DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
BANKEN - Die Finanzaufseher von Bafin und Deutscher Bundesbank stellen kleineren und mittelgroßen Instituten im diesjährigen Stresstest Erleichterungen in Aussicht. Rund 1.100 sogenannte weniger bedeutende Institute (less significant institutions/LSI), meist Genossenschaftsbanken und Sparkassen, unterziehen sich seit dem 1. April der alle zwei Jahre stattfindenden Übung. Die Stresstest-Resultate sollen am 24. September in einer Pressekonferenz in Frankfurt vorgestellt werden. Die Methodik wurde im Vergleich mit dem jüngsten Stresstest 2024 überarbeitet, um ihn für alle Institute zu vereinfachen. (Börsen-Zeitung)
KFZ-STEUERENTLASTUNG - Die Bundesregierung arbeitet an einer direkten Entlastung wegen der hohen Spritpreise. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Informationen aus Regierungskreisen. Konkret wird in der Regierung geprüft, ob für Autofahrer aufgrund der hohen Preise für Benzin und Diesel die Kfz-Steuer sinken kann. Die Herausforderung ist, dass bei einer Absenkung des Kfz-Steuersatzes vor allem Besitzer von großen Autos profitieren würden und die Kfz-Steuer nur jährlich abgeführt wird. Deshalb ist nun die Idee, Autohaltern eine pauschale Senkung der Kfz-Steuer als Prämie auszuzahlen. Dafür könnte der neue "Direktauszahlungsmechanismus" genutzt werden. (Handelsblatt)
ATOMKRAFT - Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat zu einem Umdenken in Bezug auf die Ablehnung der Kernenergie in Deutschland aufgerufen und gewarnt, dass die Abhängigkeit von Gas Deutschland anfällig für Energieschocks mache. Anlässlich der Eröffnung einer Investorenkonferenz zur Anwerbung ausländischen Kapitals für die größte Volkswirtschaft Europas sagte Reiche, die Entscheidung früherer Regierungen, die deutschen Kernkraftwerke abzuschalten, bedeute, dass es nun keine Alternative zu Gas gebe, um die Nachfrage zu decken. "Wir brauchen Gas, um unsere Versorgung zu sichern - das ist die einzige Grundlastversorgung, die mir noch bleibt", sagte sie der Financial Times. "Politisch gesehen habe ich keine Alternative." (Financial Times)
TOKENISIERUNG - Die französische Finanzplatzvereinigung Paris Europlace drängt Banken, Versicherungen, Börsenmakler und andere Marktteilnehmer, sich so schnell wie möglich auf eine durchgehende Digitalisierung der Branche vorzubereiten. Die französische Hauptstadt befindet sich hier auch in einem innereuropäischen Wettlauf mit Frankfurt. Paris Europlace hat daher einen Bericht erstellt, der die Herausforderungen durch die Digitalisierung der Finanzwirtschaft an den Finanzplatz Paris skizziert. Parallel dazu haben die Börsenaufsicht Autorité des marchés financiers (AMF), die Banque de France und die Leitung des Schatzamtes Mitte März eine strategische Gruppe lanciert, um Initiativen für Stablecoins, tokenisierte Fonds und für auf verteilten Registern beruhende Marktinfrastrukturen am Finanzplatz Paris zu koordinieren. (Börsen-Zeitung)
EMISSIONSHANDEL - Die EU-Kommission plant eine Reform des Europäischen Emissionshandels ETS, um die krisengeplagte Chemieindustrie zu entlasten. Die Unternehmen sollen für eine bestimmte Produktionsmenge ausreichend kostenlose Emissionszertifikate zugeteilt bekommen. Dafür werden die sogenannten Benchmarks im ETS gesenkt. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der EU-Kommission. Zudem will die EU über einen anderen Hebel kurzfristige Preisanstiege im Handel abfedern. Das Handelsblatt hatte bereits im Februar darüber berichtet, dass die EU ihr zentrales Klimaschutzinstrument abschwächen will. (Handelsblatt)
SONDERVERMÖGEN - Länder und Kommunen wollen die 100 Milliarden Euro aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen des Bundes schwerpunktmäßig für Straßenbau und Krankenhäuser ausgeben. Das ergab eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) unter den 16 Bundesländern. Sie mussten bis Dienstag beim Bundesfinanzministerium ihre Pläne vorlegen, wie sie das Geld aus dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen des Bundes für die nächsten zwölf Jahre verplanen. (RND)
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April 01, 2026 01:11 ET (05:11 GMT)
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