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MÄRKTE USA/Aktien sehr schwach - Marktzinsen steigen kräftig

DJ MÄRKTE USA/Aktien sehr schwach - Marktzinsen steigen kräftig

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Mangels Anzeichen für Fortschritte bei den Bemühungen, den Krieg im Iran zu beenden, hat sich am Donnerstag an der Wall Street nach dem Hoffnungsschimmer zuvor Ernüchterung breitgemacht. Marktteilnehmer sprachen von Hoffen und Bangen, je nach aktueller Nachrichtenlage im Nahen Osten. Rückschlägen folgten Tagesgewinne und dann wieder Rückschläge. Der Markt bleibe in Alarmbereitschaft.

Dazu kamen wieder deutlich höhere Ölpreise und steigende Marktzinsen als Belastungsfaktor. Während US-Präsident Trump nicht müde wird zu behaupten, der Iran bitte um einen Deal zur Beendigung des Krieges, berichteten iranische Medien, dass neben der Straße von Hormus auch die Meerenge Bab al-Mandeb blockiert werden könnte. Das trieb die Ölpreise nach oben und schürte wieder Inflations- und damit auch Zinserhöhungssorgen. Die OECD hob ihre Inflationsprognose für die USA von 3,0 auf 4,2 Prozent an und erklärte, die Weltwirtschaft dürfte einen erheblichen Rückschlag erleiden, falls die Energiepreise über längere Zeit hoch blieben.

Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 5,4 Prozent auf 107,74 Dollar je Barrel. Am Anleihemarkt zogen die Renditen an, die zehnjährige um 10 Basispunkte auf 4,43 Prozent.

Der Dow-Jones-Index büßte 1,0 Prozent auf 45.960 Punkte ein. Der breite S&P-500 verlor 1,7 Prozent, die technologielastigen und zinsreagibleren Nasdaq-Indizes kamen um 2,4 Prozent zurück. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 777 Kursgewinner, 1.998 -verlierer und 40 unveränderte Aktien.

Der Dollar war weiter gesucht, zum einen in seiner Funktion als sicherer Hafen, zum anderen, weil Öl überwiegend in Dollar abgerechnet wird, weshalb bei steigenden Ölpreisen mehr Dollar nachgefragt werden. Der Euro ging zuletzt mit 1,1521 Dollar um. Der Goldpreis gab nach, wobei der Dollar hier bremsend wirkte, weil er das Edelmetall für Käufer aus dem Nichtdollarraum verteuert. Die Feinunze verbilligte sich um 152 auf 4.352 Dollar.

Während Energieaktien bei den Branchen vorne lagen mit einem Plus von 1,5 Prozent, rangierten Technologieaktien am Ende (-2,9%).

Alphabet sanken um 3,4 und Meta um 7,9 Prozent, nachdem eine 20-jährige Klägerin einen Social-Media-Prozess gegen Meta Platforms und Googles YouTube gewonnen hatte mit dem Vorwurf, die Apps seien so gestaltet, dass sie abhängig machten und für Jugendliche schädlich seien. Laut der Jury handelten der Instagram-Eigentümer Meta und YouTube fahrlässig, weshalb sie zur Zahlung von 3 Millionen Dollar an die Klägerin verurteilt wurden. Der Ausgang könnte wegweisend sein für hunderte weitere Klagen ähnlicher Art.

Aktien von Speicherherstellern wie Sandisk und Micron Technology gaben weiter nach um 11,0 bzw. 6,9 Prozent. Hintergrund ist, dass Google diese Woche TurboQuant veröffentlichte, einen Algorithmus zur künstlichen Intelligenz-Kompression, der angeblich den Speicherbedarf um das Sechsfache reduziert.

Salesforce stiegen um 2,0 Prozent. Hier stützte, dass das US-Arbeitsministerium seine National Contact Center mit Salesforce-Technologie modernisiert.

Super Micro Computer fielen um 7,2 Prozent. Bei einem Bundesgericht wurde eine Sammelklage eingereicht, in der dem Unternehmen Wertpapierbetrug vorgeworfen wird. Die Aktie steht unter Druck, seitdem der Mitbegründer von Super Micro und zwei weitere mit dem Unternehmen verbundene Personen wegen illegalen Chip-Schmuggels nach China angeklagt wurden.

Für Olaplex Holdings ging es sprunghaft um 51,1 Prozent nach oben. Die Haarpflege-Marke wird vom deutschen Mischkonzern Henkel für 1,4 Milliarden Dollar übernommen.

Brown-Forman schossen um 9,6 Prozent nach oben. Laut einem Bloomberg-Bericht befasst sich der französische Spirituosenhersteller Pernod Ricard mit einer Übernahme des US-Konkurrenten, dem Hersteller des Jack Daniel's Whiskeys.

Die Aktie des Büromöbelherstellers Millerknoll knickte nach einem schwachen Ausblick um fast 23 Prozent ein.

Navan wurden 43,3 Prozent höher gehandelt. Die Plattform für Geschäftsreisen und Spesenmanagement übertraf mit ihren Viertquartalszahlen die Erwartungen der Wall Street. Worthington Steel rutschten nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal um 14,9 Prozent ab.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      45.960,11  -1,0  -469,38    46.429,49 
S&P-500     6.477,16  -1,7  -114,74    6.591,90 
NASDAQ Comp  21.408,08  -2,4  -521,74    21.929,83 
NASDAQ 100   23.587,00  -2,4  -575,98    24.162,98 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,00 +0,12    4,00      3,89 
5 Jahre       4,11 +0,12    4,11      3,99 
10 Jahre      4,43 +0,10    4,43      4,34 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 19:52 
EUR/USD      1,1521  -0,3  -0,0037     1,1558   1,1569 
EUR/JPY      184,14  -0,1  -0,1700     184,31  184,3900 
EUR/CHF      0,9166  +0,2   0,0016     0,9150   0,9155 
EUR/GBP      0,8653  +0,1   0,0008     0,8645   0,8652 
USD/JPY      159,82  +0,2   0,3600     159,46  159,3400 
GBP/USD      1,3308  -0,4  -0,0055     1,3363   1,3369 
USD/CNY      6,9107  +0,1   0,0096     6,9011   6,9011 
USD/CNH      6,9219  +0,3   0,0201     6,9018   6,9028 
AUS/USD      0,6876  -1,0  -0,0071     0,6947   0,6954 
Bitcoin/USD  68.423,63  -3,6 -2.554,06    70.977,69 70.913,91 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     94,06  +4,1    3,74      90,32 
Brent/ICE     107,7  +5,4    5,48     102,22 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.355,61  -3,3  -149,45    4.505,06 
Silber       67,10  -5,9   -4,18      71,28 
Platin     1.818,62  -5,3  -101,11    1.919,73 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 26, 2026 16:09 ET (20:09 GMT)

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