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30.03.26 | 15:40
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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Verhaltene Erholung zum Wochenstart - Suss schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Verhaltene Erholung zum Wochenstart - Suss schwach

DOW JONES--Nach dem Abverkauf am Freitag zeigen sich die europäischen Aktienmärkte zum Wochenauftakt stabil. Der DAX legt am Mittag um 0,3 Prozent auf 22.378 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,4 Prozent auf 5.529 Punkte nach oben. Etwas stützend wirken nachgebende Renditen an den Anleihemärkten, was als Entspannungssignal gewertet werden kann. Am Devisenmarkt verliert der Euro leicht auf 1,1490 Dollar. Der Goldpreis zieht um 1,1 Prozent auf 4.544 Dollar die Feinunze an.

US-Präsident Donald Trump hat sich zwar zuversichtlich über eine Verhandlungslösung mit dem Iran gezeigt. Zugleich schließt er eine Einnahme der strategisch wichtigen Kharg Insel nicht aus. Von dort wird ein Großteil des iranischen Öls exportiert. Seit Tagen verstärken die USA die Präsenz ihrer Bodentruppen in der Region. Ein Barrel der Rohöl-Sorte Brent steigt aktuell um 2,1 Prozent auf 114,98 Dollar und handelt damit nur noch knapp unter dem Höchststand seit Ausbruch des Iran-Kriegs bei etwa 120 Dollar.

Die Ölpreise sehen sich nun mit einem längerfristig höheren Ausgangsniveau konfrontiert, schreiben die Strategen der Societe Generale. Der sich zuspitzende Konflikt im Nahen Osten nehme jede realistische Chance auf eine kurzfristige Deeskalation. Die Strategen verschieben ihren angenommenen Zeitplan für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus von März auf "deutlich in den April hinein". Sie erwarten, dass der Preis für Brent-Rohöl im April im Durchschnitt bei rund 125 US-Dollar pro Barrel liegen werde, mit glaubwürdigen Bewegungen in Richtung 150 US-Dollar, angesichts wachsender Infrastrukturrisiken und zunehmender Raffinerie-Stilllegungen.

Mit der Veröffentlichung der deutschen Verbraucherpreise für März am Nachmittag dürften die ersten Spuren des Iran-Kriegs hierzulande deutlich werden. Im Konsens wird ein Preisanstieg von 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat erwartet nach zuvor 0,2 Prozent. Im weiteren Wochenverlauf stehen dann die Preisdaten auf gesamteuropäischer Ebene an. "Lässt ein Ende des Iran-Kriegs weiter auf sich warten, dürfte die Teuerungsrate in den kommenden Monaten weiter zulegen", so die Commerzbank. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte sich zum Handeln gezwungen sehen.

Trotz besser als erwartet ausgefallener Zahlen für das abgelaufene Jahr brechen Suss Microtec um 11,1 Prozent ein. Es belastet der Ausblick auf das laufende Jahr. Für 2026 prognostiziere Suss eine EBIT-Marge von 8 bis 10 Prozent, diese liege wie erwartet deutlich unter der Konsenserwartung von über 11 Prozent. Die Analysten von MWB hatten mit 9,8 Prozent gerechnet. Es werde angenommen, dass die Prognose nach dem letztjährigen Ergebnisrückgang eine gewisse Vorsicht beinhalte.

Die Übernahme der Muttergesellschaft von Mediamarkt und Saturn durch die chinesische JD.com ist noch nicht in trockenen Tüchern. Wie Ceconomy mitteilte, ist es ungewiss, ob bzw. wann die investitionskontrollrechtliche Freigabe in Österreich erteilt wird. Für die Ceconomy-Aktie geht es um 5 Prozent nach unten.

Der dänische Offshore-Windparkkonzern Orsted wird von einer Abkehr von fossilen Brennstoffen in Europa und einem nachlassenden regulatorischen Druck in den USA profitieren, wie die Analysten der Bank of America schreiben. Der Krieg im Nahen Osten werde den Anstoß für die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen auch in Europa geben, wobei die Offshore-Windkraft ein wichtiger potenzieller Nutznießer sei. Das Risiko politischer Maßnahmen gegen die US-Aktivitäten von Orsted habe sich deutlich verringert. Die Orsted-Aktie steigt um 7,3 Prozent, während der breiter gefasste europäische Versorgersektor um 2,1 Prozent zulegt.

Die Aktie von Sanofi fällt um 1,0 Prozent, nachdem der französische Pharmakonzern einen zweiten Fall eines Kaposi-Sarkoms - einer Art von Hautkrebs - in einer Spätphasenstudie für das experimentelle Ekzem-Medikament Amlitelimab gemeldet hat. "Ein Kaposi-Sarkom tritt auch bei anderen Immunmodulatoren auf, aber unserer Ansicht nach können zusätzliche Risikofaktoren ungünstig sein, wenn es andere Behandlungsoptionen gibt, die diese Risiken nicht aufweisen", so die Analysten der UBS.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.528,76  +0,4   22,96    5.505,80    16,8 
Stoxx-50    4.832,81  +0,5   24,88    4.807,93    11,9 
DAX      22.377,63  +0,3   76,88    22.300,75    19,9 
MDAX      27.637,83  -0,1   -17,62    27.039,42    15,3 
TecDAX     3.369,74  +0,6   20,09    3.091,28    4,8 
SDAX      16.282,84  -0,3   -55,57    13.062,07    22,4 
CAC       7.735,80  +0,4   33,85    7.701,95    10,0 
SMI      12.620,87  +0,4   50,61    12.570,26    11,4 
ATX       5.254,06  -0,3   -16,72    5.270,78    38,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:46 
EUR/USD      1,1490  -0,2  -0,0018     1,1508   1,1508 
EUR/JPY      183,29  -0,6  -1,1200     184,41  184,5600 
EUR/CHF      0,9182  -0,1  -0,0012     0,9194   0,9180 
EUR/GBP      0,8679  +0,0   0,0001     0,8678   0,8676 
USD/JPY      159,51  -0,5  -0,8000     160,31  160,3500 
GBP/USD      1,3237  -0,1  -0,0019     1,3256   1,3261 
USD/CNY      6,9102  -0,0  -0,0014     6,9116   6,9116 
USD/CNH      6,9171  -0,0  -0,0011     6,9182   6,9204 
AUS/USD      0,6858  -0,2  -0,0012      0,687   0,6866 
Bitcoin/USD  67.505,33  +1,4   943,37    66.561,96 65.635,62 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     100,76  +1,1    1,12      99,64 
Brent/ICE     114,98  +2,1    2,41     112,57 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.543,72  +1,1   51,24    4.492,48 
Silber       71,21  +2,3    1,62      69,59 
Platin     1.920,34  +3,1   57,45    1.862,89 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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March 30, 2026 07:28 ET (11:28 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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