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MÄRKTE ASIEN/Hoffnung auf Ende des Iran-Krieges und fallende Ölpreise stützen

DJ MÄRKTE ASIEN/Hoffnung auf Ende des Iran-Krieges und fallende Ölpreise stützen

DOW JONES--Neue Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Krieges haben zur Wochenmitte an den asiatischen Aktienmärkten für Kursgewinne gesorgt. Gleichwohl herrschte bei den Marktteilnehmern eine erhöhte Skepsis, denn die Nachrichtenlage bleibt unübersichtlich. So haben die USA dem Iran laut Offiziellen einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Iranische Vertreter haben die US-Regierung von Präsident Donald Trump allerdings wissen lassen, dass die Hürden für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen über ein Waffenstillstandsabkommen hoch liegen. Die Islamischen Revolutionsgarden haben ihre Macht innerhalb des zerrütteten iranischen Regimes gefestigt. Sie stellen nun Forderungen wie die Schließung aller US-Stützpunkte am Golf sowie Reparationen für die Angriffe auf den Iran, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die arabischen Golfstaaten sind zunehmend beunruhigt über die Bemühungen von US-Präsident Trump, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran zu schließen. Ein solches Abkommen würde ihnen einen feindseligen und mächtigen Rivalen hinterlassen. Daher drängen sie darauf, den Kampf fortzusetzen, sagten mit ihren Positionen vertraute Personen.

Stützend wirkten die nachgebenden Ölpreise. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel zeitweise unter die Marke von 100 Dollar und ermäßigte sich um 4,3 Prozent auf 100,03 Dollar. Auch hier stützte die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges sowie eine Wiedereröffnung der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus, hieß es.

Angesichts der "abwechslungsreichen und unbeständigen Natur" der Rhetorik von US-Präsident Trump wäre es für Anleger falsch, jede seiner Aussagen für bare Münze zu nehmen, so Simon Ballard von der First Abu Dhabi Bank. "Wir erwarten, dass in naher Zukunft ein Schleier der Vorsicht über den Finanzmärkten liegen bleiben wird", sagte der Chefvolkswirt. Dennoch würden sich die Finanzmärkte angesichts von Spekulationen über einen Waffenstillstand aktuell positiv zeigen, auch wenn der Fokus weiter fest auf die Straße von Hormus gerichtet bleibe, die für die Schifffahrt praktisch immer noch gesperrt sei.

An den Aktienmärkten stieg der Kospi in Seoul um 1,6 Prozent. In Tokio erhöhte sich der Topix-500 um 2,6 Prozent. Für den Hang-Seng-Index ging es im späten Handel um 0,5 Prozent nach oben und der Shanghai-Composite gewann 1,3 Prozent. In Sydney schloss der S&P/ASX-200 mit einem Plus von 1,9 Prozent. Die Auswirkungen des Handelsabkommens zwischen Australien und der EU seien, rein am BIP gemessen, begrenzt, sagte Sunny Nguyen von Moody's Analytics. Die Bedeutung des Abkommens liege darin, Handelsströme widerstandsfähiger gegenüber politischen Störungen zu machen.

Das Board der Bank of Japan hat laut dem Protokoll der Januar-Sitzung der Zentralbank nur geringe Auswirkungen der Zinserhöhung vom Dezember auf 0,75 Prozent festgestellt. Einige Mitglieder hätten angemerkt, dass die Kreditvergabe-Bereitschaft der Banken und die Finanzlage der Unternehmen im Großen und Ganzen günstig geblieben seien. Ein anderes Mitglied habe gesagt, dass kleine Unternehmen oder Firmen mit sehr langfristigen Investitionsprojekten zwar mit einer erhöhten Zinslast konfrontiert sein könnten, der Unternehmenssektor diese Kosten dank der derzeit soliden Geschäftslage aber weitgehend habe auffangen können.

Bei den Einzelwerten ging es für Softbank Group in Tokio um 7,9 Prozent nach oben. Die Tochter Arm Holdings hat Pläne zur erstmaligen Entwicklung und Verkauf einer eigenen CPU (Zentraleinheit) für den Einsatz in KI-Rechenzentren bekannt gegeben. Damit begibt sich der britische Halbleiterentwickler erstmals in direkte Konkurrenz zu seinen Kunden wie Nvidia, Amazon, Alphabet und Microsoft und weckt Hoffnung auf zusätzliche Umsätze. Seit Ende März vergangenen Jahres hält Softbank einen Anteil von 87 Prozent an Arm Holdings.

Die Aktien von Xiaomi reduzierten sich dagegen in Hongkong um 2,1 Prozent. Der Smartphone- und Elektronikhersteller hat einen Einbruch des Nettogewinns im Quartal gemeldet. In Seoul stiegen SK Hynix um 0,9 Prozent. Der Konzern wird für rund 6,9 Milliarden Euro Produktionsanlagen von ASML erwerben, um seine Fertigungskapazitäten für hochleistungsfähige Elektronik-Chips zu modernisieren und hochzufahren.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.534,30  +1,9    -2,1      06:00 
Topix 500 (Tokio)     2.846,80  +2,6    +7,0      07:00 
Kospi (Seoul)       5.642,21  +1,6   +33,9      07:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.189,96  +0,5    -1,7      09:00 
Shanghai-Composite     3.931,84  +1,3    -0,9      08:00 
Straits-Times (Singapur)  4.892,12  +0,6    +5,3      10:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.215,89  +1,5   -16,5      09:00 
KLCI (Malaysia)      1.715,84  +0,4    +2,1      09:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Di, 16:30 % YTD 
EUR/USD           1,1600  -0,1   1,1607     1,1587  -1,2 
EUR/JPY           184,43  +0,1   184,18     183,87  +0,2 
EUR/GBP           0,8661  +0,1   0,8651     0,8649  -0,6 
USD/JPY           158,94  +0,2   158,68     158,69  +1,5 
USD/KRW          1.497,94  +0,1  1.496,03    1.495,68  +4,0 
USD/CNY           6,8943  +0,0   6,8918     6,8918  -1,4 
USD/CNH           6,8975  +0,1   6,8910     6,8939  -1,1 
USD/HKD           7,8235  -0,0   7,8262     7,8273  +0,5 
AUD/USD           0,6975  -0,3   0,6993     0,6971  +4,5 
NZD/USD           0,5816  -0,3   0,5835     0,5824  +1,0 
BTC/USD          71.117,68  +1,5 70.061,79    70.087,56 -18,9 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           88,87  -3,8   -3,48      92,35 
Brent/ICE          100,03  -4,3   -4,46     104,49 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.557,68  +1,9   84,10    4.473,59 
Silber            73,27  +2,9    2,05      71,22 
Platin           1.971,42  +1,9   36,74    1.934,68 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 25, 2026 03:23 ET (07:23 GMT)

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