DJ MÄRKTE ASIEN/Deutliche Abgaben wegen Nahostkrieg
DOW JONES--An den asiatischen Aktienmärkten setzt sich am Montag der Kursrutsch der Wall Street vom Wochenschluss nahezu ungebremst fort. Sorge vor schwerwiegenden Kriegsfolgen im Iran auf die globale Inflation und das Wachstum fördern den Ausstieg aus Aktien. Belastet wird das Sentiment von weiter anziehenden Ölpreisen, die europäische Rohölsorte Brent nähert sich mit über 115 US-Dollar das Fass wieder dem Höchststand seit Ausbruch des Irankrieges von knapp 120 Dollar. Marktteilnehmer sprechen von einer diffusen Nachrichtenlage zum Iran-Krieg.
Aussagen von US-Präsident Donald Trump und Regierungsmitgliedern über ein mögliches baldiges Kriegsende passten nicht recht zu den Schlagzeilen zum Kriegsgeschehen, heißt es. So drohte Trump in der Financial Times damit, dass er iranisches Öl und die Insel Kharg mit dem wichtigen Exportzentrum beschlagnahmen könnte. Das Wall Street Journal berichtet von Plänen über eine Operation zur Sicherung von iranischem Uran. Zudem greifen vom Iran unterstützte Huthi-Rebellen vom Jemen aus verstärkt in den Nahostkrieg ein.
Der Nikkei-225 verliert 3,4 Prozent auf 51.535 Punkte, lag aber schon deutlicher im Minus. In Japan werden auch einige Werte ex Dividende gehandelt. Chip- und Elektronikwerte führen die Verliererliste an. Der Yen legt zum Dollar leicht zu, da die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Devisenintervention gestiegen ist. Notenbankgouverneur Ueda sagte, die Zentralbank werde die Geldpolitik angemessen steuern und dabei die Auswirkungen auf die Wechselkurse sorgfältig beobachten. Regierungsmitglied Atsushi Mimura wurde am Montag noch deutlicher und stellte "entschlossene" Maßnahmen zur Stützung des Yen in Aussicht. Der Anstieg des US-Dollars über die Marke von 160 Yen am Freitag befeuert die Marktspekulation über eine mögliche Intervention.
Belastet von Technologietiteln verliert der Kospi in Südkorea 3,4 Prozent. Die chinesischen Börsen halten sich indes wacker: Der HSI in Hongkong büßt 0,9 Prozent ein, der Shanghai-Composite steigt sogar um 0,2 Prozent. Der Iran bemüht sich, chinesische Schiffe durch die Seestraße von Hormus passieren zu lassen. In Australien hat der S&P/ASX-200 mit Abschlägen von 0,7 Prozent geschlossen. Der Leitindex hat damit sein bisheriges Monatsminus von 7,4 Prozent ausgeweitet.
Der chinesische E-Autobauer BYD hat schwache Geschäftszahlen vorgelegt, die Aktie hält sich aber in Hongkong knapp im Plus. Bernstein glaubt, dass sich die Wachstumsdynamik ab dem zweiten Quartal verbessern werde.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.454,70 -0,7 -3,0 06:00 Nikkei-225 51,534.89 -3,4 - 07:00 Topix 500 (Tokio) 2.756,08 -3,2 +3,6 07:00 Kospi (Seoul) 5.272,14 -3,1 +25,1 07:30 Hang-Seng (Hongkong) 24.727,84 -0,9 -3,6 09:00 Shanghai-Composite 3.922,72 +0,2 -1,2 08:00 Straits-Times (Singapur) 4.899,04 +0,0 +5,4 10:00 IDX Comp. (Indonesien) 7.070,69 -0,4 -18,2 09:00 KLCI (Malaysia) 1.686,85 -1,5 +0,5 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 08:28 % YTD EUR/USD 1,1516 +0,1 1,1508 1,1524 -2,0 EUR/JPY 184,00 -0,2 184,41 184,28 +0,0 EUR/GBP 0,8675 -0,0 0,8678 0,8648 -0,5 USD/JPY 159,75 -0,4 160,31 159,89 +2,0 USD/KRW 1.512,65 +0,3 1.508,15 1.506,60 +5,0 USD/CNY 6,9073 -0,1 6,9116 6,9100 -1,2 USD/CNH 6,9135 -0,1 6,9182 6,9160 -0,9 USD/HKD 7,8326 0,0 7,8328 7,8320 +0,7 AUD/USD 0,6866 -0,1 0,6870 0,6889 +2,9 NZD/USD 0,5736 -0,2 0,5745 0,5768 -0,4 BTC/USD 67.353,28 +1,2 66.561,96 68.864,51 -23,2 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 101,33 +1,7 1,69 99,64 Brent/ICE 115,35 +2,5 2,78 112,57 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.487,66 -0,1 -4,82 4.492,48 Silber 69,90 +0,4 0,31 69,59 Platin 1.912,04 +2,6 49,14 1.862,89 ===
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