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MÄRKTE EUROPA/Börsen setzen auf Ende des Irankriegs - Airline-Aktien haussieren

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen setzen auf Ende des Irankriegs - Airline-Aktien haussieren

DOW JONES--Hoffnungen auf ein bevorstehendes Kriegsende im Iran haben am Mittwoch eine Kursrally am europäischen Aktienmarkt ausgelöst. Grund für die deutlich gestiegene Risikobereitschaft waren Spekulationen, dass sowohl die USA als auch der Iran nach einer Ausstiegsstrategie aus dem Krieg im Nahen Osten suchten. Laut US-Präsident Donald Trump könnten die US-Streitkräfte den Iran in zwei bis drei Wochen verlassen, und das auch ohne einen "Deal" mit dem Iran. Bereits am Vortag hatte Trump über einen Rückzug gesprochen, selbst wenn die Straße von Hormus geschlossen bleiben sollte. Sein Ziel, die nukleare Bedrohung des Landes zu beseitigen, sei erreicht worden. Trump wird in der Nacht zum Donnerstag zudem eine Rede zum Iran-Krieg halten. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte, es werde sich um eine "wichtige Rede" handeln. Die Rede ist für 3.00 Uhr MESZ angesetzt. Der DAX gewann 2,7 Prozent auf 23.299 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 2,9 Prozent zu.

Nach unten ging es für den Ölpreis. Der marktführende Kontrakt für Brent reduzierte sich um 2,1 Prozent auf 101,79 Dollar. Nachdem im März die Inflation in Europa auch wegen der deutlich gestiegenen Energiekosten anzog, könnte sich der Impuls per April umkehren. Damit werden an den Zinsmärkten die Erwartungen an die Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank sowie die Europäische Zentralbank bereits leicht ausgepreist. Dies verbesserte die Stimmung für Risikoassets wie Aktien.

UBS-Volkswirt Paul Donovan wies darauf hin, dass der Iran die Zahlung von Reparationen fordert, die die USA wahrscheinlich nicht zahlen werden. Ein iranischer Zoll auf den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus könnte als eine Form von Reparation getarnt werden - dies würde die Lebenshaltungskosten am Golf erhöhen. Die Auswirkungen auf den Ölpreis wären jedoch wahrscheinlich wirtschaftlich nicht signifikant.

Für Marktstratege Andreas Lipkow von CMC Markets bleibt jedoch ein bitterer Beigeschmack. Die Situation nach dem Krieg sei schlimmer als vor dem Krieg und treffe vornehmlich die unbeteiligten Staaten in Europa und Asien besonders hart. Die Rohölpreise blieben vorerst hoch und es schwebe die Unsicherheit mit, dass es jederzeit zu einer neuerlichen Eskalation im Nahen Osten kommen könne.

Zu den Gewinnern gehörten die europäischen Finanz- (+4,3%) sowie die Technologiewerte (+3,6%). Während bei den Banken das Risiko einer konjunkturellen Talfahrt nun als geringer eingestuft wird, wirkten sich bei den Technologiewerten die sinkenden Zinsen auf die Bewertungen positiv aus. Von dem Rückgang der Renditen profitierten die Immobilienwerte. Ölwerte belastete der Preisverfall der Ölpreise: Totalenergies verloren 4,1 Prozent oder BP 5 Prozent.

Auch Airline-Aktien gehörten zu den großen Gewinnern am Mittwoch. Der Sektor hatte wegen des gestiegenen Ölpreises sowie den Einschränkungen beim Flugverkehr zu den größten Verlierern des Konflikts gehört. Ein Ende der Kriegshandlungen wäre klar positiv zu werten, bis zu einer Normalisierung ist es aber noch ein weiter Weg. Lufthansa gewannen 8 Prozent, Air France-KLM 8,9 Prozent oder IAG 5,7 Prozent.

