MICHIGAN (dpa-AFX) - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im März stärker als erwartet eingetrübt. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs belasten. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 3,3 Punkte auf 53,3 Punkte. Dies ist der niedrigste Stand seit Dezember. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Rückgang auf 54 Punkte erwartet. In einer ersten Schätzung waren noch 55,5 Punkte ermittelt worden.
Die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich unerwartet. In einer ersten Schätzung war noch ein Anstieg ermittelt worden. Die Erwartungen trübten sich deutlicher ein, als in einer ersten Schätzung ermittelt.
"Bei Verbrauchern mit mittlerem und hohem Einkommen sowie Aktienvermögen, war ein besonders starker Rückgang der Stimmung zu verzeichnen", kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. Diese würden im Zuge des Iran-Kriegs sowohl unter steigenden Benzinpreisen als auch unter den Schwankungen an den Finanzmärkten leiden.
Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen von 3,4 auf 3,8 Prozent. Zunächst war auf Sicht von einem Jahr ein unveränderter Wert von 3,4 Prozent ermittelt worden. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) sanken von 3,3 Prozent auf 3,2 Prozent. Hier wurde der vorherige Wert bestätigt. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen./jsl/jkr/jha/
