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MÄRKTE USA/Abwärts - Anleger bleiben in Alarmbereitschaft

DJ MÄRKTE USA/Abwärts - Anleger bleiben in Alarmbereitschaft

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die wieder deutlicher steigenden Ölpreise sorgen am Donnerstag an der Wall Street für Verunsicherung und Verkaufsneigung bei Aktien. Marktteilnehmer sprechen von Hoffen und Bangen, je nach aktueller Nachrichtenlage zu angeblichen Friedensverhandlungen im Nahen Osten. Rückschlägen folgten Tagesgewinne und dann wieder Rückschläge. Der Markt bleibe in Alarmbereitschaft.

Zur Mittagszeit in New York verliert der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent auf 46.216 Punkte. Der breite S&P-500 fällt um 0,8 Prozent, die technologielastigen und zinsreagibleren Nasdaq-Indizes büßen 1,1 Prozent ein.

Weiter beschäftigen die Akteure widersprüchliche Nachrichten zu Gesprächen oder zumindest indirekten Kontakten der Kriegsparteien. Während US-Präsident Trump nicht müde wird zu sagen, der Iran bitte um einen Deal zur Beendigung des Krieges, berichten staatsnahe iranische Medien, dass neben der Straße von Hormus auch die Meerenge Bab al-Mandeb blockiert werden könnte, ein weiterer wichtiger Seehandelsweg für Öltransporte.

Das treibt die Ölpreise wieder stärker nach oben und schürt wieder Inflations- und damit auch Zinserhöhungssorgen. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 5,3 Prozent auf 107,50 Dollar je Barrel. Am Anleihemarkt ziehen die Renditen an, die zehnjährige um 6 Basispunkte auf 4,39 Prozent. Die große Frage ist, wie die US-Notenbank auf steigende Ölpreise und geopolitische Unsicherheiten reagieren wird.

Der Dollar ist weiter gesucht, zum einen in seiner Funktion als sicherer Hafen, zum anderen, weil Öl überwiegend in Dollar abgerechnet wird, weshalb bei steigenden Ölpreisen mehr Dollar nachgefragt werden. Der Euro kommt auf 1,1541, Dollar zurück. Der Goldpreis gibt nach, wobei der Dollar hier bremsend wirkt, weil er das Edelmetall für Käufer aus dem Nichtdollarraum verteuert. Die Feinunze verbilligt sich um 68 auf 4.437 Dollar.

Während Energieaktien bei den Branchen vorne liegen mit einem Plus von 1,6 Prozent, rangieren Technologieaktien am Ende (-1,6%).

Alphabet sinken um 2,2 und Meta um 6,5 Prozent, nachdem eine 20-jährige Klägerin einen Social-Media-Prozess gegen Meta Platforms und Googles YouTube gewonnen hat mit dem Vorwurf, die Apps seien so gestaltet, dass sie abhängig machten und für Jugendliche schädlich seien. Laut der Jury handelten der Instagram-Eigentümer Meta und YouTube fahrlässig, weshalb sie zur Zahlung von 3 Millionen Dollar an die Klägerin verurteilt wurden. Der Ausgang könnte wegweisend sein für hunderte weitere Klagen ähnlicher Art.

Aktien von Speicherherstellern wie Sandisk und Micron Technology geben weiter nach um 7,1 bzw. 4,2 Prozent. Hintergrund ist, dass Google diese Woche TurboQuant veröffentlichte, einen Algorithmus zur künstlichen Intelligenz-Kompression, der angeblich den Speicherbedarf um das Sechsfache reduziert.

Salesforce steigen um 1,7 Prozent. Hier stützt, dass das US-Arbeitsministerium seine National Contact Center mit Salesforce-Technologie modernisiert.

Super Micro Computer fallen um 7,0 Prozent. Bei einem Bundesgericht wurde eine Sammelklage eingereicht, in der dem Unternehmen Wertpapierbetrug vorgeworfen wird. Die Aktie steht unter Druck, seitdem der Mitbegründer von Super Micro und zwei weitere mit dem Unternehmen verbundene Personen wegen illegalen Chip-Schmuggels nach China angeklagt wurden.

Die Aktie des Büromöbelherstellers Millerknoll knickt nach einem schwachen Ausblick um fast 23 Prozent ein. Für Olaplex Holdings geht es sprunghaft um knapp 51 Prozent nach oben. Die Haarpflege-Marke wird vom deutschen Mischkonzern Henkel für 1,4 Milliarden Dollar übernommen.

Navan werden 27,5 Prozent höher gehandelt. Die Plattform für Geschäftsreisen und Spesenmanagement übertraf mit ihren Viertquartalszahlen die Erwartungen der Wall Street. Worthington Steel sacken dagegen nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal um 15,1 Prozent ab.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      46.215,69  -0,5  -213,80    46.429,49 
S&P-500     6.540,37  -0,8   -51,53    6.591,90 
NASDAQ Comp  21.695,93  -1,1  -233,90    21.929,83 
NASDAQ 100   23.890,26  -1,1  -272,71    24.162,98 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,94 +0,06    3,95      3,89 
5 Jahre       4,05 +0,06    4,05      3,99 
10 Jahre      4,39 +0,06    4,39      4,34 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 19:52 
EUR/USD      1,1541  -0,2  -0,0017     1,1558   1,1569 
EUR/JPY      184,26  -0,0  -0,0500     184,31  184,3900 
EUR/CHF      0,9156  +0,1   0,0006     0,9150   0,9155 
EUR/GBP      0,8643  -0,0  -0,0002     0,8645   0,8652 
USD/JPY      159,65  +0,1   0,1900     159,46  159,3400 
GBP/USD      1,335  -0,1  -0,0013     1,3363   1,3369 
USD/CNY      6,9107  +0,1   0,0096     6,9011   6,9011 
USD/CNH      6,9173  +0,2   0,0155     6,9018   6,9028 
AUS/USD      0,6911  -0,5  -0,0036     0,6947   0,6954 
Bitcoin/USD  69.030,37  -2,7 -1.947,32    70.977,69 70.913,91 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     94,55  +4,7    4,23      90,32 
Brent/ICE     107,62  +5,3    5,40     102,22 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.431,83  -1,6   -73,23    4.505,06 
Silber       68,43  -4,0   -2,85      71,28 
Platin     1.860,71  -3,1   -59,02    1.919,73 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 26, 2026 12:10 ET (16:10 GMT)

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