Aktie am Vortag bereits stark gedrückt.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,93 +0,10 3,97 3,84 5 Jahre 4,03 +0,08 4,07 3,95 10 Jahre 4,39 +0,06 4,43 4,33
Die Renditen der US-Staatsanleihen machten den Rückgang vom Vortag wieder wett. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legte um 6 Basispunkte auf 4,40 Prozent zu, weil die höheren Ölpreise und Störungen in den Lieferketten die Inflationserwartungen wieder anheizten, was tendenziell für steigende Zinsen durch die Notenbanken spricht. In die gleiche Kerbe schlug eine höher als erwartet ausgefallene Revision des Anstiegs der US-Lohnstückkosten im vierten Quartal. Er betrug 4,8 Prozent, wohingegen Ökonomen nur mit 4,0 Prozent gerechnet hatten.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 16:30 % YTD EUR/USD 1,1593 -0,1 1,1607 1,1587 -1,3 EUR/JPY 184,32 +0,1 184,18 183,87 +0,2 EUR/GBP 0,8663 +0,1 0,8651 0,8649 -0,6 USD/JPY 158,95 +0,2 158,68 158,69 +1,5 USD/KRW 1.499,60 +0,2 1.496,03 1.495,68 +4,1 USD/CNY 6,8954 +0,1 6,8918 6,8918 -1,4 USD/CNH 6,8996 +0,1 6,8910 6,8939 -1,1 USD/HKD 7,8230 -0,0 7,8262 7,8273 +0,5 AUD/USD 0,6970 -0,3 0,6993 0,6971 +4,5 NZD/USD 0,5810 -0,4 0,5835 0,5824 +0,9 BTC/USD 71.163,97 +1,6 70.061,79 70.087,56 -18,9
Der Dollar stieg mit den US-Renditen und dem schwindenden Optimismus über eine Entspannung des Nahostkonflikts. Der Greenback sei wieder stärker als Fluchthafen angesteuert worden, hieß es. Der Euro fiel auf 1,1586 Dollar zurück.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.545,54 +1,6 71,96 4.473,59 Silber 72,86 +2,3 1,64 71,22 Platin 1.951,00 +0,8 16,32 1.934,68
Beim Gold tat sich wenig, immerhin wurde die jüngste Abwärtstendenz damit gestoppt. Die Feinunze verbilligte sich minimal auf 4.404 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 89,21 -3,4 -3,14 92,35 Brent/ICE 100,32 -4,0 -4,17 104,49
Die Ölpreise stiegen nach dem Rücksetzer am Montag wieder deutlich vor dem Hintergrund andauernder gegenseitiger Angriffe im Iran-Krieg. Brent-Öl kostete zuletzt im US-Handel über 3 Prozent mehr als am Vortag, rund 103,50 Dollar. Selbst wenn der Konflikt morgen enden würde, würden die Ölpreise in absehbarer Zeit nicht auf 60 oder 50 Dollar zurückfallen, sagte Ölexperte John Kilduff von Again Capital. "Ich sehe das nicht einmal in diesem Jahr, wegen des entstandenen Schadens, der ausgefallenen Produktion und der Zeit, die es dauern wird, alles wieder in Ordnung zu bringen." Im asiatischen Handel gaben die Preise mit der Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg wieder nach. Ein Barrel der Sorte Brent rutschte zeitweise unter die Marke von 100 Dollar.
MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR
IRAN-KRIEG
Die iranische Führung hat den USA nach Aussage von US-Präsident Donald Trump ein "sehr großes Geschenk im Wert einer enormen Menge Geld" gemacht. Er lehnte es jedoch ab, Einzelheiten zu nennen. "Es hatte mit Öl und Gas zu tun, und es war eine sehr nette Sache, die sie getan haben", sagte Trump. "Aber was es mir gezeigt hat, ist, dass wir es mit den richtigen Leuten zu tun haben."
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 25, 2026 02:44 ET (06:44 GMT)
DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-
Derweil plant das Pentagon die Verlegung einer Kampfbrigade in den Nahen Osten. Damit sollen Operationen gegen den Iran unterstützt werden. Ein schriftlicher Befehl zur Verlegung der aus rund 3.000 Soldaten bestehenden Einheit werde in den kommenden Stunden erwartet, sagten zwei Vertreter der USA.
FEDERAL RESERVE
US-Notenbankgouverneur Michael Barr rechnet mit einem Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus "für einige Zeit". In seiner Rede auf einer Konferenz in Phoenix sagte Barr, dass die Inflation nach wie vor "deutlich über" dem 2-Prozent-Ziel der Fed liege. Grund dafür seien sowohl schnellere Preissteigerungen bei Gütern als auch eine andauernde Inflation bei Dienstleistungen außerhalb des Wohnsektors. Barr zeigte sich zwar optimistisch, dass die Auswirkungen der Zölle nachlassen werden, betonte jedoch, dass er handfeste Beweise sehen wolle, bevor er für eine Lockerung der Geldpolitik stimme.
FGI INDUSTRIES
hat die Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr verschoben, weil der Anbieter von Küchen- und Badprodukten mehr Zeit braucht, um seine Finanzberichte fertigzustellen.
KB HOME
hat seine Prognose für das Geschäftsjahr gesenkt. Der Hausbaukonzern rechnet für das Gesamtjahr nun mit Einnahmen aus dem Wohnungsbau von 4,8 bis 5,5 Milliarden Dollar, verglichen mit einer vorherigen Prognose von 5,1 bis 6,1 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr werden nun 10.000 bis 11.500 ausgelieferte Häuser erwartet, nach einer früheren Prognose von 11.000 bis 12.500 Häusern. Für das laufende zweite Geschäftsquartal prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz im Wohnungsbau von 1,05 bis 1,15 Milliarden Dollar und rechnet mit der Auslieferung von 2.250 bis 2.450 Häusern. Im ersten Geschäftsquartal verzeichnete das Unternehmen einen Gewinn von 33,4 (Vorjahr: 109,6) Millionen Dollar oder 52 Cent je Aktie. Analysten hatten mit 55 Cent gerechnet. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar, verglichen mit einer Analystenschätzung von 1,09 Milliarden Dollar.
MERCK & CO
steht kurz vor einer Vereinbarung im Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar zur Übernahme von Terns Pharma. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Terns Pharma ist ein US-Biotech-Unternehmen, das Behandlungen für eine Form von Blut- und Knochenkrebs entwickelt.
OPENAI
will seine Videoplattform Sora nach wenigen Monaten schon wieder abschalten. Das Unternehmen hatte das Produkt im vergangenen Jahr unter großer Aufmerksamkeit auf den Markt gebracht. Seitdem ist es jedoch aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Dieser Schritt ist eine von mehreren Maßnahmen des Unternehmens, um sich wieder auf Geschäfts- und Programmierfunktionen zu konzentrieren. Dies geschieht im Vorfeld eines möglichen Börsengangs, der bereits im vierten Quartal diesen Jahres stattfinden könnte.
SOFTBANK / ARM HOLDINGS
Arm Holdings hat Pläne zur erstmaligen Entwicklung und Verkauf einer eigenen CPU (Zentraleinheit) für den Einsatz in KI-Rechenzentren angekündigt. Damit begibt sich der britische Halbleiterentwickler erstmals in direkte Konkurrenz zu seinen Kunden wie Nvidia, Amazon, Alphabet und Microsoft und weckt Hoffnung auf zusätzliche Umsätze.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/gos/cln/ros
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March 25, 2026 02:44 ET (06:44 GMT)
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