Wien (www.anleihencheck.de) - Wir erwarten für den HVPI des Euroraums im März eine Jahresrate von 2,7% und eine Kerninflation von 2,4% - die Gesamtinflation läge damit deutlich über dem Wert vom Februar (1,9%), so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).Diese Entwicklung markiere den ersten spürbaren Preiseffekt des US-Iran-Konflikts auf die Verbraucherpreise. Energie stelle momentan den wichtigsten Übertragungskanal dar: Die Benzinpreise seien im Monatsvergleich um bis zu 15% nach oben gesprungen, während sich die Anstiege bei den Großhandelspreisen für Gas und Strom bisher nur begrenzt in den Haushaltsenergiepreisen niedergeschlagen hätten. Die Kerninflation bleibe im Jahresvergleich gegenüber Februar weitgehend stabil. Allerdings sei der Februarwert teilweise durch Einmaleffekte - namentlich die Olympischen Winterspiele in Italien - erhöht gewesen. Eine mechanische Korrektur im März sei zu erwarten gewesen, sei jedoch weitgehend durch anziehende Kosten in anderen Bereichen der Wirtschaft zunichtegemacht worden. Wichtig sei: Störungen in der Straße von Hormus würden längst nicht nur Öl und Gas betreffen. Sie würden sich auf zahlreiche industrielle Vorprodukte auswirken - etwa Schwefel, Kunststoffe, Aluminium und Düngemittel - und so den Kostendruck in den Fertigungs-Lieferketten verstärken. Die März-PMI-Erhebung bestätige, dass die Hersteller im Euroraum mit höheren Inputpreisen konfrontiert seien und bereits begonnen hätten, ihre Verkaufspreise anzuheben. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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