DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
USA legen Iran 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vor
Die USA haben dem Iran laut Offiziellen einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Dieser konzentriert sich demnach weitgehend auf frühere Forderungen der Trump-Regierung an Teheran. Das über Vermittler zugestellte Dokument fordert den Iran den Offiziellen zufolge dazu auf, seine drei wichtigsten Atomanlagen abzubauen, jegliche Anreicherung auf iranischem Boden zu beenden, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für Stellvertretergruppen einzuschränken und die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen. Im Gegenzug würden die im Zusammenhang mit dem Atomprogramm stehenden Sanktionen gegen den Iran aufgehoben, und die USA würden das zivile Atomprogramm des Landes unterstützen - während sie es gleichzeitig überwachen.
Iran setzt hohe Hürden für Waffenstillstandsgespräche - Kreise
Iranische Vertreter haben der US-Regierung von Präsident Donald Trump wissen lassen, dass die Hürden für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen über ein Waffenstillstandsabkommen hoch liegen. Die Islamischen Revolutionsgarden haben ihre Macht innerhalb des zerrütteten iranischen Regimes gefestigt. Sie stellen nun Forderungen wie die Schließung aller amerikanischen Stützpunkte am Golf sowie Reparationen für Angriffe auf den Iran, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zu den weiteren Forderungen gehören: Eine neue Ordnung für die Straße von Hormus, die es dem Iran ermöglichen würde, Gebühren von Schiffen zu erheben, die die Wasserstraße passieren; die Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran; die Erlaubnis für den Iran, sein Raketenprogramm beizubehalten, ohne Verhandlungen über dessen Begrenzung.
Irans Militärsprecher: Die USA verhandeln mit sich selbst
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte hat eine trotzige Botschaft abgegeben und angedeutet, dass die USA mit sich selbst verhandeln würden, um sich aus einer "strategischen Niederlage" zu befreien. In Äußerungen, die von der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA verbreitet wurden, spottete Ebrahim Zolfaghari über die Ankündigung von Präsident Donald Trump, dass die USA und der Iran produktive Gespräche zur Beendigung des Krieges geführt hätten. "Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie euch verstehen. Nicht jetzt und niemals", sagte er.
Saudi-Arabien und Emirate gegen Trumps Friedensbemühungen - Kreise
Die arabischen Golfstaaten sind zunehmend beunruhigt über die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran zu schließen. Ein solches Abkommen würde ihnen einen feindseligen und mächtigen Rivalen hinterlassen. Daher drängen sie darauf, den Kampf fortzusetzen, sagten mit ihren Positionen vertraute Personen. Die Staats- und Regierungschefs von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten setzen sich beim Präsidenten laut den Informanten dafür ein, an dem Krieg festzuhalten. Der Iran müsse so weit geschwächt werden, dass er keine Bedrohung mehr darstelle, meinen sie.
Iran: "Nicht feindselige" Schiffe können Straße von Hormus passieren
Der Iran hat Schritte unternommen, um seine Autorität über die Straße von Hormus geltend zu machen. Die iranische Mission bei den Vereinten Nationen teilte in einem Beitrag auf X mit, dass "nicht feindselige" Schiffe die Wasserstraße "in Koordination mit den zuständigen iranischen Behörden" passieren können. Die Mission schrieb, die Schiffe könnten die Meerenge befahren, wenn sie "sich weder an Aggressionshandlungen gegen den Iran beteiligen noch diese unterstützen" und die Sicherheitsvorschriften einhalten.
Wirtschaftsschock durch Nahost-Konflikt könnte lange nachwirken
Der Schock für die Weltwirtschaft durch die Feindseligkeiten im Nahen Osten wird voraussichtlich länger andauern als ursprünglich erwartet, schreiben die Analysten der Erste Group in einer Research Note. Gleichzeitig sei es aber noch nicht zu spät, die wirtschaftlichen Folgen in Schach zu halten, sagen sie. "Für uns bedeutet dies relativ kurzfristige Auswirkungen auf Inflation und Wachstum, was wir derzeit erwarten", sagen sie. US-Präsident Trump sei weder an einem langwierigen Krieg noch an konstant hohen Öl- und Treibstoffpreisen interessiert, während der Iran die Einnahmen aus Öl- und Gasverkäufen benötige.
Fed-Gouverneur Barr rechnet mit längerfristig stabilen Zinsen
US-Notenbankgouverneur Michael Barr rechnet mit einem Beibehalten des aktuellen Zinsniveaus "für einige Zeit". In seiner Rede auf einer Konferenz in Phoenix sagte Barr, dass die Inflation nach wie vor "deutlich über" dem 2-Prozent-Ziel der Fed liege. Grund dafür seien sowohl schnellere Preissteigerungen bei Gütern als auch eine andauernde Inflation bei Dienstleistungen außerhalb des Wohnsektors. Barr zeigte sich zwar optimistisch, dass die Auswirkungen der Zölle nachlassen werden, betonte jedoch, dass er handfeste Beweise sehen wolle, bevor er für eine Lockerung der Geldpolitik stimme.
Britische Inflation im Februar stabil bei 3,0 Prozent
Die jährliche Inflationsrate in Großbritannien ist im Februar unverändert geblieben. In den kommenden Monaten dürfte sie jedoch steigen, da die Energie- und Lebensmittelpreise im Zuge des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran in die Höhe schnellen. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 3,0 Prozent und damit im gleichen Maße wie im Januar, teilte das Office for National Statistics mit. Dies entsprach der Konsensprognose von Ökonomen.
Dänemarks Sozialdemokraten trotz historischer Verluste stärkste Kraft
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat ihre Partei am Dienstag zu ihrem schlechtesten Wahlergebnis seit mehr als 120 Jahren geführt. Auf Frederiksen kommen nun schwierige Verhandlungen zu, um sich eine dritte Amtszeit zu sichern. Die Sozialdemokraten erhielten rund 22 Prozent der Stimmen. Dies ist ein Rückgang gegenüber 27,5 Prozent im Jahr 2022 und ihr schlechtestes Ergebnis seit 1903. Die Partei ist weiterhin die größte Dänemarks. Frederiksen könnte die Macht behalten, verfehlt jedoch die Möglichkeit, eine Mitte-links-Koalition zu bilden.
Preise für Wohnimmobilien im vierten Quartal gestiegen
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im vierten Quartal 2025 um durchschnittlich 3,0 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2024 gestiegen. Damit erhöhten sich die Wohnimmobilienpreise zum fünften Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal. Im dritten Quartal 2025 hatte der Anstieg im Vorjahresvergleich nach revidierten Daten bei 3,1 Prozent gelegen.
Auftragseingang im Bauhauptgewerbe sinkt im Januar deutlich
Der Auftragseingang im deutschen Bauhauptgewerbe ist im Januar saison- und kalenderbereinigt um 5,1 Prozent gegenüber dem Dezember gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, nahm der Auftragseingang im Vormonatsvergleich im Hochbau um 5,0 Prozent und im Tiefbau um 5,1 Prozent ab.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Feb Erzeugerpreise +0,2% gg Vormonat
Schweden Feb Erzeugerpreise -1,7% gg Vorjahr
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
March 25, 2026 04:00 ET (08:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
