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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

US-Präsident Donald Trump will am Mittwochabend um 21.00 Uhr Ostküstenzeit in einer Rede "ein wichtiges Update zu Iran" geben. Das kündigte Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, an. Trump hatte am Dienstag zu Journalisten gesagt, er glaube, dass der Krieg in zwei bis drei Wochen beendet sein werde. Der Krieg befindet sich nun in der fünften Woche; ursprünglich hatte die Trump-Regierung prognostiziert, dass er vier bis sechs Wochen dauern würde.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:15 ADP-Arbeitsmarktbericht März 
     Beschäftigung privater Sektor 
     PROGNOSE: +39.000 Stellen 
     zuvor:  +63.000 Stellen 
 
  14:30 Einzelhandelsumsatz Februar 
     PROGNOSE: +0,5% gg Vm 
     zuvor:  -0,2% gg Vm 
     Einzelhandelsumsatz ex Auto 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  +0,0% gg Vm 
 
  15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe 
     (2. Veröffentlichung) März 
     PROGNOSE:   52,4 
     1. Veröff.:  52,4 
     zuvor:    51,2 
 
  16:00 ISM-Index verarbeitendes Gewerbe März 
     PROGNOSE:   52,1 
     zuvor:    52,4 
 
  16:00 Lagerbestände Januar 
     PROGNOSE: +0,0% gg Vm 
     zuvor:  +0,1% gg Vm 
 
  16:30 Rohöllagerbestandsdaten (Woche) der staatlichen Energy 
     Information Administration (EIA) Vorwoche 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    6.595,75  +0,4 
E-Mini-Future Nasdaq-100  24.056,00  +0,6 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.671,80  +2,2 
Topix-500 (Tokio)      3.661,79  +4,7 
Kospi (Seoul)        5.093,54  +8,8 
Shanghai-Composite      3.949,65  +1,5 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.331,14  +2,2 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Deutlich gestiegene Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende im Iran entfachen ein Kursfeuerwerk. Es scheine Optimismus zu geben, da sowohl US-Präsident Donald Trump als auch die iranische Seite den Wunsch geäußert hätten, den Konflikt zu beenden, fassen die UOB-Analysten den Optimismus zusammen. Laut Trump könnten die US-Streitkräfte den Iran in zwei bis drei Wochen verlassen. Sein Ziel, die nukleare Bedrohung des Landes zu beseitigen, sei erreicht worden. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi bestätigte indes einen direkten Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Und auch bei der faktisch vom Iran gesperrten Seestraße von Hormus gibt es Bewegung: Die Vereinigten Arabischen Emirate bereiten sich darauf vor, den USA und anderen Verbündeten bei der gewaltsamen Öffnung des Seeweges zu helfen, wie das Wall Street Journal berichtet. In Japan führen Chip- und Bankenwerten das Tableau an. Der Aktienmarkt profitiert auch von einem positiven Tankan-Bericht. In China ist der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbe (RatingDog) ist im März gesunken. Die Industrieaktivität in China dürfte aber in den kommenden Monaten relativ robust bleiben, urteilen die Analysten der Bank of America. Der Kospi in Südkorea schießt nach Volatilitätsunterbrechungen nach oben. Die Industrieaktivität ist so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr gewachen, wie Einkaufsmanagerindizes offenlegen. In Australien stützen Bergbau- und Technologiewerte. Der Staat hat Maßnahmen eingeführt, um kleine Unternehmen vor stagflationsähnlichen Bedingungen wegen des Nahostkrieges zu schützen.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     46.341,51  +2,5 +1125,37    45.216,14 
S&P-500    6.528,52  +2,9  +184,80    6.343,72 
NASDAQ Comp 21.590,63  +3,8  +795,99    20.794,64 
NASDAQ 100  23.740,19  +3,4  +786,81    22.953,38 
 
           Dienstag   Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,71 Mrd  1,36 Mrd 
Gewinner       2.148   1.366 
Verlierer       625   1.391 
Unverändert       54     80 
 

Sehr fest - Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges im Nahen Osten, befeuert von entsprechenden Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, stimmten Anleger optimistisch. Die Konjunkturdaten zeigten keine einheitliche Tendenz - spielten bei der Kursfindung aber kaum eine Rolle. Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von McCormick um 6,1 Prozent. Der US-Gewürzhersteller fusioniert mit dem Lebensmittelgeschäft von Unilever. Microsoft legten um 3,1 Prozent zu, der Technologieriese will zwischen 2026 und 2028 mehr als 1 Milliarde Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur in Thailand investieren. Für die Nike-Aktie ging es um 3,1 Prozent aufwärts. Der Sportartikelhersteller sollte nach der Schlussglocke Drittquartalszahlen bekannt geben. Marvell sprangen um fast 13 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen eine Partnerschaft mit Nvidia bekanntgegeben hatte. Nvidia (+5,6%) investiert überdies in das Halbleiterunternehmen. Apellis Pharmaceuticals verteuerten sich um 135 Prozent auf 40,23 Dollar. Biogen (-2,3%) möchte das Unternehmen für 41 Dollar je Aktie übernehmen.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,80 -0,03    3,84      3,75 
5 Jahre       3,95 -0,03    3,99      3,90 
10 Jahre      4,32 -0,02    4,36      4,29 
 

Konjunktursorgen verschafften dem Anleihemarkt Zulauf. Die Sorgen an den Märkten schienen sich im Zuge des Irankrieges von einem Inflationsschock aufgrund stark gestiegener Energiepreise hin zu einem ausgeprägteren Wachstumsschock zu verlagern, urteilten die Saxo-Analysten.

