DJ Aktien Schweiz gehen leichter ins Wochenende
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Die verworrenen und offenbar stockenden diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand im Iran-Krieg haben am Freitag an der Schweizer Börse erneut für Kursverluste gesorgt. Dazu trug insbesondere auch der auf dem bereits extrem erhöhten Niveau weiter steigende Ölpreis bei. Gerade mit Blick auf das Wochenende dürfte viele Akteure auf Nummer sicher gegangen sein und Risikopositionen reduziert haben. Während die US-Seite ihr Ultimatum für weitere Angriffe auf iranische Energieanlagen verlängerte mit der Begründung, man sei in guten Gesprächen, kamen dazu von Iran weiterhin Dementis.
Der SMI verlor 0,6 Prozent auf 12.570 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 16 Kursverlierer und 4 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 18,92 (Donnerstag: 20,99) Millionen Aktien.
Unter den wenigen Kursgewinnern fanden sich Aktien von Versicherern, die als vergleichsweise wenig zyklisch gelten. Dazu eröffnet das seit dem Kriegsausbruch erhöhte Zinsniveau den Assekuranzen rentablere Anlagen der Versichertengelder. Swiss Re legten um 0,7, Swiss Life um 0,1 Prozent zu. Zurich Insurance tendierten wenig verändert.
Am Ende im SMI lagen Swisscom mit einem Minus von 3,9 Prozent. Die Aktie wurde allerdings ex Dividende gehandelt.
Novartis gaben um 0,3 Prozent nach. Der Pharmakonzern verstärkt sein Immunologie-Portfolio mit der Übernahme von Excellergy für bis zu 2 Milliarden Dollar. Das Biotechnologieunternehmen ist auf Behandlungen von Lebensmittelallergien und anderen Krankheiten spezialisiert. Erst in der vergangenen Woche hatte Novartis den Kauf eines Brustkrebs-Medikamentenkandidaten von Synnovation Therapeutics für bis zu 3 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Der Pharmakonzern setzt verstärkt auf Zukäufe, um seine Pipeline zu füllen und bevorstehende Patentabläufe abzufedern.
Mit Nestle hielt sich ein weiteres Schwergewicht gut, der Kurs der als defensiv geltenden Aktie stieg um 0,2 Prozent. Nestle macht laut der Financial Times Fortschritte beim geplanten Verkauf eines Teils des Wassergeschäfts mit Marken wie Perrier und San Pellegrino. Investmentgruppen befinden sich demnach in der nächsten Bieterrunde für einen Anteil von 50 Prozent an der Sparte. Die Zeitung spekuliert über einen Wert von rund 5 Milliarden Euro.
In der zweiten Reihe verloren Barry Callebaut 2,8 Prozent, laut Marktbeobachtern nach einer Abstufung auf "Underweight" durch Barclays.
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