Berlin (ots) -
Handwerksbetriebe setzen bei Modernisierung verstärkt auf Leasing - Bessere Rahmenbedingungen für Investitionen des Handwerks gefordert
In mittelständischen Handwerksbetrieben mit mehr als zehn Beschäftigten wird ein wachsender Teil der Investitionen in energie- und ressourcenschonende Technik über Leasing finanziert. Rund 30 Prozent der Betriebe setzen bei der Außenfinanzierung solcher Investitionen auf diesen Weg, wie aktuelle Erhebungen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zeigen. Zugleich bleibt die Investitionstätigkeit insgesamt deutlich hinter dem Bedarf zurück. Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) sieht darin ein wachsendes Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit und mahnt politisches Handeln an.
Die Ergebnisse wurden heute auf dem Forum Mittelstand des BDL in Berlin vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter der Leasing-Wirtschaft und des ZDH diskutierten dort Investitionshürden und mögliche Lösungsansätze.
Fachkräftemangel treibt Modernisierungsdruck
Viele Handwerksbetriebe stehen unter Druck, ihre Produktivität zu steigern. Grund ist unter anderem der Fachkräftemangel. Moderne Maschinen, Fahrzeuge und digitale Anwendungen können Arbeitsprozesse effizienter machen. Gleichzeitig vermeiden viele Betriebe hohe Einmalinvestitionen und warten, bis ausreichend Eigenmittel vorhanden sind, was Modernisierung systematisch verzögert.
Leasing ermöglicht es, Investitionen vorzuziehen und die Kosten über die Nutzungsdauer zu verteilen. "Viele Handwerker kombinieren laufenden Cashflow mit Leasing und können so schneller investieren", erklärt Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des BDL. "Planbare Raten und eine liquiditätsschonende Finanzierung schaffen Spielraum für das operative Geschäft. Insbesondere bei neuen Technologien wie Elektrofahrzeugen nutzen Betriebe Leasing, weil sich Investitionsrisiken und Restwertfragen so besser kalkulieren lassen", führt sie aus.
Rahmenbedingungen als entscheidende Bremse
Dennoch bleibt die Investitionsdynamik im Handwerk und im gesamten Mittelstand schwach. Mehrere Faktoren wie steigende Betriebskosten, langwierige Genehmigungsverfahren und unübersichtliche Förderprogramme bremsen Investitionsentscheidungen aus. Besonders kleine und mittlere Betriebe reagieren sensibel auf wirtschaftliche Unsicherheit und verschieben Investitionen.
Holger Schwannecke, Generalsekretär, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH):
"Handwerksbetriebe wollen in neue Fahrzeuge, moderne Maschinen, digitale Prozesse investieren. Aber sie brauchen dafür verlässliche Bedingungen: vor allem weniger Bürokratie und Dokumentationspflichten, weniger Abgaben sowie Förderprogramme, die praxistauglich sind. Staatliche Förderinstrumente müssen dabei alle Finanzierungsformen berücksichtigen, das schließt Leasing ein."
Ohne bessere Rahmenbedingungen drohen das Handwerk und der Mittelstand, ihre Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen, warnen beide Verbände. Das wäre nicht nur für die Unternehmen selbst ein Problem, sondern für die gesamte Volkswirtschaft.
Pressekontakt:
BDL Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen
Heike Schur, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 030/20 63 370, schur@leasingverband.de
www.leasingverband.de
Original-Content von: Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/60394/6244236
Handwerksbetriebe setzen bei Modernisierung verstärkt auf Leasing - Bessere Rahmenbedingungen für Investitionen des Handwerks gefordert
In mittelständischen Handwerksbetrieben mit mehr als zehn Beschäftigten wird ein wachsender Teil der Investitionen in energie- und ressourcenschonende Technik über Leasing finanziert. Rund 30 Prozent der Betriebe setzen bei der Außenfinanzierung solcher Investitionen auf diesen Weg, wie aktuelle Erhebungen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zeigen. Zugleich bleibt die Investitionstätigkeit insgesamt deutlich hinter dem Bedarf zurück. Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) sieht darin ein wachsendes Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit und mahnt politisches Handeln an.
Die Ergebnisse wurden heute auf dem Forum Mittelstand des BDL in Berlin vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter der Leasing-Wirtschaft und des ZDH diskutierten dort Investitionshürden und mögliche Lösungsansätze.
Fachkräftemangel treibt Modernisierungsdruck
Viele Handwerksbetriebe stehen unter Druck, ihre Produktivität zu steigern. Grund ist unter anderem der Fachkräftemangel. Moderne Maschinen, Fahrzeuge und digitale Anwendungen können Arbeitsprozesse effizienter machen. Gleichzeitig vermeiden viele Betriebe hohe Einmalinvestitionen und warten, bis ausreichend Eigenmittel vorhanden sind, was Modernisierung systematisch verzögert.
Leasing ermöglicht es, Investitionen vorzuziehen und die Kosten über die Nutzungsdauer zu verteilen. "Viele Handwerker kombinieren laufenden Cashflow mit Leasing und können so schneller investieren", erklärt Dr. Claudia Conen, Hauptgeschäftsführerin des BDL. "Planbare Raten und eine liquiditätsschonende Finanzierung schaffen Spielraum für das operative Geschäft. Insbesondere bei neuen Technologien wie Elektrofahrzeugen nutzen Betriebe Leasing, weil sich Investitionsrisiken und Restwertfragen so besser kalkulieren lassen", führt sie aus.
Rahmenbedingungen als entscheidende Bremse
Dennoch bleibt die Investitionsdynamik im Handwerk und im gesamten Mittelstand schwach. Mehrere Faktoren wie steigende Betriebskosten, langwierige Genehmigungsverfahren und unübersichtliche Förderprogramme bremsen Investitionsentscheidungen aus. Besonders kleine und mittlere Betriebe reagieren sensibel auf wirtschaftliche Unsicherheit und verschieben Investitionen.
Holger Schwannecke, Generalsekretär, Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH):
"Handwerksbetriebe wollen in neue Fahrzeuge, moderne Maschinen, digitale Prozesse investieren. Aber sie brauchen dafür verlässliche Bedingungen: vor allem weniger Bürokratie und Dokumentationspflichten, weniger Abgaben sowie Förderprogramme, die praxistauglich sind. Staatliche Förderinstrumente müssen dabei alle Finanzierungsformen berücksichtigen, das schließt Leasing ein."
Ohne bessere Rahmenbedingungen drohen das Handwerk und der Mittelstand, ihre Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen, warnen beide Verbände. Das wäre nicht nur für die Unternehmen selbst ein Problem, sondern für die gesamte Volkswirtschaft.
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