NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag weiter nachgegeben. Angesichts erneut gestiegener Ölpreise wurde die Gemeinschaftswährung in New York zuletzt mit 1,1534 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1539 Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8666 Euro gekostet.
Der Dollar profitierte von der Ölpreisentwicklung, da die USA ein Ölförderland sind. Zudem spricht die sehr hohe Unsicherheit mit Blick auf den Iran-Krieg für die Weltleitwährung Dollar.
Vor dem Ende eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an die Führung in Teheran reichen die Prognosen von einer schnellen Waffenruhe bis zu US-Angriffen mit Bodentruppen. Trump warnte den Iran auf seiner Plattform Truth Social erneut vor Konsequenzen, sollte es zu keiner Einigung kommen. Der Iran müsse ernsthaft verhandeln, es gebe keinen Weg zurück. Die Folgen würden sonst "nicht schön" sein. Wer für die Konfliktparteien jeweils mit wem spricht, bleibt indes völlig unklar.
Trump hatte am Montag weitere hoffnungsvolle Gespräche angekündigt - verbunden mit der Anordnung, Irans Energieinfrastruktur für fünf Tage nicht anzugreifen. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, übermittelte der Iran in der Nacht zum Donnerstag eine Antwort auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Kriegsende - unter anderem mit der Forderung nach einem Ende der Kampfhandlungen an allen Fronten.
Der Iran-Krieg wirkt sich auch auf die deutsche Wirtschaft aus. Die Sorge über die Folgen des Konflikts belastete die Verbraucherstimmung. Das Konsumklima ist im April überraschend deutlich gefallen./jsl/gl/jha/