Rheinmetall führten mit Aufschlägen von 9,5 Prozent auf 1.582 Euro die DAX-Gewinnerliste an. Dabei dürfte es sich vor allem um eine technische Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste gehandelt haben. Die Citigroup hat die Aktie am Berichtstag mit "Neutral" und einem Kursziel von 1.480 Euro gestartet. Nach Einschätzung der Analysten bewegt sich die Nachfrage nach Waffen und Munition auf einem untragbar hohem Niveau und wird in Zukunft merklich nachlassen. Optimistischer äußerte sich die Citigroup dagegen zu TKMS, hier wurde die Einstufung auf "Buy" erhöht. Die Aktie quittierte dies mit Aufschlägen von 14,6 Prozent.

Deutsche Euroshop büßten dagegen 2,2 Prozent ein. Der Shoppingcenter-Investor hat im vergangenen Jahr in einem herausfordernden Marktumfeld weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahr, seine Prognosen aber erfüllt. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet der SDAX-Konzern dank steigender Mieteinnahmen eine leicht positive Entwicklung bei Umsatz und EBIT. Unter dem Strich belasten jedoch höhere Zinsaufwendungen die Ertragskraft.

Nach der Hausse der vergangenen Wochen brachen Verbio um 11,6 Prozent ein. Zuletzt hatte der Produzent von Biokraftstoffen von den steigenden Preisen an Tankstellen profitiert. Dieser Ertragsboost dürfte sich dem Ende zuneigen, wenn mit der Beruhigung im Nahen Osten auch die Preise für Kraftstoffe wieder nach unten kommen. Entgegenwirken dürfte hier, dass der Anteil der Kraftstoffbeimischung von E10 auf E15 in den USA steigen könnte und das Geschäft in Indien hochfährt.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.733       2,93         -3,83 
Stoxx-50       4.978       2,50         -1,26 
Stoxx-600        598       2,50         -1,53 
DAX         23.299       2,73         -7,39 
FTSE-100 London   10.176       1,85          2,47 
CAC-40 Paris     7.817       2,10         -4,08 
AEX Amsterdam      960       1,76          0,89 
ATHEX-20 Athen    5.234       3,29         -2,19 
BEL-20 Brüssel    5.073       2,91         -0,10 
BUX Budapest    121.381       2,41          9,32 
OMXH-25 Helsinki   5.844       1,87          2,46 
OMXC-20 Kopenhagen  1.387       1,92         -13,73 
PSI 20 Lissabon    9.132       1,84         10,50 
IBEX-35 Madrid    17.050       3,11         -1,49 
FTSE-MIB Mailand   44.310       3,17         -1,41 
OBX Oslo       2.030       -0,88         27,06 
PX Prag        2.510       1,72         -6,54 
OMXS-30 Stockholm   2.929       2,63          1,61 
WIG-20 Warschau   124.572       1,73          4,45 
ATX Wien       5.343       2,51          0,32 
SMI Zürich      12.777       1,68         -3,70 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:20 Uhr 
EUR/USD     1,1613  +0,5  0,0061     1,1552     1,1531 
EUR/JPY     184,18  +0,5  0,8200     183,36    183,2200 
EUR/CHF     0,9212  -0,2  -0,0021     0,9233     0,9248 
EUR/GBP     0,8712  -0,2  -0,0020     0,8732     0,8725 
USD/JPY     158,62  -0,1  -0,0900     158,71    158,9500 
GBP/USD     1,3327  +0,8  0,0105     1,3222     1,3209 
USD/CNY     6,872  -0,4  -0,0260     6,8980     6,8980 
USD/CNH     6,8747  -0,2  -0,0124     6,8871     6,9008 
AUS/USD     0,6943  +0,6  0,0043      0,69     0,6861 
Bitcoin/USD 68.809,65  +0,9  614,10    68.195,55   67.093,52 
 
ROHOEL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    100,07  -1,3   -1,31     101,38 
Brent/ICE    101,79  -2,1   -2,18     103,97 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.785,39  +2,5  115,83    4.669,56 
Silber      75,73  +0,8   0,63      75,11 
Platin    1.975,62  +1,4   26,83    1.948,79 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

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April 01, 2026 12:02 ET (16:02 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

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