Berlin (ots) -
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die von der Bundesregierung an die EU-Kommission übermittelten Vorschläge zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Aus Sicht der DUH drohen sie, zentrale Kontrollmechanismen zu schwächen und damit die Durchsetzung der Verordnung zu entwerten. Die Bundesregierung fordert unter anderem Sammelmeldungen für Land- und Forstbetriebe, weniger Nachweise bei Importen aus Niedrigrisikoländern, reduzierte Anforderungen an Legalität und Prüfung der Rechtmäßigkeit sowie Sanktionen nur noch beim ersten Inverkehrbringen, etwa an der EU-Außengrenze. Die EU-Kommission entscheidet im April über den weiteren Kurs - die Bundesregierung muss sich aus Sicht der DUH klar gegen weitere Ausnahmen und gegen eine Verwässerung der Gesetzgebung und Schwächung der Kontrollen positionieren.
Dazu Svane Bender, Leiterin Naturschutz und Biologische Vielfalt der DUH:
"Minister Rainer schwächt mit seinem Vorstoß den Kern der EU-Entwaldungsverordnung. Wer Nachweise für Importe aus sogenannten Niedrigrisikoländern reduziert, den Umfang der Prüfung einschränkt und die Prüfpflichten der Kontrollbehörden beschneidet, schafft neue Lücken für illegales Holz und entwaldungsbelastete Rohstoffe wie Soja oder Leder. Niedrigrisiko heißt nicht kein Risiko - gerade bei einer Umlenkung über Zwischenstationen, Mischungen und komplexen Lieferketten. Neue Auswertungen der Initiative Trase zeigen zudem, dass die EU weiterhin eine erhebliche Entwaldungsbilanz über Agrarimporte hat und Deutschland zu den besonders exponierten Mitgliedstaaten zählt. Genau deshalb brauchen wir jetzt konsequente Kontrollen und klare Anforderungen statt Abschwächungen. Die Bundesregierung sollte die EU-Entwaldungsverordnung vor Angriffen beispielsweise durch die Lederlobby schützen und darf nicht an ihr sägen."
Pressekontakt:
Svane Bender, Leiterin Naturschutz und Biologische Vielfalt
0151 70534254, bender@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/22521/6246992
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die von der Bundesregierung an die EU-Kommission übermittelten Vorschläge zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Aus Sicht der DUH drohen sie, zentrale Kontrollmechanismen zu schwächen und damit die Durchsetzung der Verordnung zu entwerten. Die Bundesregierung fordert unter anderem Sammelmeldungen für Land- und Forstbetriebe, weniger Nachweise bei Importen aus Niedrigrisikoländern, reduzierte Anforderungen an Legalität und Prüfung der Rechtmäßigkeit sowie Sanktionen nur noch beim ersten Inverkehrbringen, etwa an der EU-Außengrenze. Die EU-Kommission entscheidet im April über den weiteren Kurs - die Bundesregierung muss sich aus Sicht der DUH klar gegen weitere Ausnahmen und gegen eine Verwässerung der Gesetzgebung und Schwächung der Kontrollen positionieren.
Dazu Svane Bender, Leiterin Naturschutz und Biologische Vielfalt der DUH:
"Minister Rainer schwächt mit seinem Vorstoß den Kern der EU-Entwaldungsverordnung. Wer Nachweise für Importe aus sogenannten Niedrigrisikoländern reduziert, den Umfang der Prüfung einschränkt und die Prüfpflichten der Kontrollbehörden beschneidet, schafft neue Lücken für illegales Holz und entwaldungsbelastete Rohstoffe wie Soja oder Leder. Niedrigrisiko heißt nicht kein Risiko - gerade bei einer Umlenkung über Zwischenstationen, Mischungen und komplexen Lieferketten. Neue Auswertungen der Initiative Trase zeigen zudem, dass die EU weiterhin eine erhebliche Entwaldungsbilanz über Agrarimporte hat und Deutschland zu den besonders exponierten Mitgliedstaaten zählt. Genau deshalb brauchen wir jetzt konsequente Kontrollen und klare Anforderungen statt Abschwächungen. Die Bundesregierung sollte die EU-Entwaldungsverordnung vor Angriffen beispielsweise durch die Lederlobby schützen und darf nicht an ihr sägen."
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