ROUNDUP/Eurozone: Iran-Krieg treibt Inflation auf 2,5 Prozent
LUXEMBURG - Mit dem Ölpreisschub im Zuge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone deutlich angezogen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im März um 2,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Februar hatte die Inflationsrate bei 1,9 Prozent gelegen. Volkswirte hatten allerdings im Schnitt einen noch etwas stärkeren Anstieg auf 2,6 Prozent erwartet. Die Europäischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an.
ROUNDUP: USA sehen entscheidende Tage im Iran-Krieg
TEHERAN/WASHINGTON - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. "In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt - die kommenden Tage werden entscheidend sein", sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington. Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. "In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln."
USA: Verbrauchervertrauen verbessert sich unerwartet
WASHINGTON - Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im März unerwartet verbessert. Der Konsumindikator sei um 0,8 Punkte auf 91,8 Zähler gestiegen, teilte das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. Volkswirte hatten mit 87,9 Punkten gerechnet. Der Wert für den Vormonat wurde von 91,2 auf 91,0 Einheiten nach unten revidiert.
ROUNDUP 3: Kritik an Sparvorschlägen - Warken: 'Alle ins Boot'
BERLIN - Die Vorschläge einer Expertenkommission für milliardenschwere Einsparungen im Gesundheitswesen stoßen auf viel Kritik - bei Ärztevertretern, Pharmabranche und Patientenvertretern. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte mit Blick auf das nun geplante Gesetzespaket im ZDF, Einwände aus allen Richtungen habe sie erwartet. "Aber jedem muss klar sein, dass wir alle Bereiche mit ins Boot nehmen werden." Teil der Empfehlungen sind auch deutlich spürbare Preisaufschläge für Zigaretten und Spirituosen.
Trump zu Großbritannien: 'Holt euch euer eigenes Öl'
LONDON/WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat wegen der aus seiner Sicht fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg erneut gegen Großbritannien und andere Länder ausgeholt. Alle Länder, die aufgrund der Blockade der Straße von Hormus kein Öl bekommen könnten, "wie etwa das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der Enthauptung Irans zu beteiligen", sollen ihr Öl entweder in den USA kaufen oder es selbst von der Straße von Hormus holen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
ROUNDUP/Merz stellt klar: 80-Prozent Rückkehrziel kam von al-Scharaa
BERLIN - Von den in Deutschland lebenden Syrern sollen 80 Prozent in ihr Herkunftsland zurückkehren - diese Forderung geht nach Aussagen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa zurück. "Die Zahl von 80 Prozent Rückkehrern innerhalb von drei Jahren hat der syrische Präsident genannt. Wir haben diese Zahl zur Kenntnis genommen, sind uns aber der Dimension der Aufgabe bewusst", teilte Merz in Berlin mit.
Edelmetallverband: Gold zieht wieder an, Silber gefragt
PFORZHEIM - Die Edelmetallbranche in Deutschland blickt angesichts der weltpolitischen Lage, wieder steigender Nachfrage nach Gold und hohem Bedarf unter anderem an Silber positiv auf das laufende Jahr. "Die Unsicherheiten und globalen Spannungen nehmen ja nicht ab", sagte Thomas Weiß von der Fachvereinigung Edelmetalle in Pforzheim.
Japan: Inflation im Großraum Tokio sinkt trotz Ölpreisschock
TOKIO - In Japan ist die Inflation im Großraum Tokio trotz des Ölpreisschubs infolge des Iran-Kriegs den vierten Monat in Folge gesunken. Im März legten die Verbraucherpreise in der Hauptstadt ohne Frischwaren im Jahresvergleich um 1,7 Prozent zu, wie die Regierung am Dienstag in Tokio mitteilte. Seit November hat sich die Teuerung abgeschwächt, nachdem sie damals noch bei 2,8 Prozent gelegen hatte.
ROUNDUP: Überraschend gute Stimmung in Chinas größeren Industriebetrieben
PEKING - In China hat sich die Stimmung in den größeren Industriebetrieben trotz steigender Energiepreise infolge des Iran-Kriegs überraschend stark aufgehellt. Der staatlich ermittelte Einkaufsmanagerindex (PMI) für das produzierende Gewerbe legte im März im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Punkte auf 50,4 Zähler zu, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte. Von Bloomberg befragte Experten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 50,1 Punkte gerechnet.
Bundesbank: Staatsschulden um 144 Milliarden Euro gestiegen
FRANKFURT - Die deutschen Staatsschulden sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Berechnungen der Bundesbank legten die Gesamtschulden um 144 Milliarden Euro auf 2,84 Billionen Euro zu. Dabei wuchsen die Schulden des Bundes, einschließlich der Extra-Haushalte mit zusätzlich 107 Milliarden Euro am stärksten. Dieser Betrag hat sich gegenüber dem Vorjahr (36 Mrd. Euro) nahezu verdreifacht. Auch Bundesländer, Kommunen und Sozialversicherungen machten zusätzliche Schulden.
Italien: Inflation bleibt stabil
ROM - In Italien hat sich die Inflation trotz des Ölpreisschubs im Zuge des Iran-Krieges überraschend auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau gehalten. Die nach europäischem Standard erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten auf Jahressicht um 1,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat nach einer ersten Schätzung am Dienstag in Rom mitteilte. Auch im Februar hatte die Teuerung bei 1,5 Prozent gelegen, nachdem sie im Januar mit 1,0 Prozent so schwach war wie seit Herbst 2024 nicht mehr.
Ifo-Institut: Geschäftsklima im Osten kühlt sich weiter ab
DRESDEN - Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich im März erneut geringfügig verschlechtert. Wie das Ifo-Institut in Dresden mitteilte, sank der Geschäftsklimaindex von 89,3 Punkten im Februar auf 88,9 Punkte. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage demnach deutlich besser als im Vormonat, senkten zugleich jedoch ihre Erwartungen für die kommenden Monate merklich ab.
ROUNDUP: Zahl der Arbeitslosen fällt im März um knapp 50.000
NÜRNBERG - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März im Vergleich zum Vormonat um 49.000 gesunken. Sie bleibt mit 3,021 Millionen aber oberhalb der Drei-Millionen-Marke, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Im Vergleich zum selben Zeitpunkt des Vorjahres bedeutet das ein Plus von 54.000 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote sank im März gegenüber Februar um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent.
IWF: Iran-Krieg treibt Inflation und bedroht Lieferketten
WASHINGTON - Der Krieg im Nahen Osten hat nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitreichende Folgen für Energiehandel, globale Lieferketten und Finanzmärkte und belastet die Weltwirtschaft erheblich.
Deutschland: Umsatz im Einzelhandel geht überraschend weiter zurück
WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel hat im Februar überraschend einen weiteren Dämpfer erhalten. Im Monatsvergleich sanken die Umsätze preisbereinigt (real) um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Der Rückgang kam für Analysten überraschend. Sie hatten im Schnitt einen Zuwachs um 0,3 Prozent erwartet. Bereits im Januar waren die Umsätze um 1,1 Prozent gesunken.
Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
/jsl
