DJ MÄRKTE ASIEN/Erneute Abgaben - Keine klaren Signale zum Iran-Krieg
DOW JONES--Nach den jüngsten Aufschlägen haben die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag erneut Verluste verzeichnet. Es bestimmten weiterhin die Schlagzeilen rund um den Iran-Krieg das Sentiment. Hatten zuletzt Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts die Märkte nach oben getragen, kehrte nun wieder Ernüchterung ein. Das Weiße Haus hat dem Iran mit weiteren Angriffen für den Fall gedroht, dass Teheran nicht auf das Friedensangebot der USA eingehe. Der Iran hat den 15-Punkteplan aus Washington abgelehnt.
Hinter verschlossenen Türen zeigt sich der Iran in Sachen Friedensverhandlungen mit den USA allerdings wohl weniger unnachgiebig als in der Öffentlichkeit. Das berichteten sowohl arabische Vermittler und auch andere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das mache Hoffnung, dass die diplomatische Initiative, die sie anstoßen wollten, nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt sei, so die Vermittler. Allerdings seien die Erfolgsaussichten gering, da der Iran und die USA Maximalforderungen stellten, die für die jeweils andere Seite inakzeptabel seien.
Das deutlichste Minus verzeichnete der Kospi in Seoul, für den es nach zuletzt zwei Tagen mit Gewinnen um 3,2 Prozent nach unten ging. Hier belasteten zudem Abgaben bei den Index-Schwergewichten Samsung Electronics und SK Hynix. Der Topix-500 in Tokio reduzierte sich um 0,2 Prozent. An den chinesischen Börsen verlor der Shanghai-Composite 1,1 Prozent und der Hang-Seng-Index büßte im späten Handel 1,8 Prozent ein.
Das Risiko eines länger anhaltenden Konflikts konnte auch am wieder steigenden Ölpreis abgelesen werden. Ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 2,6 Prozent auf 104,86 Dollar, nach rund 100 Dollar zur gleichen Zeit am Vortag. Die Volatilität der Ölpreise dürfte angesichts der widersprüchlichen Nachrichtenlage über den Krieg anhalten, sagte Analyst Eric G. Lee von Citi Research. "Unser Basisszenario geht von einem andauernden Konflikt und einer Unterbrechung der Straße (von Hormus) für vier bis sechs Wochen aus, bevor ernsthafte Verhandlungen beginnen," so der Energie-Stratege. Dies könnte bedeuten, dass die Ölpreise kurzfristig zeitweise bis auf 120 US-Dollar pro Barrel steigen, fügte Lee hinzu.
Bei den Einzelwerten ging es in Seoul für Samsung Electronics (-4,7%) und SK Hynix (-6,2%) deutlich abwärts. Google hat einen neuen Komprimierungsalgorithmus entwickelt, der die Speicheranforderungen großer Sprachmodelle erheblich senken könnte, hieß es. Eine größere Akzeptanz der Technologie könnte die KI-gestützte Nachfrage nach fortschrittlichen Speicherchips beeinträchtigen.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.525,70 -0,1 -2,2 06:00 Topix 500 (Tokio) 2.841,02 -0,2 +6,8 07:00 Kospi (Seoul) 5.460,46 -3,2 +29,6 07:30 Hang-Seng (Hongkong) 24.868,70 -1,8 -3,0 09:00 Shanghai-Composite 3.889,08 -1,1 -2,0 08:00 Straits-Times (Singapur) 4.909,16 +0,1 +5,7 10:00 IDX Comp. (Indonesien) 7.171,80 -1,8 -17,1 09:00 KLCI (Malaysia) 1.713,80 -0,2 +2,0 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 08:21 % YTD EUR/USD 1,1559 +0,0 1,1558 1,1601 -1,6 EUR/JPY 184,21 -0,1 184,31 184,44 +0,1 EUR/GBP 0,8652 +0,1 0,8645 0,8662 -0,7 USD/JPY 159,35 -0,1 159,46 158,97 +1,7 USD/KRW 1.503,33 -0,1 1.504,61 1.498,30 +4,4 USD/CNY 6,9033 +0,0 6,9011 6,8937 -1,3 USD/CNH 6,9065 +0,1 6,9018 6,8965 -1,0 USD/HKD 7,8158 -0,0 7,8178 7,8234 +0,4 AUD/USD 0,6945 -0,0 0,6947 0,6974 +4,1 NZD/USD 0,5790 -0,2 0,5804 0,5816 +0,6 BTC/USD 70.018,72 -1,4 70.977,69 71.086,90 -20,2 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 92,88 +2,8 2,56 90,32 Brent/ICE 104,86 +2,6 2,64 102,22 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.448,54 -1,3 -56,52 4.505,06 Silber 69,25 -2,8 -2,03 71,28 Platin 1.877,49 -2,2 -42,24 1.919,73 ===
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March 26, 2026 09:41 ET (13:41 GMT)
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