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MÄRKTE ASIEN/Kursfeuerwerk dank Hoffnung auf Kriegsende im Iran

DJ MÄRKTE ASIEN/Kursfeuerwerk dank Hoffnung auf Kriegsende im Iran

DOW JONES--Deutlich gestiegene Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende im Iran haben am Mittwoch an den asiatischen Aktienbörsen ein Kursfeuerwerk entfacht. Es scheine Optimismus zu geben, da sowohl US-Präsident Donald Trump als auch die iranische Seite den Wunsch geäußert hätten, den Konflikt zu beenden, fassten die UOB-Analysten zusammen. Laut Trump könnten die US-Streitkräfte den Iran in zwei bis drei Wochen verlassen. Sein Ziel, die nukleare Bedrohung des Landes zu beseitigen, sei erreicht worden. Der Präsident sagte, die USA brauchten kein Abkommen mit dem Iran, um sich aus dem Land zurückzuziehen. In der Nacht zum Donnerstag will sich Trump in einer "wichtigen" Rede zum Iran äußern.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi bestätigte indes gegenüber Al Jazeera einen direkten Kontakt mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff - bislang hatte der Iran jede Verhandlung mit den USA bestritten - auch wenn Araghchi betonte, dass dies nicht bedeute, in Verhandlungen zu stehen. Und auch bei der faktisch vom Iran gesperrten Seestraße von Hormus gibt es Bewegung: Die Vereinigten Arabischen Emirate bereiten sich darauf vor, den USA und anderen Verbündeten bei der gewaltsamen Öffnung des Seeweges zu helfen, wie das Wall Street Journal berichtet.

Die Ölpreise fielen mir den Deeskalationssignalen im Nahen Osten. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit nächstem Fälligkeitstermin in Juni fiel unter die 100-Dollarmarke. Der am Vortag zuletzt gehandelte Terminkontrakt mit Lieferung im Mai war zuletzt mit über 118 Dollar deutlich höher gehandelt worden. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig wieder geöffnet sei, dürften Anleger wahrscheinlich weiterhin bei Kursschwäche kaufen, warnte Analystin Priyanka Sachdeva von Phillip Nova allerdings.

In Japan stieg der Nikkei-225 um 5,2 Prozent auf 53.740 Punkte angeführt von Chip- und Metallwerten - damit vollzog der japanische Leitindex den höchsten Tagesgewinn seit einem Jahr. Der japanische Aktienmarkt profitierte auch von einem positiven Tankan-Bericht der Bank of Japan. Dieser zeigte, dass das Stimmungsbild der Großunternehmen auf einem Mehrjahreshoch verharrte - ein Zeichen dafür, dass der Energieschock das Vertrauen der Unternehmen bislang nicht erschüttert hat. Der Tankan-Bericht erhöht nach Einschätzung von Ökonom Ryosuke Katagi von Mizuho Securities die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April durch die Zentralbank leicht. Dass die Einkaufsmanagerdaten laut Ökonomin Annabel Fiddes von S&P Global Market Intelligence auf einen erneuten Verlust an Wachstumsdynamik in der verarbeitenden Industrie im März hindeuteten, spielte keine Rolle. Denn der Sektor habe trotz der Verlangsamung am Ende des ersten Quartals die stärkste Quartalsleistung seit dem zweiten Quartal 2022 verzeichnet. Kioxia schossen um 14 Prozent und JX Advanced Metals um 12 Prozent nach oben.

In China stieg der HSI in Hongkong im späten Handel um 2 Prozent, der Shanghai-Composite zog um 1,5 Prozent an. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbe (RatingDog) war im März gesunken. Die Industrieaktivität in China dürfte aber in den kommenden Monaten relativ robust bleiben, urteilten die Analysten der Bank of America.

Der Kospi in Südkorea schoss nach Volatilitätsunterbrechungen befeuert von den Sektoren Halbleiter und Automobilbau um 8,4 Prozent nach oben. Die Industrieaktivität war so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr gewachsen, wie die Einkaufsmanagerindizes offenlegten. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix haussierten um 13,4 bzw. 10,7 Prozent. Die optimistische Stimmung lasse Investoren wieder bei den beiden größten Profiteuren des KI-Booms einsteigen, hieß es. Die ähnlich technologielastige Börse in Taiwan schloss 4,6 Prozent höher.

Der australische S&P/ASX-200 kletterte um 2,2 Prozent - getrieben von Bergbau- und Technologiewerten. Der Staat hat laut Medienberichten Maßnahmen wie Steuerstundungen eingeführt, um kleine Unternehmen vor den Stagflationsbedingungen wegen des Nahostkrieges zu schützen.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.671,80  +2,2    -0,5      07:00 
Nikkei-225        53.739,68  +5,2    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     2.863,54  +5,0    +7,6      08:00 
Kospi (Seoul)       5.478,70  +8,4   +30,0      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.371,00  +2,4    -1,0      10:00 
Shanghai-Composite     3.948,55  +1,5    -0,5      09:00 
Straits-Times (Singapur)  4.979,93  +1,9    +7,2      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   7.162,28  +1,6   -17,2      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.703,93  +0,8    +1,4      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Di, 09:24 % YTD 
EUR/USD           1,1587  +0,3   1,1552     1,1465  -1,4 
EUR/JPY           183,40  +0,0   183,36     183,16  -0,3 
EUR/GBP           0,8724  -0,1   0,8732     0,8687  +0,1 
USD/JPY           158,31  -0,3   158,71     159,75  +1,1 
USD/KRW          1.499,40  -0,5  1.506,20    1.531,30  +4,1 
USD/CNY           6,8735  -0,4   6,8980     6,9073  -1,7 
USD/CNH           6,8751  -0,2   6,8871     6,9127  -1,4 
USD/HKD           7,8370  -0,0   7,8387     7,8384  +0,7 
AUD/USD           0,6936  +0,5   0,6900     0,6849  +4,0 
NZD/USD           0,5761  +0,3   0,5745     0,5707  +0,1 
BTC/USD          69.144,25  +1,4 68.195,55    67.155,28 -21,2 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           97,24  -4,1   -4,14     101,38 
Brent/ICE           99,88  -3,9   -4,09     103,97 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.715,09  +1,0   45,53    4.669,56 
Silber            74,92  -0,2   -0,19      75,11 
Platin           1.968,11  +1,0   19,32    1.948,79 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 01, 2026 03:24 ET (07:24 GMT)

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Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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