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MÄRKTE EUROPA/DAX setzt Erholung fort - Inflationsdaten ohne Einfluss

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX setzt Erholung fort - Inflationsdaten ohne Einfluss

DOW JONES--Nach dem Plus zum Wochenstart geht es an den europäischen Aktienmärkten am Dienstag weiter nach oben. In einem nervösen Handel gewinnt der DAX 0,9 Prozent auf 22.758 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,7 Prozent auf 5.583 Punkte aufwärts. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent gewinnt 1,8 Prozent auf 114,79 Dollar. An den Anleihemärkten treten die Kurse nahezu auf der Stelle während am Devisenmarkt der Euro kaum verändert bei 1,1468 Dollar notiert.

Leicht positiv wirkt ein Bericht des "Wall Street Journal". Demnach soll US-Präsident Donald Trump bereit sein, den Iran-Krieg zu beenden auch ohne Öffnung der Straße von Hormus. Diese ist seit geraumer Zeit faktisch geschlossen. Trump spricht derweil weiter von erheblichen Fortschritten in den Friendensverhandlungen mit dem Iran, zugleich bereiten die USA aber offenbar eine begrenzte Bodenoffensive vor. Die bisherigen Schäden, die durch den Iran-Krieg entstanden seien, lassen sich indes kaum beziffern. "Die gestiegenen Energiepreise und die Verknappung von Rohöllieferungen bleiben ein Problem. Sollte der Krieg im Iran beendet werden und die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bleiben, würde das den europäischen Unternehmen nur bedingt helfen", so die Einschätzung von CMC.

Euroraum-Teuerung folgt "mildem" EZB-Szenario

Trotz des Sprungs der Energiepreise im März entsprechen die tatsächlichen Inflationsraten von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer am ehesten dem mildesten Szenario der Europäischen Zentralbank (EZB), in dem die Inflation im zweiten Quartal nur knapp über die Marke von 3 Prozent klettert. "Das spricht dagegen, dass die EZB ihre Leitzinsen wie vom Markt erwartet mehrmals anheben wird", schreibt er in einem Kommentar. Die Commerzbank-Volkswirte gingen davon aus, dass die EZB einmal im April die Leitzinsen erhöhen oder zumindest einen Zinsschritt im Juni andeuten werde. Für sich genommen hätte der deutlich höhere Ölpreis Stamer zufolge im März für einen noch höheren Sprung der Energiepreise gesprochen. Dass es nicht so weit gekommen sei, gehe auf Steuersenkungen in Spanien und Italien als Reaktion auf die hohen Energiepreise zurück.

Kein guter Jahresauftakt für Aktien

Nachdem Investoren bei europäischen Aktien in den vergangenen beiden Jahren gute Gewinne einfahren konnten, gaben sie diese zum Teil im ersten Quartal 2026 wieder ab. Am deutschen Aktienmarkt verlor der DAX knapp 8 Prozent, der MDAX etwas mehr. Der Euro-Stoxx-50 als Preisindex hielt sich mit minus 4 Prozent deutlich besser, der STOXX-600 notiert rund 1,5 Prozent im Minus. Gold handelte zuletzt ebenfalls extrem volatil, seit Jahresbeginn notiert der "sichere Hafen" noch 4 Prozent im Plus. Keinen sicheren Hafen lieferten dagegen die Anleihen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg von 2,85 Prozent auf 3,05 Prozent, für den Kurs bedeutete dies ein Minus von rund 3 Prozent.

Die Gespräche über einen anteiligen Ausstieg aus dem Lebensmittel-Geschäft bei Unilever (+0,1%) lösen weiterhin keine Begeisterungsstürme bei den Anlegern aus. Bei der Transaktion soll das Lebensmittel-Geschäft mit dem US-Gewürzhersteller McCormick zusammengelegt werden. Wie RBC anmerkt, würde Unilever nach einem Deal 65 Prozent des neuen Unternehmens besitzen - von einem Exit könne also keine Rede sein.

Im Vorfeld der Ergebnisse von Beiersdorf (+0,4%) für das erste Quartal 2026 hat die UBS die Aktie auf "Neutral" von "Sell" hochgestuft. Sowohl beim Wachstum, das derzeit weltweit eher stagnierend sei, als auch bei der Fähigkeit, die Marktdynamik von Nivea rasch wiederzubeleben, sind die Analysten vorsichtig. Allerdings werde Beiersdorf nach einer deutlichen Underperformance der Aktie seit Jahresbeginn mit einem Bewertungsabschlag von 20 Prozent gegenüber dem Sektor gehandelt - und deutlich unter dem 10-Jahresdurchschnitt beim KGV.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Euro-Stoxx-50  5.582,63  +0,7   40,84    5.541,79 
Stoxx-50    4.885,40  +0,8   36,63    4.848,77 
DAX      22.757,67  +0,9   194,79    22.562,88 
MDAX      28.132,89  +1,2   332,40    27.039,42 
TecDAX     3.420,59  +1,1   36,22    3.091,28 
SDAX      16.498,47  +0,7   108,68    13.062,07 
CAC       7.828,44  +0,7   55,99    7.772,45 
SMI      12.804,63  +1,1   135,96    12.668,67 
ATX       5.319,80  +0,5   25,92    5.293,88 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr 
EUR/USD      1,1468  +0,0   0,0003     1,1465     1,1451 
EUR/JPY      183,03  -0,0  -0,0200     183,05    182,7600 
EUR/CHF      0,9179  +0,2   0,0016     0,9163     0,9163 
EUR/GBP      0,8681  -0,1  -0,0011     0,8692     0,8684 
USD/JPY      159,6  -0,1  -0,1200     159,72    159,5800 
GBP/USD      1,3209  +0,2   0,0024     1,3185     1,3183 
USD/CNY      6,9064  -0,1  -0,0055     6,9119     6,9134 
USD/CNH      6,9124  -0,0  -0,0026     6,9150     6,9186 
AUS/USD      0,6873  +0,3   0,0022     0,6851     0,6848 
Bitcoin/USD  66.572,70  -0,0   -20,62    66.593,32   67.387,43 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     103,65  +0,8    0,77     102,88 
Brent/ICE     114,79  +1,8    2,01     112,78 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.576,22  +1,5   65,98    4.510,24 
Silber       73,09  +4,4    3,11      69,98 
Platin     1.932,49  +1,7   32,98    1.899,50 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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March 31, 2026 07:33 ET (11:33 GMT)

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Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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