HAMBURG (dpa-AFX) - Der Einzelhandelsimmobilien-Spezialist Deutsche Euroshop hat 2025 vor allem dank hoher Bewertungsgewinne unter dem Strich deutlich mehr verdient. Der Überschuss wuchs um fast drei Viertel auf gut 215 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstagabend in Hamburg mitteilte. Umsatz und operativer Gewinn gingen hingegen etwas zurück. Für 2026 erwartet Vorstand Hans-Peter Kneip steigende Mieteinnahmen, aber höhere Zinsausgaben. Die Dividende für 2025 soll deutlich schrumpfen.
An der Börse kam vor allem der Ausblick nicht gut an: Die Aktie gab im frühen Mittwochhandel deutlich nach. Zuletzt büßte das Wertpapier rund 2 Prozent auf 19,94 Euro ein. Seit dem Jahreswechsel steht dennoch ein kleines Kursplus, während der SDax mit den kleineren Werten in Deutschland etwas verloren hat.
2025 ging Euroshops Umsatz leicht auf gut 270 Millionen Euro zurück. Die meisten der 17 Einkaufszentren im vollständigen Besitz des Unternehmens hätten wie bereits 2024 geringere Umsätze verzeichnet, verwies Analyst Kai Klose von der Privatbank Berenberg. Positiv habe sich allerdings das Main-Taunus-Zentrum entwickelt - es zählt zu den drei wichtigsten Einkaufszentren des Unternehmens. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im vergangenen Jahr um knapp ein Prozent auf rund 214 Millionen Euro.
Für 2026 erwartet der Vorstand eher einen Anstieg von Umsatz und operativem Gewinn, hält sich aber auch einen leichten Rückgang offen. So soll der Erlös ohne Sondereffekte 269 bis 277 Millionen Euro erreichen, das operative Ergebnis (Ebit) 211 bis 219 Millionen Euro. Allerdings dürften höhere Zinsen den Gewinn vor Steuern und Bewertungseffekten belasten.
Die Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von einem Euro je Aktie erhalten, wie die Deutsche Euroshop sie zunächst auch für das Vorjahr vorgesehen hatte. Später hatte das Unternehmen die Ausschüttung für 2024 jedoch auf 2,65 Euro angehoben.
Zum Portfolio von Deutsche Euroshop zählen neben dem Main-Taunus-Zentrum nahe Frankfurt auch das Rhein-Neckar-Center in Viernheim nahe Mannheim und die Altmarkt-Galerie in Dresden./stw/mne/nas/men