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt +/- %   00:00    Di, 09:24 % YTD 
EUR/USD    1,1572  +0,2   1,1552     1,1465  -1,5 
EUR/JPY    183,54  +0,1   183,36     183,16  -0,2 
EUR/GBP    0,8725  -0,1   0,8732     0,8687  +0,1 
USD/JPY    158,63  -0,1   158,71     159,75  +1,3 
USD/KRW   1.506,60  +0,0  1.506,20    1.531,30  +4,6 
USD/CNY    6,8820  -0,2   6,8980     6,9073  -1,6 
USD/CNH    6,8844  -0,0   6,8871     6,9127  -1,3 
USD/HKD    7,8386  0,0   7,8387     7,8384  +0,7 
AUD/USD    0,6908  +0,1   0,6900     0,6849  +3,5 
NZD/USD    0,5744  -0,0   0,5745     0,5707  -0,2 
BTC/USD  68.496,10  +0,4 68.195,55    67.155,28 -21,9 
 

Die Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende ließen den Dollar zurückkommen, der zuletzt von seiner Eigenschaft als Fluchtwährung in Krisenzeiten profitiert hatte. Der Dollarindex sank um 0,5 Prozent.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle   zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold    4.694,84  +0,5   25,28    4.669,56 
Silber     74,55  -0,7   -0,56      75,11 
Platin   1.960,08  +0,6   11,29    1.948,79 
 

Der in den vergangenen Wochen gebeutelte Goldpreis erholte sich deutlich, gestützt vom schwächeren Dollar und gesunkenen Marktzinsen. Der Preis für die Feinunze stieg um 3,7 Prozent auf 4.678 Dollar.

ÖL

ROHÖL    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex   101,13  -0,3   -0,25     101,38 
Brent/ICE   103,82  -0,1   -0,15     103,97 
 

Die im Zuge des Kriegs im Nahen Osten stark gestiegenen Ölpreise gaben leicht nach mit der Aussicht auf ein baldiges Ende des Konflikts. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,5 Prozent auf 101,38 Dollar. Der ab Mittwoch marktführende Kontrakt auf Brentöl verbilligte sich um 2,6 Prozent auf 104,63 Dollar. Der Mai-Kontrakt beendete seinen letzten Handelstag 4,9 Prozent höher bei 118,35 Dollar, dies allerdings bei sehr geringen Umsätzen.

Die Ölpreise reagieren am Morgen bislang nur bedingt auf die politische Lage im Nahen Osten. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig wieder geöffnet sei, dürften Anleger wahrscheinlich weiterhin bei Kursschwäche kaufen, meint Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

KONJUNKTUR JAPAN

Ein wichtiger Indikator für die Geschäftstimmung in Japan hat sich das vierte Quartal in Folge verbessert. Dies geschah trotz des Krieges im Nahen Osten, der den Preisdruck erhöht. Damit bleibt die Bank of Japan (BoJ) auf Kurs, die Zinsen weiter anzuheben. Die Tankan-Umfrage zeigt, dass sich die Stimmung unter den großen Herstellern im ersten Quartal aufhellte. Sie erreichte den höchsten Stand seit Dezember 2021.

KONJUNKTUR CHINA

Ein nicht-staatlicher Indikator für die chinesische Industrieaktivität hat im März nach einem Fünfjahreshoch im Vormonat nachgegeben. Er blieb jedoch angesichts steigenden Preis- und Angebotsdrucks im expansiven Bereich. Der allgemeine Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe von RatingDog fiel im März auf 50,8 von 52,1 im Februar. Die Teilindizes für Nachfrage und Produktion wuchsen im März im Vergleich zum Vormonat langsamer, teilte RatingDog mit. Die neuen Exportaufträge stiegen weiter an, jedoch moderater. Der Kostendruck hat sich im März deutlich verstärkt, der Teilindex für die Einkaufspreise stieg auf den höchsten Stand seit März 2022.

NIKE

wies für das dritte Geschäftsquartal einen Gewinn von 520 Millionen US-Dollar oder 35 Cent je Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum waren es 794 Millionen Dollar bzw. 54 Cent je Aktie gewesen. Von Factset befragte Analysten hatten einen Gewinn von 29 Cent je Aktie prognostiziert. Der Umsatz stagnierte bei rund 11,28 Milliarden Dollar, verglichen mit den Analystenschätzungen von 11,23 Milliarden Dollar. Ursächlich für die schwächere Entwicklung seien weiter gesunkene Umsätze in China gewesen.

OPENAI

hat bei der größten Finanzierungsrunde in der Geschichte des Silicon Valley 122 Milliarden US-Dollar eingesammelt, noch vor dem geplanten Blockbuster-Börsengang des Unternehmens, der bis zum Ende des Jahres erwartet wird. Mit der Transaktion, die OpenAI mit 852 Milliarden US-Dollar bewertete, verschaffte sich der ChatGPT-Entwickler zusätzlich einen größeren Zugang zu Privatanlegern.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

April 01, 2026 01:57 ET (05:57 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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